Pressemeldung

Vortragsreihe "Virtuelle Welt" im Wintersemester


Von: Dr. Esther Leroy


24.10.2011
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Glasfaser Patchfeld: 1Gbit pro Sekunde und Kabel. Aufgenommen im Maschinensaal des Hochschulrechenzentrums der TU Kaiserslautern. Foto: Thomas Koziel.

Im Zeitalter neuer digitaler Technologien assoziieren wir mit dem Begriff "Virtuelle Welt" hauptsächlich eine am Computer erzeugte Umgebung, die primär maschinengesteuert ist. In virtuellen Welten werden die Wirklichkeit und ihre physikalischen Eigenschaften so dargestellt, dass die virtuelle Realität nicht mehr als künstlich erzeugt, sondern tatsächlich als alternative Realität wahrgenommen wird. Mit den Chancen und Möglichkeiten dieser virtuellen Welten beschäftigt sich das Studium integrale im kommenden Wintersemester.

Der Vortrag "Virtual Reality – Historie und Ausblick" von Hans Hagen, Professor für Computergraphik an der TU, führt am 3. November in das Thema ein. Aktuelle Forschungen des Deutschen Forschungszentrums für künstliche Intelligenz sind Thema des Beitrags von Antonio Krüger, der neuartige Technologien vorstellt, die den Supermarkt der Zukunft prägen könnten. Die barrierefreie Gestaltung virtueller Welten, insbesondere für Menschen mit Behinderungen, ist Thema des Vortrags von Harald Weber. Er stellt vor, wie die Technologien der virtuellen Welten für sie eine Chance zur gesellschaftlichen Teilhabe bieten. Die Integration virtueller in reale Welten vollzieht sich aber auch im Bereich der militärischen Technologie: Der "elektronische Soldat" steht im Fokus des Vortrags des Freiburger Soziologen Stefan Kaufmann.

 

Im neuen Jahr diskutiert ein weiterer Beitrag der Reihe den Einsatz digitaler Technologien für die Erinnerungskultur: Vortragender ist Marc Grellert, Initiator eines seit 1995 bestehenden Projekts zur Computerrekonstruktion zerstörter Synagogen. In zwei Vorträgen stehen die virtuellen Welten im Computerspiel im Mittelpunkt. Die Frankfurter Medienwissenschaftlerin Verena Kuni thematisiert den spielerischen Umgang mit Identitäten in Alternate Reality Games an den Schnittstellen zwischen Simulation und Alltag. Ein Vortrag der Siegener Historikerin Angela Schwarz zur Darstellung von Geschichte im Computerspiel und den Auswirkungen, die sich daraus auf das Geschichtsbild ergeben, schließt die Reihe ab.

 

Genaue Termin- und Ortsangaben unter www.uni-kl.de/siz