Exzellenz in der Lehre

Individuelle Übungsbetreuung in Werkstoffkunde I und II für Hörer anderer Fachrichtungen

 

Vergangene Übungsmethoden

Die Vorlesung Werkstoffkunde I und II für Hörer anderer Fachrichtungen richtet sich hauptsächlich an Studierende des Wirtschaftsingenieurwesens und der Physik im ersten und zweiten Semester des Grundstudiums. Da in der Schule nur selten Unterricht zur Werkstoffkunde angeboten wird, sind die Anforderungen an die Studierenden hier besonders hoch.
Die Veranstaltung besteht aus einer Vorlesungseinheit mit 2 SWS und einer Übungseinheit mit 1 SWS. Die Übungseinheit wurde in der Vergangenheit als Frontalveranstaltung durchgeführt, bei der Übungsaufgaben vom Dozenten vorgerechnet wurden.

Zielsetzung

Zielsetzung des Projektes ist es, die Übungen in Zukunft so zu gestalten, dass die Studierenden sich bereits in der Übungsveranstaltung aktiv mit dem Übungsstoff auseinander setzen und so der Nachbereitungsaufwand reduziert wird. Dazu sollen die Übungsaufgaben von den Studierenden aktiv innerhalb der Übungsveranstaltung mit Unterstützung durch den Dozenten und weitere Studierenden aus höheren Semestern (HilfswissenschaftlerInnen) gelöst werden.

Projektbeschreibung

In Zukunft sollen daher zusätzlich zum Dozenten fünf studentische HilfswissenschaftlerInnen aus höheren Fachsemestern in den Übungen präsent sein, die durch die Reihen der HörerInnen laufen und für individuelle Fragen zur Verfügung stehen. Dadurch soll eine intensive Betreuung der Studierenden gewährleistet werden. Um dafür eine gleichbleibend hohe Qualität der Hilfestellungen durch die HilfswissenschaftlerInnen sicher zu stellen, müssen die HilfswissenschaftlerInnen speziell auf den jeweiligen Übungsgebieten geschult werden. Dies soll wöchentlich durch einen wissenschaftlichen Mitarbeiter erfolgen, der zu allen Übungsaufgaben Hintergrundinformationen zusammen stellt, den Stoff bei einem Vorbereitungstreffen zu jeder Übung bei den HilfswissenschaftlerInnen auffrischt und ihnen bei weiteren Fragen und hinsichtlich didaktischer Methoden beratend zur Seite steht. Zusätzlich sollen die HilfswissenschaftlerInnen nach wenigen Wochen Einsatz im Übungsbetrieb an einer Fortbildungsveranstaltung zur Hochschuldidaktik Teil nehmen, um Ihre Kompetenzen bei der Wissensvermittlung und Beratung der Studierenden zu verbessern.
In der vorlesungsfreien Zeit bieten die HilfswissenschaftlerInnen abwechselnd Sprechstunden für die Prüfungsvorbereitung an, so dass täglich Rückfragen der HörerInnen kompetent beantwortet werden können.
Das Projekt soll eine aktive und intensivere Beschäftigung der HörerInnen mit dem Stoff der Grundvorlesung Werkstoffkunde I und II für Hörer anderer Fachrichtungen fördern. Da durch das Projekt kein zusätzlicher Zeitaufwand auf die HörerInnen zukommt, sondern im Gegenteil die Nacharbeit der Übungen weniger Zeit in Anspruch nehmen wird, wird eine hohe Akzeptanz der neuen Übungsform, ein verbessertes Verständnis und eine erleichterte Prüfungsvorbereitung bei reduziertem „workload“ erwartet. Ein weiterer Aspekt besteht in der direkten Rückmeldung der HörerInnen über ihr Verständnis des Vorlesungsstoffes an die HilfswissenschaftlerInnen, welche diese Informationen direkt an den Dozenten weitergeben, so dass auf größere Verständnisschwierigkeiten gezielt und zeitnah in der Vorlesung eingegangen werden kann.
Als positiven Nebeneffekt werden die beteiligten HilfswissenschaftlerInnen einen Mehrwert spüren: Der Vorlesungsstoff wird besonders gut verstanden, wenn man ihn selbst erklären muss; somit fördert das Projekt nebenbei auch die Weiterbildung der HilfswissenschaftlerInnen, die so möglicherweise eine Fähigkeit zur Lehre früh entdecken können.

Evaluierung des Projekts

Eine Evaluierung des Projekts sollte über die Vorlesungsumfrage erfolgen. Bei positiver Evaluierung ließe sich die Betreuungsmethode leicht auf andere Übungen und auch in andere Fachbereiche übertragen.

 

Beteiligte studentische und wissenschaftliche Mitarbeiter

 

v.l.n.r. Dipl.-Ing. Christoph Ruffing, Klauspeter Schlick, Kathrin Lehmann, Daniel Grell, Stephan Gauch, Andreas Klingler, Dipl.-Ing. Patrick Grad

 

Impressionen aus der individuellen Übungsbetreuung