| Diplomarbeit | von Andreas Matievits |
2000 |
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| Thema: |
Bild und Architektur
- eine assoziative Entwurfsstrategie |
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| Betreuung: | Erstkorrektur |
Bauko
I + Entwerfen - Prof. Dipl.-Ing. Bernd Meyerspeer |
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| Zweitkorrektur |
Darstellende
Geometrie + Perspektive - Akad. Dir. Cornelie Leopold |
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Teil
1: Anhand von Bildern von Gerhard Richter (Atlas der Skizzen, Fotos und Collagen (1962-1982). Oktagon Verlag, Köln 1997) werden in Teil1 der Arbeit kleine Beispiele vorgestellt, wie diese Strategie umgesetzt werden kann. Neben der Grundvoraussetzung der Motivation bei der Betrachtung von Bildern architektonisch relevante Elemente zu entdecken wird deutlich, daß insbesonders die Auswahl der Bilder von Bedeutung ist, die aufgrund ästhetischer Eigenschaften erfolgt, deren Einschätzung zunächst subjektiv ist. Über Analyse und Abstraktion sind die Gründe die zur Auswahl führen objektivierbar und bilden gleichermaßen die Grundlagen einer möglichen architektonischen Umsetzung. Durch die Interpretation entstehen also assoziierte Parallelbilder, deren Vorstellung in einer Skizze festgehalten wird, die somit die erste Kommunikationsstufe für einen architektonischen Entwurf darstellt. "Das ist der Schlüssel: schauen ... schauen/ beobachten/ sehen/ sich vorstellen/ erfinden/ kreieren." Le Corbusier, 1963 |
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Teil
2 : Die assoziative Vorgehensweise wird durch drei Bildbeispiele konkretisiert, wie räumliche Ideen entwickelt werden können, die zunächst völlig unabhängig von einer Entwurfsaufgabe sind. Durch Überlagerung der Interpretation mit funktionalen Überlegungen entstehen architektonische Räume. In den Beispielen wird die Grundeinteilung der Strategie deutlich: 1 Bild-Auswahl durch Analyse; 2 Ablauf der räumlichen Vorstellung durch Abstraktion des Bildes im Kopf als Animation; 3 Zeichnung der räumlich architektonischen Idee, erfolgt nach der Interpretation des Bildes; 4 Umsetzung sowie gegebenenfalls Modifikation der Idee und Darstellung der räumlichen Idee durch ein mit einer Rotblau-Brille 3-dimensional wahrnehmbares Stereobild. Teil 2 führt weiterhin zu einer fortführbaren Liste der kompositorischen und inhaltlichen Interpretationsmöglichkeiten, sowie zu der Kategorisierung Räumlich, Formal und Atmosphärisch nutzbarer Bilder. |
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Teil 3: Wurde in den ersten beiden Teilen frei assoziiert, wird abschließend die Frage der Anwendbarkeit der Entwurfsstrategie bei der Suche nach einer Idee für ein konkreteres Projekt geklärt. Nach der Vorstellung des Genius Loci und darauf bezogenen konzeptionellen Überlegungen für ein Wohnhaus wird entsprechend der Grundeinteilung aus Teil 2 anhand von Bildern von Tomato (Tomato. Bangert Verlag, München/ Schopfheim 1996) das entwurfsorientierte Suchen nach geeigneten Bildern für das konkretere Projekt dargestellt. Ergebnis ist hier kein fertiger Entwurf sondern Raum-Ideen aufgrund von Bildern, überlagert mit konzeptionellen und funktionalen Überlegungen entsprechend der Nutzung und des Ortes. Innerhalb der vorgestellten Strategie bewegt sich die Entwurfsarbeit zwischen Bildern, Vorstellung, Ideen und Umsetzung. Es ist ein Oszillieren zwischen assoziativem Vorgehen, geleitet durch Bilder, durch räumliche, formale und atmosphärische Eindrücke, und rationalem Überdenken und Abgleichen mit dem zur Verfügung stehenden Hintergrundwissen und konzeptionellen Überlegungen auf der anderen Seite: Ein ständiges Wechseln zwischen assoziativ künstlerischem und rational wissenschaftlichem Vorgehen. |
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