Pressemeldung
Starthilfe für Gründer – Woher kommt das Geld?
Von: Nadja Donauer
Experten geben Tipps aus der Praxis für einen gelungenen Start mit Durchhaltevermögen.
Das Gründungsbüro der TU und FH Kaiserslautern lud Ende Oktober zur Veranstaltung "Finanzierung von Ausgründungen aus der Wissenschaft – Woher kommt das Geld?" in der Rotunde der TU Kaiserslautern ein. Fünf hochkarätige Referenten informierten die Teilnehmer beider Hochschulen über Finanzierungsmodelle von Ausgründungen. Bereits zum zweiten Mal organisierte das Gründungsbüro diesen Erfahrungsaustausch moderiert durch Florian Deumeland, Geschäftsführer der proCampus GmbH, und durch die Kreissparkasse Kaiserslautern gesponsert. In angenehmer Arbeitsgruppenatmosphäre erläuterten Experten die Möglichkeiten von Zuschüssen und Finanzierungen und zeigten Chancen und Risiken auf. "Mut machen, seine unternehmerischen Ideen mit dem richtigen Know-how zum Erfolg zu führen", so sprach Liane Hryca, Leiterin des Gründungsbüros, über das Ziel der Veranstaltung. Es gäbe viele verschiedene Finanztöpfe und Förderprogramme, die nutzbar gemacht werden könnten. Eine Möglichkeit aus dem wissenschaftlichen Umfeld böte zum Beispiel das EXIST-Förderprogramm, erläuterte sie. Bereits drei Gründungsteams der TU Kaiserslautern erhielten hierfür Stipendien zur Unterstützung Ihres Wegs in die Selbstständigkeit.
"Offenheit und Transparenz, als auch das persönliche Auftreten zählt", so Kai Landes, Vorstand der Kreissparkasse Kaiserslautern. "Wir suchen nach selbstbewussten Partnern, die auch offen über potentielle Risiken sprechen." Partner redeten miteinander und zwar regelmäßig, nicht erst, wenn es bereits zu spät ist. "Wir bieten kurze Wege, denn bei uns sitzen Entscheider und Unterstützer direkt vor Ort", unterstrich Landes.
Michael Nettersheim vom High-Tech Gründerfonds betonte die Wichtigkeit einer validen Marktanalyse. "Ein Businessplan ist ein lebendes Gebilde. Wir schauen nach gut durchdachten Konzepten hinter denen Persönlichkeiten stecken, die den Willen zum Erfolg haben." Er beschrieb den Bewertungsprozess von Projekten und sicherte den Teilnehmern Unterstützung zu. "Nutzen Sie unser Netzwerk und unsere Erfahrungen."
"Wir sind ihr Scout durch den Förderdschungel", stieg Brigitte Herrmann von der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) ein. "Wir beraten Sie zielgerichtet und wir achten darauf, dass das persönliche Risiko für den Gründer kalkulierbar bleibt." Die ISB tritt zumeist als Bürge für die Finanzierung durch die Hausbank auf. "Die Unterstützungs- und Fördermöglichkeiten sind mannigfaltig, wir helfen Ihnen den Durchblick zu bewahren." sagte Herrmann.
Zum Abschluss holte Markus Steffens, Geschäftsführender Gesellschafter der Advanced Engineering & Technologies (ADETE) GmbH die Teilnehmer zurück in die Praxis. Er sprach aus zehnjähriger Erfahrung als Gründer seines Unternehmens. "Die Basis für jedes Unternehmen ist eine solide Ausbildung." Und ermutigte die Zuhörer: "Gut durchdacht, mit den richtigen Partnern und einer Portion Glück kann man es schaffen."
Der Gedankenaustausch in lockerer Runde zeigte, dass der Informationsbedarf groß ist - eine Wiederholung erfolgt im nächsten Jahr.
Das Gründungsbüro der TU & FH Kaiserslautern ist die zentrale Anlaufstelle für Gründungsinteressierte an den beiden Hochschulen in Kaiserslautern. Es wird vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz unter EFRE-Kofinanzierung und vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie unter ESF-Kofinanzierung gefördert.







