Pressemeldung

Frauenförderung, Gleichstellung und Familienförderung im Jahr 2010


Von: Prof. Dr. Gabi Troeger-Weiß, Dr. Doris Niemeyer


20.01.2011
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Monika Schneider, Anna Henne, TU-Präsident Helmut Schmidt, Susanne Schander, Dr. Doris Niemeyer, Imane Abdelouahab und Prof. Dr. Gabi Troeger-Weiß (v.l.n.r.).

Im Jahr 2010 hat die Frauenförderung, die Gleichstellung und Familienförderung an der TU Kaiserslautern durch verschiedene Maßnahmen und Projekte weiter an Bedeutung gewonnen, so lautet das Fazit des heutigen Pressegesprächs der Gleichstellungsbeauftragten, Prof. Dr. Gabi Troeger-Weiß. Im Anschluss wurden die Anfängerinnenstipendien in Höhe von 160 Euro für zwölf Monate durch TU-Präsident Prof. Dr. Helmut Schmidt verliehen.

 

"Frauenförderung und Gleichstellung sind", so der Präsident der TU Kaiserslautern, Prof. Dr. Helmut Schmidt, "wichtige Faktoren für die zukünftige Entwicklung der Universität in Forschung und Lehre gleichermaßen. An der TU Kaiserslautern, so Schmidt weiter, ist es im vergangenen Jahr gelungen, nicht nur einzelne Projekte durchzuführen, sondern diese zu vernetzen und damit eine strukturbildende Wirkung zu erzielen".

 

Gleichstellung und Frauenförderung sind an der TU Kaiserslautern konzeptionell verankert: die Zuständigkeit für Frauen- und Familienförderung liegt unmittelbar beim Präsidenten der TU Kaiserslautern. Darüber hinaus besteht eine Verankerung der Gleichstellungsaufgabe in konzeptionellen Grundlagen wie dem Hochschulentwicklungsplan (HEP 2008). In diesen wurde zudem die Förderung der Vereinbarkeit von Studium/Beruf und Familie aufgenommen. Zielvorgaben sowie entsprechende Maßnahmen und Aktivitäten um diese Ziele zu erreichen sind im Rahmenplan zur Gleichstellung von Frauen und Männern (2000) sowie im Konzept zur Gleichstellung von Frauen und Männern (2008) enthalten. Diese bilden die Grundlage der Gleichstellungsarbeit, Frauen- und Familienförderung an der TU Kaiserslautern und finden in allen Forschungszentren und Forschungsschwerpunkten der Forschungsinitiative 2008-2011 des Landes Rheinland-Pfalz an der TU Kaiserslautern Anwendung.

 

Die hohe Priorität der Gleichstellung von Frauen und Männern sowie der Familienförderung zeigt sich auch darin, dass diese Aspekte in den Sitzungen des Senats und im Hochschulrat thematisiert werden. Der Präsident der TU Kaiserslautern berichtet im Senat regelmäßig über den Stand der Planung und der Umsetzung familienbewusster Maßnahmen an der TU. Der Senatsausschuss für Gleichstellungsfragen (zuvor Senatsausschuss für Frauenfragen) mit Vorsitz des Präsidenten tritt in der Regel vier Mal jährlich zusammen und fungiert als Beirat zur kompetenten Begleitung der Gleichstellungsmaßnahmen und der Familienförderung. Seit dem Jahr 2010 wurde darüber hinaus eine Arbeitsgruppe gegründet, die sich gezielt mit dem Thema "Einbindung und Umsetzung der forschungsorientierten Gleichstellungsstandards an der TU Kaiserslautern" befasst. Diesem Gremium gehören die Senatsfrauenbeauftragte, die Frauenreferentin, der Forschungsreferent sowie Vertreter der Verwaltung der TU Kaiserslautern und die für die "Umsetzung der forschungsorientierten Gleichstellungsstandards an der TU Kaiserslautern" zuständige Mitarbeiterin an.

 

Nach dem neuen Hochschulgesetz unterstützt die Gleichstellungsbeauftragte der Universität die Universität bei ihrer Aufgabe die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern zu fördern sowie auf die Beseitigung bestehender Nachteile hinzuwirken. Ermöglicht werden soll dies durch ihre Mitwirkung an allen sozialen, organisatorischen und personellen Maßnahmen, die die weiblichen Beschäftigten betreffen. Darüber hinaus werden von der Stabsstelle Frauenförderung, Gleichstellung und Familienförderung Untersuchungen und Analysen über die Situation von Frauen an der TU Kaiserslautern sowie Analysen der Vorhaben, die die studierenden und beschäftigten Frauen betreffen wie auch Projekte im Bereich der Gleichstellung durchgeführt.

 

Im Jahr 2010 waren das im Wesentlichen die folgenden Projekte:

 

- Aktivitäten zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf/Studium:

Hier ist insbesondere die Durchführung der Kinderferienbetreuung, das im Audit "familiengerechte Hochschule" vorgesehene Eltern-Kind-Zimmer und eine Familienservicestelle zu erwähnen. Darüber hinaus konnte eine Babysitterbörse online freigeschaltet werden.

 

- Aktivitäten zur Gewinnung von Schülerinnen für technische und naturwissenschaftliche Fächer:

In diesem Projektbereich konnte erneut der Schülerinnentag mit ca. 900 Schülerinnen der 10. – 13. Klassenstufe von 400 Schulen aus Rheinland-Pfalz durchgeführt werden. Darüber hinaus befindet sich ein Konzept für eine Sommerhochschule in Vorbereitung.

 

- Aktivitäten zur Förderung von Studentinnen:

Es wurden neun Stipendien an hochqualifizierte Studienanfängerinnen vergeben. Darüber hinaus wurde ein "Mentoring für Studentinnen" aufgelegt und im Rahmen des Hochschulpakts II ein neues Projekt "Tutorinnenprogramm" beantragt (und bewilligt).

 

- Aktivitäten zur Erhöhung des Frauenanteils an den Professuren und zur Förderung des weiblichen wissenschaftlichen Nachwuchses:

Hier ist in besonderer Weise die Umsetzung des 200-Professorinnen-Programms zu erwähnen. Im Rahmen des 200-Professorinnen-Programms ist es nicht nur gelungen, drei Professuren zu besetzen, sondern auch vier wissenschaftliche Mitarbeiterinnen zu gewinnen, die sich mit Genderforschung und der Förderung des Genderaspekts in der Lehre, in der Forschung (DFG-Gleichstellungsstandards) befassen.

 

Ferner war die Arbeit der Gleichstellungsbeauftragten und der Frauenreferentin von einer Vielzahl von Maßnahmen im Bereich der Genderforschung und von Maßnahmen für weibliche nicht-wissenschaftliche Beschäftigte geprägt.