Press Room

Juni 2017

Humboldt-Preisträger erforscht den Einfluss des Menschen auf die Biodiversität tropischer Wälder

Professor Dr. Marcelo Tabarelli von der brasilianischen Universidade Federal de Pernambuco erhält den Humboldt-Forschungspreis der Alexander von Humboldt-Stiftung. Er beschäftigt sich unter anderem mit der Biodiversität in von Menschen veränderten Landschaften. Von Juni bis September ist er an der Technischen Universität (TU) Kaiserslautern im Fachbereich Biologie in der Abteilung Pflanzenökologie und Systematik bei Professor Dr. Burkhard Büdel zu Gast. Mit Dr. Rainer Wirth, dem Leiter eines gemeinsamen Forschungsprojektes, wird Tabarelli sich dem Einfluss des Menschen auf brasilianische Trockenwälder widmen. 

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie hier.

 

März 2016

EarthShape-Projekt: Bodenorganismen modellieren die Oberfläche der Erde

Ein bekanntes Dogma der Geologie beschreibt die Modellierung der Erdoberfläche durch Klima (Erosion, Verwitterung) und Plattentektonik (das Entstehen von Felsformationen). Im Rahmen des Schwerpunktprograms 'EarthShape: Earth Surface shaping by Biota' arbeitet unsere Abteilung Pflanzenökologie & Systematik an Ergänzungen zu dieser Theorie in der Atacama Wüste Chiles. Im Fokus stehen biologische Prozesse u.a. ausgehend von biologischen Bodenkrusten, welche Boden formen und somit die Topographie beeinflussen und schließlich den Effekt des Klimawandels auf die Erdoberfläche regulieren. 

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie hier.

 

April 2015

Extreme Ökosysteme

Das Medienportal Grüner Journalismus porträtiert Teilaspekte unseres Forschungsschwerpunkts in extremen Ökosystemen im Rahmen des Blogs "Biodiversität". Den nun veröffentlichten Artikel von Jasmin Krenzer finden sie hier.

 

März 2015

Essenskanäle für Bakterien

Bakterien verbinden sich untereinander und tauschen Nährstoffe aus

Dass Bakterien sich bei Nährstoffmangel gegenseitig aushelfen ist schon länger bekannt. Wie dieser Nährstoffaustausch praktisch aussehen kann, haben jetzt Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für chemische Ökologie in Jena sowie der Universitäten Jena, Heidelberg und unserer Arbeitsgruppe herausgefunden.  Wir entdeckten, dass manche Bakterien Nanokanäle zwischen einzelnen Zellen ausbilden, die den direkten Austausch von Nährstoffen ermöglichen. Weitere Infos und News zu dem Artikel finden sie hier.

November 2014

Antarktisforschung prämiert

Das wissenschaftliche Komitee für Antarktisforschung prämiert wissenschaftliche Highlights in verschiedenen Schwerpunkten. Im Themengebiet "Antarctic Thresholds - Ecosystem Resilience and Adaptation (AnT-ERA)" wurde dabei eine kürzlich erschienene Arbeit der Abteilung Pflanzenökologie und Systematik prämiert. Nähere Infos finden sie hier.

September 2014

Über allen Wipfeln – Baumkronenforschung in Kaiserslautern

Das Wissensmagazin SWR2 Impuls porträtiert unser Forschungsprojekt zur Insektendiversiät in heimischen Baumkronen im Rahmen des Blogs "Die Durchblicker - Wissens-Reportagen von der Ostsee bis zum Bodensee". Der Radiobeitrag wurde am Biosphärenturm der TU produziert und ist als Clip und Blogeintrag hier zu hoeren/sehen. 

Kontakt: Dr. Rainer Wirth, Kevin Bähner

Mai 2014

Prämierte Wissenschaftsreportage zur ökologischen Erforschung von Baumkronen im Nordpfälzer Bergland

Bei der Preisverleihung zur besten Wissenschaftsreportage 2013 erzielte Frau Carina Brenner den 3.ten Platz mit Ihrem Beitrag "Expedition in die Heimat: Das Nordpfälzer Bergland in Insektenhänden". Der Erlebnisbericht über ihre Mitarbeit bei aktuellen Forschungsarbeiten zur anthropogenen Beeinflussung der Insektendiversität im Nordpfälzer Bergland ist Resultat eines Wahlpflichtpraktikums in der Abteilung Pflanzenökologie & Systematik.

