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Mutterschaftsgeld

Beihilfe

Unterhaltsvorschuss

Kindergeld

Kinderzuschlag

Zuschuss zur Tagespflege (Tagesmütter/Tagesväter)

Elterngeld

Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch

Sozialfonds der Katholischen Hochschulgemeinde

Evangelischer Gemeindedienst

Stiftungen

Wiedereinstiegsstipendien

Rundfunkbeiträge (ehemals GTZ)

Hinweis! Das BFSFJ bietet das „Informationstool Familienleistungen“ – www.infotool-familie.de. Mithilfe dieses digitalen Angebotes können (werdende) Eltern und Familien durch die Eingabe von nur wenigen Angaben herausfinden, welche Familienleistungen und ggf. weitere Unterstützungsangebote für sie in Frage kommen sowie wo und unter welchen Voraussetzungen diese beantragt werden können. 

Mutterschaftsgeld

Anspruch auf Mutterschaftsgeld haben Arbeitnehmerinnen und andere mit Anspruch auf Krankengeld Versicherte, z.B. Arbeitslose. Die Auszahlung erfolgt durch die Krankenkasse, jedoch nur bis maximal 13 € pro Tag. Liegt das Einkommen darüber, ist die Differenz von der Arbeitgeberin zu leisten. Mutterschaftsgeld wird gezahlt in Höhe des Durchschnittsverdienstes der letzten 13 Wochen vor Beginn der Schutzfrist. Es wird netto ausgezahlt und auf das Elterngeld angerechnet. Auskünfte erteilen die zuständigen Krankenkassen. Der ArbeitgeberInnenzuschuss wird nicht auf das Elterngeld angerechnet. Geringfügig Beschäftigte (etwa studentische Hilfskräfte), die entweder über Angehörige oder privat krankenversichert sind, erhalten ebenfalls Mutterschaftsgeld. Ein entsprechender Antrag ist beim Bundesversicherungsamt in Bonn zu stellen. Das Mutterschaftsgeld beträgt dann maximal 210 €. Wenn eine Studentin mit geringfügiger Beschäftigung jedoch selbst krankenversichert ist, hat sie Anspruch auf das reguläre Mutterschaftsgeld (s.o.).

 

Weitere Informationen zum Mutterschaftsgeld:

www.bmfsfj.de/BMFSFJ/Service/themen-lotse,did=33804.html

www.mutterschaftsgeld.de

 

Bundesversicherungsamt

Mutterschaftsgeldstelle

Friedrich-Ebert-Allee 38

53113 Bonn

Telefon: 0228 6191888 (Mo-Fr 9-12 Uhr/Do 13-15 Uhr)

mutterschaftsgeldstelle[at]bva.de

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Beihilfe

Bedienstete und BeamtInnen können unterschiedlich, je nach Art der Beihilfe, berechtig sein. Zum Beispiel kann BeamtInnen auf Antrag bis zu 150 € für die Säuglingsund Kleinkinderausstattung gewährt werden, bei Bediensteten ist dies nur der Fall, wenn sie vor dem 1.1.1999 eingestellt wurden. Die Antragstellung erfolgt beim Landesamt für Finanzen. Für die Beantragung der Beihilfe reicht die Vorlage von Duplikaten, Kopien oder Zweitschriften aus, da die Daten elektronisch gespeichert werden.

 

Landesamt für Finanzen

Beihilfe-Informations-Stelle

Hoevelstr. 10

56073 Koblenz

Telefon: 0261 4933 - 81000

BIS[at]lff.fin-rlp.de

www.lff-rlp.de

 

Anträge und weitere Informationen, ob ein Anspruch zur Beihilfe besteht:

https://www.lff-rlp.de/service/vordrucke/#searchBoxExtended

https://www.lff-rlp.de/fachliche-themen/beihilfe/

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Unterhaltsvorschuss

Alleinerziehende können, falls der unterhaltspflichtige Elternteil keinen ausreichenden Unterhalt für das Kind zahlen kann oder will, vom Jugendamt (s.1.6) einen Unterhaltsvorschuss erhalten. Ein gerichtliches Unterhaltsurteil wird nicht vorausgesetzt.

