Pressemeldung

Tierversuche vermeiden durch Versuche im Reagenzglas – ein Geschäftsmodell


Von: Dr. Esther Leroy


18.05.2012
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Foto: Across Barriers GmbH.

Zur Entwicklung pharmazeutischer Produkte werden Tierversuche durchgeführt, um die Sicherheit und den Nutzen von Arzneimitteln zu erforschen. Der Gesetzgeber fordert zur Zulassung dieser Produkte Tierstudien. Im Rahmen der EU-Chemikalienpolitik müssen alle Chemikalien, die vermarktet werden, ebenfalls untersucht und entsprechend ihres Gefährdungspotentials neu zugelassen werden. Dies erhöht die Anzahl der Tierstudien!

Alternativmethoden wird Dr. Eleonore Haltner-Ukomadu in einem Vortrag am 23. Mai um 17.15 Uhr an der TU Kaiserslautern vorstellen (Gebäude 52, Hörsaal 206). Sie ist Gründerin und geschäftsführende Gesellschafterin der Saarbrücker Firma Across Barriers GmbH. Diese hat sich darauf spezialisiert, Alternativmethoden zu Tierversuchen auf der Basis von Zellen und Geweben zu entwickeln und zu validieren. Diese Methoden werden dann der Industrie als Dienstleistung angeboten.

Across Barriers ist das führende Unternehmen in Deutschland, das die Absorption auf der Haut angewendeter Produkte untersucht. Hierzu gehören nicht nur pharmazeutische Produkte, sondern auch Kosmetika, für die ab diesem Jahr keine Tierversuche mehr erlaubt sind.

Durch eigene Forschungsarbeiten werden die bereits vorhandenen Methoden verbessert und an neue Fragestellungen angepasst. Durch viele wissenschaftliche Publikationen aus dem Mitarbeiterkreis der Across Barriers ist auch die internationale Anerkennung dieser Alternativen zum Tierversuch vorangetrieben worden.

Der Vortrag ist Teil des Semesterthemas "Mensch und Tier" im Studium-integrale-Zentrum der TU Kaiserslautern. Gäste aus der Stadt sind zu dieser öffentlichen Veranstaltung herzlich willkommen.