Kontakt: Dr. Rainer Wirth und Kevin Bähner

September 2013

Expedition in die Arktis

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat ein gemeinsam von der Arbeitsgruppe Angewandte Ökologie & Phykologie des Instituts für Biowissenschaften der Universität Rostock (Prof. Dr. Ulf Karsten), der Arbeitsgruppe Botanik I der Universität Köln (PD Dr. Burkhard Becker) und der Arbeitsgruppe Pflanzenökologie und Systematik der Universität Kaiserslautern (Prof. Dr. Burkhard Büdel) beantragtes Projekt über die Biodiversität, ökologische Bedeutung und Leistungsfähigkeit von Biologischen Bodenkrusten auf den arktischen Inseln von Spitzbergen und der Antarktischen Halbinsel mit ca. knapp 500.000 € genehmigt.

Biologische Bodenkrusten sind Pionier-Gemeinschaften, und kommen in allen Klimazonen und auf allen Kontinenten der Erde vor, speziell dort wo die Bodenfeuchte als limitierender Faktor wirkt. Diese Gemeinschaften bestehen meist aus Bakterien, Algen, Pilzen und Flechten. Sie bilden wasserstabile Aggregate und üben hinsichtlich Primärproduktion, Stickstofffixierung, Wasserretention und Bodenstabilisierung ökologisch extrem wichtige Funktionen aus. Neuere Daten zeigen, dass ca. 50% der weltweiten biologischen Stickstofffixierung über Biologische Bodenkrusten realisiert wird, wodurch die Böden quasi „gedüngt“ werden.

Obwohl kaum Daten über Grünalgen und Cyanobakterien in Biologischen Bodenkrusten der Arktis und Antarktis vorliegen, wird ihre funktionelle Bedeutung als Ökosystem-Entwickler nährstoffarmer Gebiete als sehr hoch eingeschätzt. Deshalb ist das wichtigste Ziel in diesem interdisziplinären Projekt erstmalig die Biodiversität und Ökophysiologie der häufigsten Grünalgen und Cyanobakterien Taxa Biologischer Bodenkrusten der Antarktischen Halbinsel und Spitzbergens zu untersuchen. Temperatur und Wasserverfügbarkeit stellen zwei Schlüsselfaktoren für terrestrische Organismen dar, und verändern sich gegenwärtig in den Polarregionen aufgrund des Klimawandels. Deshalb wird ihr Einfluss auf Wachstum und Photosynthese vergleichend untersucht. Die Daten werden zeigen ob und wie der Klimawandel die Struktur und Leistungsfähigkeit von Schlüsselorganismen Biologischer Bodenkrusten beeinflusst, und dazu beitragen Prognosen über die zukünftige Bedeutung der ökologischen Funktionen dieser Pioniergemeinschaften zu machen. Solch ein multiphasischer Ansatz ist bisher noch niemals auf Boden-Algen und –Cyanobakterien der Polarregionen angewendet worden, und stellt somit die wichtigste Innovation des Projektes dar.

Das Projekt ist für drei Jahre ausgelegt, und soll insbesondere der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses dienen. Gegenwärtig laufen die Vorbereitungen für eine erste Expedition nach Spitzbergen in 2014, um dort umfangreiche Felduntersuchungen durchzuführen.

Juli 2013

Am 18. Juli 2013 sendete die SWR Landesschau einen Kurzbeitrag über die von unserer AG betriebene
Feldforschungskampagne im Nordpfälzer Bergland, in der die Insektenfauna in Kronenräumen alter
Rotbuchen mittels einer Insektizidbenebelung untersucht wird.

Nähere Infos finden Sie auch in dieser Pressemeldung der TU Kaiserslautern.

Mai 2013

Am 9. Mai 2013 sendet der SWR von 18:45 bis 19:45 Uhr die Fernsehdokumentation „Schwindelfrei? Menschen zwischen Himmel und Erde" mit Beiträgen des Biosphärenturms.

April 2013

40 Jahre Botanischer Garten! Der Fachbereichsgarten der TU Kaiserslautern feiert dieses Jubiläum mit einem großen Frühlingsfest am 12 Mai 2013 von 10:00-16:00 Uhr. Näheres zum Programm finden sie hier.

Außerdem ist der Fachbereichsgarten mit einem Artikel in „Metropol News“ vertreten.

 

Februar 2013

Seit November 2012 zeigt das Pfalzmuseum für Naturkunde in Bad Dürkheim eine Sonderausstellung zur Thema: Polarforschung zum Anfassen. Nähere infos finden sie hier.

Januar 2013

SWR Fernsehen, 29. 1. 2013, 18:15 Uhr, Im Grünen: Reportage aus unserer Abteilung über Forschungsarbeiten an biologischen Krusten.

