Pressemeldung
Institut für Hochwassermanagement und Gewässerentwicklung gegründet
Von: Dr. Martin Cassel-Gintz
Heute hat die feierliche Gründungsveranstaltung des am Fachgebiet Wasserbau und Wasserwirtschaft der TU Kasierslautern installierten Instituts für Hochwassermanagement und Gewässerentwicklung stattgefunden.
Die Arbeits- und Forschungsschwerpunkte des Kaiserslautern Institute For Flood Management & River Engineering (KLIFF) unter der Leitung von Prof. Dr. Robert Jüpner sind das Hochwassermanagement und die Bauvorsorge sowie der naturnahe Wasserbau und die Gewässerökologie. Diese Themenfelder sollen im Spannungsfeld des globalen und gesellschaftlichen Wandels untersucht und bearbeitet werden.
Durch KLIFF soll ein Kommunikationspunkt geschaffen werden, der einerseits die Projekte des Fachgebiets nach außen hin besser sichtbar macht und andererseits als Ansprechpartner für die Entwicklung und Umsetzung neuer Ideen und Projekte im Bereich von Hochwassermanagement, Wasserbau und Wasserwirtschaft dienen kann.
Wissenschaftliches Profil:
1. Hochwassermanagement und Bauvorsorge
Nach den verheerenden Hochwasserereignissen der letzten Jahrzehnte ist neben dem technischen Hochwasserschutz die Hochwasservorsorge stärker in den Vordergrund getreten. Es hat ein Paradigmenwechsel von einer Sicherheitsgesellschaft hin zu einer Risikogesellschaft stattgefunden. Dabei rückt auch die Minderung des Schadenspotentials in bestehenden Bebauungen in den Fokus. Dies drückt sich in Änderungen des rechtlichen Rahmens aus, unter anderem durch das Gesetz zur Verbesserung des vorbeugenden Hochwasserschutzes und durch die Europäische Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie.
2. Naturnaher Wasserbau und Gewässerökologie
Die Wasserwirtschaft wird maßgeblich durch europaweite Vorgaben geprägt. So gibt die Europäische Wasserrahmenrichtlinie Ziele und Fristen zu deren Erreichung für die Gewässer vor. Die wissenschaftliche Begleitung von Behörden bei der Umsetzung der Richtlinie ist ein Schwerpunkt von KLIFF. Gewässerökologische Aspekte stehen bei der zukünftigen Bewirtschaftung im Vordergrund, weshalb auf biologisches Fachwissen zurückgegriffen werden soll. Neben bewertenden und maßnahmenbezogenen Vorhaben werden auch verstärkt Projekte der Umweltbildung und Kommunikation bearbeitet.
3. Anpassungsstrategien an den Globalen Wandel
Die verschiedenen sozio-ökonomischen und physikalischen Prozesse des Globalen Wandels (Globalisierung, Klimawandel, Landbedeckungs- und Landnutzungsänderungen, etc.) haben vielfältige Auswirkungen auf den Wassersektor. Diese Prozesse und ihre Auswirkungen werden sich weiter verstärken. Die Entwicklung angepasster und umweltverträglicher Strategien und Bauweisen, bei gleichzeitiger Berücksichtigung des Schutzbedürfnisses der Gesellschaft sowie der wirtschaftlichen Randbedingungen, nimmt eine immer größere Bedeutung an. Vor allem in den Bereichen Stadtumbau und Infrastrukturanpassung besteht hier ein wachsender Handlungsbedarf.
Weitere Informationen unter www.uni-kl.de/kliff oder per e-mail an: kliff@uni-kl.de








