Pressemeldung

Vortrag zur virtuellen Rekonstruktion von Synagogen - Bedeutung für die Erinnerung


Von: Dr. Esther Leroy


13.01.2012
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Rekonstruktionszeichnung der Synagoge Dortmund, Hiltropwall, 3. Oktober 1900 – 1938. Bild: Technische Universität Darmstadt, Fachgebiet Informations- und Kommunikationstechnologie in der Architektur.

An der TU Darmstadt werden seit 1995 Synagogen, die in der NS-Zeit zerstört wurden, am Computer rekonstruiert – darunter auch die Synagoge in Kaiserslautern. Mit den Rekonstruktionen soll der kulturelle Verlust aufgezeigt werden, aber auch an die Entrechtung, Vertreibung und Ermordung der jüdischen Bevölkerung erinnert werden.

Gerade im Hinblick auf Synagogen und andere zerstörte Bauwerke und Stadtanlagen bieten digitale Technologien besondere Chancen: sie haben die Möglichkeiten revolutioniert, Architektur in Erinnerung zu rufen. Hauptgründe sind die große Anschaulichkeit und die mediengerechten Präsentationsmöglichkeiten sowie das Potential zur Emotionalisierung und die damit zu erzeugende Aufmerksamkeit. Diese Potentiale wird Dr. Marc Grellert, Initiator des Projekts zur Computerrekonstruktion von Synagogen, in seinem Vortrag "Virtuelle Architektur Welten – Bedeutung für die Erinnerungskultur" konkretisieren. Dabei wird Grellert auch auf Synergieeffekte von traditionellen und digitalen Formen der Erinnerungskultur eingehen. Vortragstermin ist der 19. Januar, 17.15 Uhr in Hörsaal 110, Gebäude 42, der TU Kaiserslautern.

Der Vortrag ist Teil des Semesterthemas "Virtuelle Welt" im Studium-integrale-Zentrum der TU Kaiserslautern.