Mediathek: Video SWR

November 2012

Der Biosphärenturm der TU Kaiserslautern wurde nicht nur mit Preisen für die archetypische Erscheinung und architektonisch gelungenes Experiment ausgezeichnet (im Rahmen des Architekturpreises der Bund Deutscher Architekten). Er stößt auch auf große öffentliche und mediale Resonanz. Aktuell erschien ein Bericht im Magazin SPIEGEL (uniSPIEGEL und SPIEGEL-Online) und auch in den Wolken kann man sich im Lufthansa-Magazin über den Biosphärenturm informieren.

Fernsehreportage über den Biospährenturm der TU Kaiserslautern und der Forschung der Abteilung Pflanzenökologie und Systematik im SWR Fernsehen.  Forschungsreportage der Sendung „Im Grünen“.  Ausstrahlung  am Di 13.11. um 18:15  oder in der Mediathek anzuschauen Die Forschungsreportage wurde mit fliegender Kamera gedreht!

W wie Wissen: Unterwegs auf der Haut der Erde. 25.11.2012 17:00 Uhr, ARD, Das Erste: Eine bisher wenig beachtete Pflanzengruppe schützt unsere Erde vor den Folgen des Klimawandels: Moose und Flechten. Um sie zu beobachten, erkunden Forscher der Uni Kaiserslautern sämtliche Kontinente. Wie verletzlich ist die Haut der Erde?

Die Biologischen Krusten fixieren weltweit etwa sieben Prozent des globalen, von Pflanzen gebundenen CO2. Das ist in etwa so viel, wie die Menschen jährlich durch die Verbrennung fossiler Energieträger freisetzen. Außerdem düngen die Krusten die Böden und verbessern das Wachstum von Gräsern und anderen Pflanzen. Wegen ihrer großen ökologischen Bedeutung für unsere Erde fordern Wissenschaftler ihren Schutz. Die Biologischen Krusten bedecken wie eine schützende Haut die Böden - insbesondere der Trockengebiete. Sie sind eine unersetzliche und zugleich sehr verletzliche Haut der Erde. ARD Mediathek oder Video

September 2012

Die Forschergruppe Experimentelle Ökologie ist mit zwei Beiträgen in der September-Ausgabe des Magazins GEO vertreten. Zum einen mit einem Beitrag von Dr. Michael Lakatos zum Thema Wald in der Rubrik GEOCampus und zum anderen mit einer von ihm organisierten Umweltbildungsaktion zum GEO-Tag der Artenvielfalt.

Juni 2012

Am GEO-Tag der Artenvielfalt wird von der Abteilung Pflanzenökologie und Systematik zusammen mit der IGS Thaleischweiler-Fröschen eine Begleitaktion am Biosphärenturm veranstaltet. Wipfelstürmer am Biosphärenturm, Pfälzerwald - Expedition in die Baumkronen

April 2012

Die TU Kaiserslautern erhält den Holzbaupreis RLP 2011 für ihr Projekt "Biosphärenturm" in der Kategorie "Skulpturales Bauen" durch Umweltministerin Fr. Ulrike Höfken.

 

Eine Studie in der fragmentierten Waldlandschaft des Nordpfälzer Berglandes offenbarte für herbivore Insekten eine unerwartet hohe Artenvielfalt und Wirtspezialisierung in denjenigen Waldhabitaten, die sich gegenüber kontinuierlichen aber intensiv genutzten Wäldern durch eine starke Fragmentierung auszeichnen. Die grösste Artenvielfalt und Wirtsspezialisierung wurde in den Waldrändern der kontinuierlichen Waldgebiete gefunden.

Nähere Infos finden Sie in diesem Bericht des IBS - Infodienst Biodiversität Schweiz.

Januar 2010

Pflanzenfresser vernichten den Regenwald - Brasilianisch-deutsches Forschungsprojekt untersucht das Ökosystem der Waldränder

Zu den bilateralen Forschungsvorhaben, die vom DAAD und der Deutschen Forschungsgemeinschaft sowie ihren brasilianischen Partnerorganisationen CAPES und CNPq gemeinsam gefördert werden, gehört eine Kooperation zwischen der Technischen Universität (TU) Kaiserslautern und dem Botanischen Institut der Universität von Pernambuco in Recife. Gegenstand des Projekts, das auf einer Forschungsstation in Serra Grande im Bundesstaat Alagoras durchgeführt wird, ist die Fragmentierung des Regenwaldes. Bisheriges Forschungsergebnis: An den Waldrändern kommt es zu einer dramatischen Vermehrung von Blattschneiderameisen – mit gravierenden Folgen. Artikel (S. 20) der Edition Brasilien, Länderprofile: Analyse-Erfahrungen-Trends, Gate-Germany