Pressemeldung
Externer Forschungsbeirat begutachtet den Profilbildungsprozess der TU
Von: Dr. habil. Thorsten Kowalke

Klausur-Sitzung des externen Forschungsbeirats an der TU Kaiserslautern. Vizepräsident Prof. Dr. Burkard Hillebrands, Prof. Dr. Peter A. Freeman, Prof. Dr. Dr. h.c. Alfred Kieser, Prof. Dr. Wolfgang Junge, Prof. Dr. Hans-Wolf Reinhardt, Dr. Willi Enderle, Dr. habil. Thorsten Kowalke(v.r.n.l.).
Der mit international ausgewiesenen Wissenschaftlern und Industrievertretern besetzte externe Forschungsbeirat der TU Kaiserslautern ist am 14. und 15. Februar 2011 zur jährlichen Klausur in Kaiserslautern zusammen getroffen. Gegenstand des Treffens war die Beurteilung des Profilbildungsprozesses an der TU Kaiserslautern.
Das Forschungsprofil wird, wie im Hochschulentwicklungsplan der Universität definiert, vor allem durch die weitere Vernetzung der Naturwissenschaften mit den Ingenieurwissenschaften weiter entwickelt. Dieser Prozess bindet insbesondere auch die Sozial- und Wirtschaftswissenschaften und die außeruniversitären Forschungsinstitute im Zusammenschluss der Science Alliance e.V. Kaiserslautern mit ein. Die Schärfung des Profils wird an der TU Kaiserslautern besonders durch die interdisziplinären Forschungszentren und -schwerpunkte erreicht, die 2008 in Kooperation mit dem Land Rheinland-Pfalz im Rahmen der Forschungsinitiative eingerichtet worden sind.
Besonderes Gewicht hat die Bewertung des Fortgangs der Profilschärfung durch den Forschungsbeirat und die im Zuge der Begutachtung formulierten Empfehlungen für die weitere Arbeit.
Die Mitglieder des Forschungsbeirats bewerten die Entwicklung der Forschungsinitiative vor diesem Hintergrund sehr positiv. Im Zuge der Begutachtung wurden wertvolle Hinweise und individuelle Empfehlungen für die Weiterführung und Optimierung der Arbeitsprogramme der Zentren und Schwerpunkte formuliert.
Die positive Weiterentwicklung der Zentren und Schwerpunkte dokumentiert einerseits die nachhaltige Verankerung der Forschungsinitiative in Kaiserslautern; zum anderen konnten innerhalb kurzer Zeit einige Ziel der Initiativen-übergreifenden Strukturbildung erreicht werden.
Diese positive Entwicklung ist durch deutliche Fortschritte bei der Einwerbung koordinierter Forschungsprogramme belegt: Ein beeindruckendes Beispiel ist die Einrichtung des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Transregio-Sonderforschungsbereichs "Kooperative Effekte in homo- und heterometallischen Komplexen (3MET)" in den Bereichen Chemie und Physik – ein gemeinsames Programm mit dem Karlsruher Institut für Technologie, das von der TU Kaiserslautern koordiniert wird. Die Entscheidung über die Einrichtung eines weiteren Sonderforschungsbereichs fällt im Mai 2011. Das universitäre Forschungszentrum Optik und Materialwissenschaften OPTIMAS bildet einen Kern der deutsch-japanische Forschergruppe "Advanced Spintronic Materials and Transport Phenomena (ASPIMATT)", an der Wissenschaftler aus Mainz, Kaiserslautern und Sendai beteiligt sind.
Bewährt hat sich die Gesamtaufstellung des Konzeptes der Forschungsinitiative mit den beiden Zentren (CM)2 und OPTIMAS und den Schwerpunkten. In beiden Forschungszentren und unter Beteiligung der Forschungsschwerpunkte der TU Kaiserslautern konnten Forschungsstruktur- und Doktorandenausbildungskonzepte entwickelt werden, die zur Vorbereitung von drei Voranträgen im Rahmen der aktuellen Runde der Bundesexzellenzinitiative geführt haben. Weitere Erfolge der TU Kaiserslautern lassen sich auch substanziell auf die positive Profilentwicklung zurück führen: beeindruckende Beispiele sind der im letzten Jahr erzielte Erfolg der TU Kaiserslautern im bundesweiten Wettbewerb "Exzellenz in der Lehre", die erfolgreiche Beteiligung am Spitzenclusterwettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, die Einrichtung des Fraunhofer-Innovationszentrums Applied System Modeling in Kaiserslautern sowie Auszeichnungen von zwei Wissenschaftlern der TU Kaiserslautern mit der Bewilligung von Reinhart Koselleck-Projekten der Deutschen Forschungsgemeinschaft.
Im Rahmen der Forschungsinitiative konnten auch umfassende Gleichstellungs-, familien- und frauenfördernde Maßnahmen weiter entwickelt werden. Ein wesentlicher Beitrag der Forschungsinitiative war hierbei die Umsetzung und Fortschreibung der forschungsorientierten Gleichstellungsstandards der Deutschen Forschungsgemeinschaft an der TU Kaiserslautern. Hierbei wurden zentrale Maßnahmen umgesetzt, die z.B. familiengerechtes Promovieren fördern und die Weiterentwicklung des universitären Mentoring-Programms für Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler ermöglichten.
Die wertvollen Hinweise des externen Forschungsbeirats ergänzen hervorragend die interne Qualitätsentwicklung der Universität, welche durch die Steering Committees (beratende Gremien der fachlichen Forschungsförderung) und im Rahmen der Forschungszentren und -schwerpunkte eingesetzte Beiräte weiter voran gebracht wird.