Ein Anspruch besteht, wenn das Kind in Deutschland seinen Wohnsitz oder seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, hier bei einem allein erziehenden Elternteil lebt und von dem anderen Elternteil nicht den gesetzlichen Mindestunterhalt gemäß § 1612 a Abs. 1 BGB erhält. Der Unterhaltsvorschuss wird monatlich bis zum Alter von 12 Jahren, längstens aber für 72 Monate gezahlt. Ab dem 1.7.2017 gelten folgende Neuerungen: Die Begrenzung der Bezugsdauer entfällt, so dass der Unterhaltsvorschuss bis zum 18. Lebensjahr des Kindes gezahlt werden muss. Hierbei gibt es keine Einkommensgrenze für Eltern. Von den Unterhaltsvorschussbeträgen werden abgezogen: Unterhaltszahlungen des anderen Elternteils oder die Waisenbezüge, die das Kind nach Tod des anderen Elternteils oder nach dem Tod eines Stiefelternteils erhält. Für die Berechnung des Unterhaltsvorschussbetrages wird das für ein erstes Kind zu zahlende Kindergeld in voller Höhe von der Unterhaltsleistung abgezogen. Nicht abgezogen werden sonstige Einkünfte des Kindes und das Einkommen des allein erziehenden Elternteils. Seit dem 1. Januar 2017 gelten bundesweit folgende Unterhaltsvorschussbeträge: für Kinder bis unter 6 Jahre monatlich: 150 €, für ältere Kinder bis unter 12 Jahre monatlich: 201 €. Der Betrag für 12-18 Jährige beläuft sich ab 1.7.2017 auf 268 € monatlich (gemäß „Düsseldorfer Tabelle“, der Leitlinie zur Unterhaltsberechnung zum Kindesunterhalt).

Ausgeschlossen ist ein Anspruch auf Unterhaltsvorschuss, wenn die Eltern zusammenleben oder die Antragstellerin bzw. der Antragsteller verheiratet ist und mit diesem neuen Lebensgefährten/dieser neuen Lebensgefährtin zusammenlebt.

 

Weitere Informationen zum Unterhaltsvorschuss:

www.familien-wegweiser.de/wegweiser/stichwortverzeichnis,did=41018.html

www.bmfsfj.de/BMFSFJ/familie,did=34088.html

 

Düsseldorfer Tabelle:

www.oeffentlichen-dienst.de/familienrecht/duesseldorfer-tabelle.html

 

 

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Kindergeld

Eltern, auch Alleinerziehende mit Wohnsitz in der Bundesrepublik, erhalten Kindergeld. Das Kindergeld wird einkommensunabhängig gezahlt. Es ist nach der Zahl der Kinder gestaffelt und beträgt derzeit:

  • für das erste und zweite Kind monatlich 192 €,
  • für das dritte Kind monatlich 198 €,
  • für das vierte und jedes weitere Kind monatlich 223 €.

Kindergeld gibt es grundsätzlich:

  • für alle Kinder bis zum 18. Lebensjahr,
  • für arbeitslose Kinder bis zum 21. Lebensjahr,
  • für Kinder in Erstausbildung, bis zum 25. Lebensjahr.


Das Kindergeld wird an die Person ausgezahlt, in deren Obhut sich das Kind befindet. Lebt das Kind mit beiden Eltern zusammen, können diese bestimmen, wer von ihnen das Kindergeld erhalten soll. Das Kindergeld sollte möglichst zeitnah beantragt werden, denn Kindergeld wird nicht länger als sechs Monate rückwirkend gezahlt. Seit dem 01. Januar 2012 entfällt für über 18 Jahre alte Kinder die Prüfung der Einkünfte während eines Erststudiums. Studierende bis zum 25. Lebensjahr, die ein Erststudium bereits absolviert haben (Bachelorabschluss), haben nur dann Anspruch auf Kindergeld für sich selbst, wenn Sie regelmäßig nicht mehr als 20 Stunden in der Woche erwerbstätig sind. Der Antrag auf Kindergeld muss immer schriftlich gestellt werden. Studierende beantragen Kindergeld bei den zuständigen Familienkassen bei den Agenturen für Arbeit. Eine Ausnahme besteht, wenn Studierende einem Beschäftigungsverhältnis an der TUK nachgehen, das länger als 6 Monate besteht, dann ist die Landesfamilienkasse des Landesamtes für Finanzen (LFF) zuständig. Dies gilt ebenfalls für alle Bediensteten des Landes. Agentur für Arbeit Kaiserslautern-Pirmasens

