Pressemeldung
Werwölfe – Mensch und/oder Tier?
Von: Dr. Esther Leroy

Still aus dem Film „Werewolf of London“ (1935), dem ersten Hollywoodfilm mit einem Werwolf als Hauptfigur.
Der Werwolf ist wohl eine der populärsten Figuren unter den Mischwesen zwischen Mensch und Tier. Werwölfe sind als Sujet der Unterhaltungskultur in Filmen, Büchern, PC-Spielen und vielem mehr präsenter denn je. Sie beschäftigen seit Jahrhunderten die menschliche Phantasie: schon früheste Schriftzeugnisse führen Wolfsmetamorphosen auf. Als Motiv von Mythos und Folklore ist der Werwolf allgemein etabliert. Dabei sind die Vorstellungen und Bilder vom Werwolf beständigen Veränderungen unterworfen, sei es in literarischen, bildenden, filmischen oder anderen Künsten.
Der Vortrag "Werwölfe – Mensch UND/ODER Tier" am 3. Mai um 17.15 Uhr an der TU Kaiserslautern (Hörsaal 110, Gebäude 42) wird sich aus kulturwissenschaftlicher Perspektive mit dem Werwolf beschäftigen. Referent ist der Oldenburger Literaturwissenschaftler Uwe Schwagmeier. Er wird auf die kulturelle Entwicklung des Werwolfglaubens und der Werwolfbilder eingehen. Dabei wird Schwagmeier auch auf die enge Verwandtschaft eingehen, die zwischen Werwolf und Vampir besteht. Diese wurde durch kulturelle Phänomene des beginnenden 21. Jahrhunderts (z.B. durch den Erfolg von Stephenie Meyers Twilight) zusehends überlagert, weil etwa Vampir und Werwolf als rivalisierende Verbände einander gegenübergestellt werden. Die Literatur jedoch hat – z.B. durch Bram Stokers Roman Dracula (1897) – die Erinnerung an diesen Zusammenhang bewahrt.
Noch zu Beginn des 21. Jahrhunderts glaubt man, sich eines bestimmten Werwolfbildes sicher zu sein. Solches wird der Vortag verfolgen und in Frage stellen.
Der Vortrag ist Teil des Semesterthemas "Mensch und Tier" im Studium-integrale-Zentrum der TU Kaiserslautern. . Gäste aus der Stadt sind zu dieser öffentlichen Veranstaltung herzlich willkommen.







