Pressemeldung
Datenschutzpreis 2009 an Informatikstudierenden der TU verliehen
Von: Der Landesbeauftragte für den Datenschutz Rheinland-Pfalz
Heute hat im Landtag Rheinland-Pfalz zum zweiten Mal die Verleihung des Wissenschaftspreises des Landesbeauftragten für den Datenschutz stattgefunden. Der Datenschutzpreis 2009 wurde durch Staatssekretär Michael Ebling und den Datenschutzbeauftragten Edgar Wagner an Stefan Willenbrock, Studierender am Fachbereich Informatik der Technischen Universität Kaiserslautern und Mitarbeiter in der Arbeitsgruppe "Sicherheit in verteilten Systemen" des Fraunhofer-Instituts für Experimentelles Software Engineering (IESE), für seine Bachelor-Arbeit zur Kontrolle von Datenflüssen in heterogenen IT-Systemen (Betreuer: Prof. Dr. Alexander Pretschner) verliehen.
Der 2008 geschaffene Preis zeichnet herausragende wissenschaftliche Arbeiten mit Datenschutzbezug aus, die an rheinland-pfälzischen Hochschulen erstellt wurden und soll die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit datenschutzrechtlichen Fragen fördern.
Der im Kreis der Datenschutzbeauftragten bislang einzige Preis dieser Art wird gemeinsam vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur und dem Landesbeauftragten für den Datenschutz getragen und ist mit 1.000 EUR dotiert.
Im Rahmen der Preisverleihung betonte Staatssekretär Ebling, dass es für das Datenschutzgrundrecht nicht allein darauf ankomme, wehrhaft zu sein. Angesichts einer sich permanent verändernden Informationstechnik bedürfe es einer wissenschaftlichen Begleitung des Datenschutzes und einer angemessenen Medienkompetenz der Betroffenen.
In seiner Preisrede zum Thema "Modernisierung des Datenschutzes" stellte Prof. Roßnagel, Datenschutzexperte und Vizepräsident der Universität Kassel dar, dass die technische Entwicklung die bisherigen Regelungskonzepte zunehmend in Frage stelle und eine grundlegende Modernisierung des Datenschutzes erforderlich sei. Um in Zeiten des globalen Internet, allgegenwärtiger Informationstechnik und zunehmend komplexer werdenden Datenverarbeitungsprozesse noch selbst über die Verwendung von Daten bestimmen zu können, bedürfe es einer Allianz von Recht und Technik und der Transparenz von Datenverarbeitungsstrukturen und Datenschutzanforderungen, die sich nicht ausschließlich an datenverarbeitende Stellen sondern auch an Hersteller und Anbieter von IT-Lösungen richteten.
Hierfür leiste nach Auffassung des Landesbeauftragte für den Datenschutz, Edgar Wagner, die mit dem Datenschutzpreis ausgezeichnete Arbeit einen wertvollen Beitrag. Ein zeitgemäßer Datenschutz müsse mit der technischen Entwicklung Schritt halten und den Herausforderungen auch auf technischer Ebene begegnen. Daneben bedürfe es aber auch der Schaffung eines angemessenen Datenschutzbewusstseins bei den Betroffenen. Datenschutz sei mehr denn je nicht nur eine Frage von Recht und Technik, sondern auch von Bildung und Erziehung.







