Pflanzenökologie & Systematik

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Fachbereichsgarten - Botanic Garden
Technischer Leiter - Technical manager: Matthias Seidel
Tel. 0631 205 2495; garten@rhrk.uni-kl.de
Mitarbeiter - Staff: Ralf Pennther-Hager, Janka Bodenschatz; Tel. 0631 205 2023
Der Garten des Fachbereichs dient in erster Linie der Lehre und Forschung und gliedert sich in einen Freiland- und einen Gewächshausteil. Es werden ca. 3000 Pflanzenarten lebend kultiviert, welche für Lehr- und Forschungszwecke bereitstehen. Neben der fachgerechten Hälterung und Behandlung von Versuchspflanzen hat der Fachbereichsgarten als eine weitere wichtige Aufgabe die Versorgung von Praktika und Kursen mit speziell dafür kultiviertem Pflanzenmaterial, welches über den normalen Gartenfachhandel nicht zu beschaffen wäre. Im Lehrberuf Topf- und Zierpflanzenbau gehört der Fachbereichsgarten zu den größten Ausbildungsbetrieben der Westpfalz.

Der Garten steht zu den üblichen Arbeitszeiten an Werktagen für Besucher offen. Führungen können vereinbart werden.


v.li.n.re: M. Seidel, R. Pennther-Hager, J. Bodenschatz

Überblick über den Garten, Klick für größeres Bild (ca 40 KB)
Botanischer Garten mit Freigelände und Gewächshäusern

First of all the Botanic garden is used for education and research purposes. It comprises glasshouses as well as an open land area. About 3000 plant species are cultivated and are available for education and research purposes. Besides appropriate cultivation and treatment of experimental plants the botanic garden also cultivates plant material for practical training and different courses, which otherwise wouldn't be available. Furthermore, the botanic garden is one of the largest training facilities for gardening m apprenticeship in western Rheinland-Pfalz.

The botanic garden is open to visitors at regular working hours. Guided tours might be arranged.

Gewächshaus Tropen, Klick für größeres Bild (ca 40 KB)
Tropenhaus
Freilandbereich, Systematik, Klick für größeres Bild (ca 40 KB)
Pflanzensystematik
Freilandbereich, Systematik, Klick für größeres Bild (ca 40 KB)
Pflanzensystematik

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In Zusammenarbeit mit dem Landesbetrieb Liegenschaft- und Baubetreuung (LBB), Niederlassung Kaiserslautern, wurde im Garten eine Schlucht aus heimischen Buntsandsteinblöcken errichtet (fertiggestellt im Herbst 2002). In dieser Schlucht sollen typische niedere Pflanzen (= Kryptogamen, im Gegensatz zu den Phanerogamen [= Blütenpflanzen]) wie Flechten, Moose und Farne des Pfälzer Waldes für Lehr- und Forschungszwecke angesiedelt und demonstriert werden. Es ist geplant ca. 60 unterschiedliche Arten von Kryptogamen zu zeigen. Bei diesem Projekt handelt es sich bundesweit um ein Pilotprojekt. Vergleichbares existiert bisher nicht in Deutschland. Der Bau der Schlucht aus Sandsteinblöcken erfolgte durch die Firma F.K. Horn. Auch dieser Teil ist für die Öffentlichkeit zugänglich. Schlucht mit Blick zum Garten, , Klick für größeres Bild (ca 40 KB)
Übersicht über die Schlucht mit Blick zum Garten

In cooperation with the regional company "Liegenschaft- und Baubetreuung" Kaiserslautern a gorge made of autochthonous sandstone was built in the botanic garden (completed in autumn 2002). For education and research purposes it is planned to grow and display typical cryptogamous plants (non-flowering plants, in contrast to phanerogamous plants = flowering plants) as lichens, mosses and ferns typical for the local forest "Pfälzer Wald". Altogether, 60 different cryptogamous species are planned to be displayed. This project is a pilot project and therefore new to Germany.
The construction of the standstone gorge was done by the company F.K. Horn.
This part of the botanic garden is also open to visitors.


