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Studentisches Projekt der TU Kaiserslautern erhält renommierten schwedischen Architektur-Preis

Zusammen mit Flüchtlingen haben die Nachwuchsarchitekten aus Kaiserslautern den Holzpavillon gebaut. Foto: Yannick Wegner, Mannheim

Die Nachwuchsarchitekten der Technischen Universität Kaiserslautern (TUK) sind für ihren Holzpavillon, den sie im Sommer 2016 gemeinsam mit Flüchtlingen in einer Mannheimer Flüchtlingsunterkunft gebaut haben, mit dem Ralph Erskine Award 2017 ausgezeichnet worden. Mit dem schwedischen Preis werden neuartige Entwürfe und Konzepte geehrt, die auch soziale, ökologische und ästhetische Aspekte bei der Planung miteinbeziehen. Die Auszeichnung ist mit 10.000 US-Dollar dotiert. Die Preisverleihung findet am 28. November im Rahmen der Schwedischen Architektur Gala in Stockholm statt.

Von Mitte August bis Ende Oktober 2016 haben die Studierenden gemeinsam mit 25 Flüchtlingen einen Holz-Pavillon als Gemeinschaftsgebäude in Mannheim selbst entworfen, geplant und gebaut. Zuvor haben die 16 Kaiserslauterer Studentinnen und Studenten ein Semester an ihren Entwürfen gefeilt. Ab August wurde der ausgewählte Entwurf in die Tat umgesetzt: Gemeinsam mit Flüchtlingen haben sie an einem Holz-Pavillon in der Landeserstaufnahmeeinrichtung auf einem ehemaligen Kasernengelände, den Spinelli Barracks, in Mannheim gearbeitet. Im November wurde das rund 500 Quadratmeter große Gebäudeensemble offiziell eröffnet. Das Entwicklungsprojekt „Zusammen bauen – voneinander lernen“ entstand in einer Kooperation des Landes Baden-Württemberg mit der Stadt Mannheim und dem Fachbereich Architektur an der TUK. Das Land Baden-Württemberg hat das Projekt finanziert, die Stadt Mannheim hat es unterstützt. Betreut wurde die Studentengruppe von Juniorprofessor Andreas Kretzer, Juniorprofessor Stefan Krötsch und Professor Dr. Jürgen Graf.

Der Ralph Erskine Award wird vom Ruth and Ralph Erskine Nordic Fund alle drei Jahre vergeben. Er ist auf den Architekten Ralph Erskine zurückzuführen. Bekannt wurde der britisch-schwedische Architekt unter anderem durch die Wohnsiedlung Byker im englischen Newcastle upon Tyne. Zu seinen Werken zählten zudem ein Postgraduierten-College in Cambridge, die Universitätsbibliothek Stockholm sowie das Bürogebäude „Ark“ in London. Er unterrichtete an Hochschulen, hatte die Ehrendoktorwürde der Universität Lund inne und erhielt 1987 die Goldmedaille des Royal Institute of British Architects.

Für das studentische Projekt ist dies nicht die erste Auszeichnung. Anfang des Jahres haben der Deutsche Hochschulverband und das Deutsche Studentenwerk die Kaiserslauterer Nachwuchsarchitekten zu „Studierenden des Jahres“ gekürt. Sie sind zudem im Rennen beim Deutschen Engagementpreis 2017, der am 5. Dezember vergeben wird. Die Webplattform „Architecture Daily“ wählte das Projekt in die Auswahl „The Best Student Design-Build Projects Worldwide 2017“. Beim „International Prize for Sustainable Architecture“ wurde es darüber hinaus in der engeren Wahl geführt, erhielt eine Anerkennung beim Deutschen Hochschulpreis Holzbau 2017 und wurde beim internationalen „dbXchange Award“ gewürdigt. Für den renommierten DAM-Preis des Deutschen Architekturmuseums Frankfurt ist das Projekt ebenfalls in der engeren Wahl, die Entscheidung fällt im Januar.

Fragen beantwortet:
Juniorprof. Dipl.-Ing. Stefan Krötsch
E-Mail: stefan.kroetsch[at]architektur.uni-kl.de
Tel.: 0631 205 5681

 

 

Die TU Kaiserslautern ist die einzige technisch-ingenieurwissenschaftlich ausgerichtete Universität in Rheinland-Pfalz. Zukunftsorientierte Studiengänge, eine praxisnahe Ausbildung und eine moderne Infrastruktur sind die Rahmenbedingungen, die Studierende an der Campus-Universität vorfinden. Die TU Kaiserslautern wurde beim bundesweiten Wettbewerb "Exzellente Lehre" mit dem Exzellenz-Preis für Studium und Lehre ausgezeichnet. Damit stellt die TU den hohen Stellenwert ihrer Studienangebote unter Beweis. Darüber hinaus profitieren die Studierenden und Wissenschaftler von den zahlreichen international renommierten Forschungseinrichtungen, die im Bereich der angewandten Forschung eng mit der TU Kaiserslautern kooperieren.

 

 

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