Pressemeldung

Einweihung des Biosphärenturms




30.09.2011
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Die Abteilungen Pflanzenökologie und Systematik des Fachbereichs Biologie und Baukonstruktion II des Fachbereichs Architektur der Technischen Universität Kaiserslautern haben am Donnerstag, den 29. September 2011 den Lehr- und Forschungsturms feierlich eröffnet. Der "Biosphärenturm" wurde in Kooperation mit dem Forstamt Kaiserslautern und finanziell durch die Stiftung Innovation RLP verwirklicht.

An der Einweihung nahmen Honoratioren aus drei Landesministerien, der Oberen und Unteren Naturschutzbehörde, Politiker aus dem Landkreis als auch der Stadt, sowie Vertreter der TU Fachbereiche teil. Die Umweltministerin Frau Höfken und der TU Präsident Prof. Schmidt sprachen die Grußworte.Die Feierlichkeiten repräsentieren die TU, die mit dem neuartigen Lehr – und Forschungsturm ein nationales und internationales Alleinstellungsmerkmal besitzt. Des Weiteren integriert sich die Lehre und Forschung am aus Holz erbauten Baumkronenturm über mikrobielle Biokomplexität und Materialforschung thematisch mit dem neuen Masterstudiengang "Ökologie, Evolution und mikrobielle Biodiversität" des Fachbereichs Biologie als auch dem neuen Holzinnovationszentrum des Fachbereichs Architektur. In der Forschung ist geplant mit möglichst vielen Abteilungen der TU transdisziplinär zu kooperieren (z.B. Pflanzenökologie & Systematik, Ökologie, Biotechnologie, Bioverfahrenstechnik, Materialforschung, Architektur, Physikalische Geographie), aber auch mit externen und internationalen Fachkollegen zusammenzuarbeiten. Der „Biosphärenturm“ genießt schon jetzt großes mediales Interesse seitens der Öffentlichkeit (regelmäßige Tageszeitungsberichte, Rundfunkausstrahlungen, Fernsehbericht). Hintergrund: Die Fachbereiche Biologie und Architektur an der Universität haben zu Lehr-und Forschungszwecken nördlich von Trippstadt einen „Biosphärenturm“ errichtet. Mit dem wissenschaftlichen Langzeitprojekt soll die Grundlagenforschung im Biosphärenreservat Pfälzerwald langfristig gesichert werden. Des Weiteren wird der Turm in der Lehre insbesondere für ökologische Freilandarbeiten genutzt und ist Bestandteil der Investitionen in den neuen Masterstudiengang "Ökologie, Evolution und mikrobielle Biodiversität". Ermöglicht wird der Zugang zum Kronenraum eines 170-jährigen Stieleichenwaldes nahe des Candidus-Brunnens bei Trippstadt durch einen 36 Meter hohen Holzturm. Da die Holzkonstruktion nicht imprägniert ist und aus neuartigen nachwachsenden Rohstoffen besteht, stellt sie selbst ein Objekt der Materialforschung dar. Mit Hilfe des neuartigen Kronenzugangs werden offene Fragen bezüglich Biodiversität, Nährstoffflüsse, biotische Interaktionen und Ökosystemprozesse untersucht. Die aus der Kronenraumforschung gewonnenen Ergebnisse können neue Aspekte für das Waldmanagement und für Artenschutzkonzepte liefern, so wie in Forstwirtschaft, Bio- , Umwelt- und Materialtechnologie zu neuen Erkenntnissen führen.