 

Familienkasse Rheinland-Pfalz-Saarland

Augustastraße 6

67655 Kaiserslautern

Service-Telefon: 0800 4555530

Familienkasse-Rheinland-Pfalz-Saarland.F13[at]arbeitsagentur.de

Landesamt für Finanzen

Landesfamilienkasse

Hoevelstr. 10

56073 Koblenz

www.lff-rlp.de

 

TIPP! Für Studierende gilt: Ihre Eltern können für Sie bis zum 25. Lebensjahr Kindergeld erhalten. Es gilt nicht als eigenes Einkommen im Sinne des BAföG, aber es wird gegebenenfalls auf die Sozialhilfe/das Sozialgeld des Kindes angerechnet. Bei kurzen Unterbrechungen, z.B. während der Mutterschutzfristen wird das Kindergeld für Sie selbst weiter ausbezahlt. Dies gilt nicht bei Urlaubssemestern bzw. Elternzeit oder wenn Studierende verheiratet sind.

 

Weitere Informationen zum Kindergeld und Anträge:

www.arbeitsagentur.de/zentraler-Content/Veroeffentlichungen/Merkblatt-Sammlung/MB-Kindergeld.pdf

Zum Antrag des LFF: https://www.lff-rlp.de/service/vordrucke/#searchBoxExtended

 

 

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Kinderzuschlag

Seit Januar 2005 gibt es für einkommensschwache Eltern den Kinderzuschlag. Es ist möglich pro Monat und Kind bis zu 170 € zu erhalten, wenn folgende Voraussetzungen gegeben sind:

  • die Mindesteinkommensgrenze fällt bei Alleinerziehenden nicht unter 600 € und bei Paaren nicht unter 900 €,
  • die Höchsteinkommensgrenze wird nicht überschritten,
  • der Bedarf der Familie wird durch Kinderzuschlag und ggf. Wohngeld gedeckt, so dass kein Anspruch auf Arbeitslosengeld II/Sozialgeld besteht.
  • Die schriftliche Beantragung erfolgt ausschließlich bei der örtlich zuständigen Familienkasse der Bundesagentur für Arbeit.


Weitere Informationen zum Kinderzuschlag:

www.kinderzuschlag.de

 

 

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Zuschuss zur Tagespflege (Tagesmütter/Tagesväter)

Vor allem allein erziehende Väter oder Mütter, die Hilfe bei der Betreuung ihrer Kinder benötigen, erhalten u.U. (unterhalb einer bestimmten Einkommensgrenze und wenn die eigene Berufstätigkeit oder Ausbildung die Betreuung nicht erlaubt) vom Jugendamt finanzielle Unterstützung für eine qualifizierte Tagespflegeperson (mit Zertifikat). Die Tagesmutter/der Tagesvater kann vom Jugendamt vermittelt werden (s. 7. Kinderbetreuung), es ist aber auch möglich selbst eine Betreuungsperson vorzuschlagen, sofern sie über eine pädagogische Ausbildung verfügt. Die Berechnung der möglichen finanziellen Unterstützung erfolgt im Jugendamt (s. 1.6).

 

Weitere Informationen zur Kindertagespflege gibt diese Broschüre des Bundes:

www.bmfsfj.de/BMFSFJ/Service/Publikationen/publikationsliste,did=201114.html

 

 

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Elterngeld

Das Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz wurde zum 1. Januar 2007 eingeführt. Es löst das Erziehungsgeld ab.

Anspruch auf Elterngeld besteht, wenn die Eltern das Kind, mit dem sie in einem Haushalt leben, selbst betreuen und nicht mehr als 30 Stunden in der Woche einer Erwerbstätigkeit nachgehen.