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Unterhalb der Schlucht mündet der kleine, von der Schlucht ausgehende Bachlauf in einen großen Teich, der für die Demonstration von Wasserpflanzen genutzt werden soll. Da das gesamte mit dem Wasser in Berührung kommende Substrat seinen Ursprung im Buntsandstein hat, hoffen wir auch auf die erfolgreiche Ansiedlung für den Pfälzer Wald typischer Wasserflechten und Wassermoose im Bachlauf.

Below the gorge the water course running out of the gorge enters a pond, which will be used for the display of water plants. Since the water along the course is always in contact with the sandstone, it is hoped for a successive establishment of typical water lichens and water mosses along the water course.
Bachlauf, Klick für größeres Bild (ca 40 KB)
Bachlauf aus der Schlucht
Teich, Klick für größeres Bild (ca 40 KB)
Teich mit Wasserpflanzen

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Die Schlucht hat eine Länge von ca. 7 m. Der Zugang zur Schlucht erfolgt über eine Treppe, die ebenfalls aus Buntsandstein gefertigt ist. Nach dem Eingang folgt rechts eine Grotte, in der spezielle Moose und Algen etabliert werden sollen. Die Höhendifferenz im hinteren Teil der Schlucht beträgt 4 m. Dies führt zu starken kleinklimatischen Unterschieden. An einem Spätsommertag wurde eine Temperaturdifferenz von 12 °C zwischen dem oberen Rand und der Sohle der Schlucht gemessen. Ein kleiner Wasserfall am Ende der Schlucht sorgt für die notwendige Feuchtigkeit und speist einen Wasserlauf, der durch die Schlucht fliesst.

Wasserfall mit Moos- und Farnbesiedelung, Klick für größeres Bild (ca 40 KB)
Wasserfall am Ende der Schlucht, Farn- und Algenbewuchs

The gorge is about 7 m long. The entrance is made of sandstone steps. A cave to the right hand side and facing northwards will be used to establish special mosses and algae.

The difference in height from top to bottom at the rear end of the gorge is about 4 m. This results in strong micro-climatic differences. Temperature variation of 12 °C between top and bottom was measured on a late summer day.
A small waterfall at the rear end of the gorge provides the essential humidity and supplies a water course through the gorge.


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Die Längsachse der Schlucht verläuft in Ost-West-Richtung, so daß eine Wand nach Norden, die andere nach Süden hin exponiert ist. Diese Eigenschaften der Kryptogamenschlucht lassen eine erfolgreiche Ansiedlung mit Flechten, Moosen und Farnen erwarten. So hat sich inzwischen die im letzten Jahr ausgebrachte Flechte der Gattung Peltigera etabliert und ist seitdem um mehr als 1,5 cm im Durchmesser gewachsen. Weiterhin hat sich ein Moos der Gattung Pellia etabliert. In dem Wasserlauf der Schlucht konnte die Wasser-Nabelflechte (Dermatocarpon luridum) erfolgreich angesiedelt werden.

The longitudinal axis of the gorge runs in east-west direction. Therefore one wall is exposed to the north and the other one to the south. These characteristics will allow for a successful establishment of lichens, mosses and ferns.
One example is the lichen genus Peltigera, wich was placed last year. Since that time it grew more than 1.5 cm in diameter. Another genus established is the moss genus Pellia. Along the water course the species Dermatocarpon luridum was established.
Peltigera sp., Klick für größeres Bild (ca 40 KB)
Pellia sp., Klick für größeres Bild (ca 40 KB)
Dermatocarpon luridum, Klick für größeres Bild (ca 40 KB)
Ansiedlung der Flechtengattung Peltigera
Ansiedlung der Moosgattung Pellia
Wassernabelflechte Dermatocarpon luridum

Kultursammlung Cyanobakterien - Collection of Cyanobacteria

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