Das Basiselterngeld soll einen Einkommenswegfall nach der Geburt des Kindes auffangen. Es wird mit einer Ersatzrate von bis zu 67 Prozent (je nach Einkommenshöhe) gestaffelt berechnet, von dem durchschnittlich nach Abzug von Steuern, Sozialabgaben und Werbungskosten vor der Geburt monatlich verfügbaren laufenden Erwerbseinkommens. Es beträgt höchstens 1.800 € und mindestens 300 €. Nicht erwerbstätige Elternteile erhalten den Mindestbetrag zusätzlich zum bisherigen Familieneinkommen. Erzieltes Einkommen aus einer möglichen Teilzeitbeschäftigung wird bei der Berechnung des Elterngeldes mit berücksichtigt. Familien mit mehr als einem Kind können einen Geschwisterbonus erhalten, der das Elterngeld um 10%, mindestens aber um 75 € monatlich erhöht. Das Elterngeld wird an Vater und Mutter für maximal 14 Monate gezahlt; beide können den Zeitraum frei untereinander aufteilen. Ein Elternteil kann dabei höchstens zwölf Monate für sich in Anspruch nehmen, zwei weitere Monate gibt es, wenn in dieser Zeit Erwerbseinkommen wegfällt und sich der andere Elternteil an der Betreuung des Kindes beteiligt. Alleinerziehende, die das Elterngeld zum Ausgleich wegfallenden Erwerbseinkommens beziehen, können aufgrund des fehlenden Partners bzw. der fehlenden Partnerin die vollen 14 Monate Elterngeld in Anspruch nehmen.

Das Elterngeld muss schriftlich bei der zuständigen Elterngeldstelle, in der Stadt und im Kreis Kaiserslautern sind das jeweils die Jugendämter, beantragt werden. Jeder Elternteil kann für sich einmal einen Antrag auf Elterngeld stellen. Der Antrag muss nicht sofort nach der Geburt des Kindes gestellt werden. Rückwirkende Zahlungen werden jedoch nur für die letzten drei Monate vor Beginn des Monats geleistet, in dem der Antrag auf Elterngeld eingegangen ist.

Alle Eltern, deren Kinder ab dem 1. Juli 2015 geboren wurden, können das ElterngeldPlus in Anspruch nehmen. Mit diesem Elterngeld lohnt sich die partnerschaftliche Aufteilung von Familie und Beruf mehr.

Die ehemalige Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Manuela Schwesig: „Immer mehr Eltern wünschen sich eine partnerschaftliche Aufteilung von Familie und Beruf. Und ein Drittel der Väter nimmt sich inzwischen mit dem Elterngeld eine Auszeit vom Job, um für die Familie da zu sein. Das ElterngeldPlus ist eine gute Grundlage für mehr Partnerschaftlichkeit in Familie und Beruf und ein wichtiger Schritt in Richtung Familienarbeitszeit.“ Denn Untersuchungen haben gezeigt: Mehr als 90 Prozent der Menschen zwischen 20 und 39 Jahren sind der Meinung, dass sich beide Elternteile um die Kinderbetreuung kümmern sollten. 81 Prozent finden, beide Partner sollten für das Einkommen verantwortlich sein.

Konkret wird die partnerschaftliche Aufteilung von Familie und Beruf durch einen Partnerschaftsbonus und flexiblere Elternzeitregelungen unterstützt (s.u.), so dass es leichter ist, früh auch in Teilzeit wiedereinzusteigen, oder zu einem späteren Zeitpunkt, z.B. zur Einschulung des Kindes, nochmals in Elternzeit zu gehen.

 

Elterngeld und ElterngeldPlus

Das bisherige Basiselterngeld wurde für maximal 14 Monate nach der Geburt des Kindes gezahlt. Sind Mütter oder Väter schon währenddessen in Teilzeit beruflich wieder eingestiegen, haben sie dadurch einen Teil ihres Elterngeldanspruches verloren.

Das hat sich geändert mit dem ElterngeldPlus: Nun ist es für Eltern, die in Teilzeit arbeiten, möglich das ElterngeldPlus doppelt so lange zu erhalten. Ein Elterngeldmonat wird zu zwei ElterngeldPlus-Monaten.

 

Mit dem ElterngeldPlus wird zugleich ein Partnerschaftsbonus eingeführt. Dieser Bonus besteht aus vier zusätzlichen ElterngeldPlus-Monaten je Elternteil. Anspruch auf den Partnerschaftsbonus haben Elternpaare, die sich in vier aufeinanderfolgenden Monaten gemeinsam um das Kind kümmern und beide zwischen 25 und 30 Wochenstunden erwerbstätig sind. Der Partnerschaftsbonus soll es Eltern erleichtern, in einer frühen Phase der Elternschaft in die partnerschaftliche Arbeitsteilung hineinzufinden.

 

Die Regelungen zum bisherigen Basiselterngeld bestehen im Wesentlichen parallel fort.

 

Zum Elterngeld allgemein:

www.bmfsfj.de/BMFSFJ/Service/rechner,did=76746.html

Zum Elterngeldrechner des BMFSFJ:

www.familien-wegweiser.de/Elterngeldrechner

Zum Elterngeld Plus:

www.bmfsfj.de/BMFSFJ/familie,did=209870.html

 

Stadt Kaiserslautern Kreisverwaltung Kaiserslautern

Jugendamt Elterngeldstelle Elterngeldstelle

SachbearbeiterInnen Telefon: 0631 7105 - 423

Frank Port (Buchstaben A - L) christine.obry[at]kaiserslautern-kreis.de

Telefon: 0631 365 - 4669

frank.port[at]kaiserslautern.de

Angelika Meigel (Buchstaben M-Z)

Telefon: 0631 365 - 2669

angelika.meigel[at]kaiserslautern.de

 

TIPP! Ergebnisse der Studie „Weichenstellungen für die Aufgabenteilung in Familie und Beruf“ (Juli 2015) sind in einer Pressemitteilung des Ministeriums (BMFSFJ) einzusehen: https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/aktuelles/presse/pressemitteilungen/eltern-wollen-mehr-partnerschaft/102814?view=DEFAULT

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Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch

Unter bestimmten Bedingungen haben Menschen mit geringem Einkommen Anspruch auf Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch (SGB). Da davon ausgegangen wird, dass Studierende BAföG erhalten, sich selbst finanzieren oder von ihren Eltern finanziell unterstützt werden, erhalten sie in der Regel keine Leistungen nach dem SGB II (laut § 7 Abs. 5 SGB II). Dennoch können Studierende mit Kind „im besonderen Härtefall“ Sozialleistungen für Mehrbedarf (gemäß § 27 SGB II), die vom BAföG nicht abgedeckt werden, in Anspruch nehmen. Diese Leistungen gelten aber nicht als SGB II Leistungen.

 

Dazu zählen z.B. Zuschüsse zur Erstausstattung bei Schwangerschaft und Geburt, Alleinerziehung, eine kostenaufwändige Ernährung und nicht verschreibungspflichtige Medikamenten bei chronischen Erkrankungen. Grundsätzlich wird keine Finanzierung von bereits gekauften Gegenständen übernommen. Ein Mehrbedarf für Alleinerziehende besteht auch dann, wenn der Kinderbetreuungszuschlag nach § 14 BAföG gewährt wird. Voraussetzung ist, dass die Mehrbedarfe nicht durch zu berücksichtigendes Einkommen oder Vermögen gedeckt sind.

 

Nach § 27 Abs. 4 SGB II können Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts und notwendige Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung trotz eines Anspruchs auf BAföG als Darlehen gewährt werden. Gewährte Darlehen müssen unverzinst zurückgezahlt werden. Um den Anspruch des Kindes auf Sozialgeld/ Sozialhilfe zu klären, werden die Einkünfte der studentischen Eltern, die über dem BAföG-Höchstsatz liegen, sowie das Kindergeld (s. 2.4) und ggf. Unterhalt berücksichtigt. In den meisten Fällen wird jedoch vermutlich auf den Kinderzuschlag (s. 2.5) verwiesen. Die Antragstellung erfolgt beim örtlich zuständigen Jobcenter unter Vorlage eines gültigen Personalausweises. Alle sonstigen Unterlagen/Vordrucke werden Ihnen beim Jobcenter ausgehändigt.

 

Jobcenter Stadt Kaiserslautern

Guimaraesplatz 3

67655 Kaiserslautern

Telefon: 0631 370910

Jobcenter-Stadt-Kaiserslautern[at]jobcenter-ge.de

 

Weitere Informationen:

Zur Sozialhilfe: www.gesetze-im-internet.de/sgb_12/index.html

Zu Leistungen für Studierende: www.dejure.org/gesetze/SGB_II/27.html

Zum Mehrbedarf: www.dejure.org/gesetze/SGB_II/21.html

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Sozialfonds der Katholischen Hochschulgemeinde (KGH)

Bei unverschuldet eingetretener finanzieller Notlage kann – unabhängig von der Religionszugehörigkeit – bei der KHG eine kurzfristige Beihilfe aus dem Sozialfond beantragt werden. Schwangere, die sich nach dem Besuch einer Beratungsstelle (auch von nicht-katholischen Trägern) für ihr Kind entscheiden, können ebenfalls Mittel erhalten.

 

Katholische Hochschulgemeinde

Klosterstr. 6

67655 Kaiserslautern

Telefon: 0631 3638-266 | khg[at]khg-kl.de | www.khg-kl.de

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Evangelischer Gemeindedienst

Der Evangelische Gemeindedienst bietet kostenfreie, vertrauliche und konfessionell unabhängige Beratung in Not- und Krisensituationen an und berät in allen sozialrechtlichen Fragen. Das Beratungsangebot umfasst Sozial- und Lebensberatung, Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung und Kur- und Erholungsvermittlung (Mutter/Vater-Kind-Kuren, Kinder- und Jugenderholungsmaßnahmen und Familienerholung). Im Rahmen der Schwangerenberatung können alle Fragen der Schwangerschaft besprochen und finanzielle Hilfen beantragt werden. Der Evangelische Gemeindedienst stellt innerhalb der Schwangerschaftskonfliktberatung eine Beratungsbescheinigung aus.

 

Evangelischer Gemeindedienst Kaiserslautern

Stiftsstraße 2

67655 Kaiserslautern

Telefon: 0631 362509 - 10

egdkl[at]evkirchepfalz.de

www.kirchen-in-kl.de/e3712/e3758/

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Stiftungen

Bundesstiftung „Mutter und Kind“

Die Bundesstiftung „Mutter und Kind, Schutz des ungeborenen Kindes“ wurde 1984 mit dem Ziel gegründet, schwangeren Frauen in finanziellen Notsituationen zu helfen. Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um die Hilfe der Stiftung zu beanspruchen:

  • Der Wohnsitz bzw. der gewöhnliche Aufenthaltsort ist in Deutschland.
  • Eine Beratung durch eine anerkannte Beratungsstelle muss stattgefunden haben.

Diese Beratung ist bis kurz vor Ende der Schwangerschaft möglich. Ein Antrag auf Stiftungsmittel wird bei einer Schwangerschaftsberatungsstelle gestellt. Hilfe wird dann gewährt, wenn alle anderen gesetzlichen Leistungsansprüche (z.B. auch Sozialhilfe) ausgeschöpft sind oder nicht ausreichen.

  • Die Antragstellerin muss schwanger sein (Mutterpass als Nachweis), also nicht die Geburt abwarten!
  • Es muss eine finanzielle und soziale Notlage vorliegen (Einkommensnachweis).

Weitere Informationen zur Bundesstiftung:

www.bundesstiftung-mutter-und-kind.de

 

Landesstiftung „Familie in Not – Rheinland Pfalz“

Das in dieser Stiftung vom Land zur Verfügung gestellte Stiftungskapital soll im Einzelfall Schwangeren, kinderreichen Familien sowie alleinerziehenden Müttern und Vätern zur Verfügung gestellt werden, um auf schnellem Wege eine finanzielle Hilfe zu gewährleisten. Die Mittel dieser Stiftung kommen allerdings nur in Betracht, wenn nachweislich alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft sind. Anträge sind ebenso wie bei der Bundesstiftung bei den Schwangerschaftsberatungsstellen, Sozialberatungsstellen oder beim Jugendamt zu stellen. Anträge an beide Stiftungen können gestellt werden bei:

 

Diakonisches Werk Pfalz

Ehe-, Familien- und Lebensberatung

Pirmasenser Str. 82

67655 Kaiserslautern

Telefon: 0631 72209

erziehungsberatung.kaiserslautern[at]diakonie-pfalz.de | www.diakonie-pfalz.de

Pro familia Beratungsstelle Kaiserslautern

Maxstraße 7

67659 Kaiserslautern

Telefon: 0631 63619

kaiserslautern[at]profamilia.de | www.profamilia-rlp.de/

Caritas Zentrum Kaiserslautern

Engelsgasse 1,

67657 Kaiserslautern

Telefon: 0631 36120222

zentrum.kaiserslautern[at]caritas-speyer.de

caritas-zentrum.kaiserslautern[at]caritas-speyer.de

 

TIPP! Das Caritas-Zentrum unterhält außerdem eine Babykammer für Babykleidung und die Baby-Erstausstattung für Personen in Not, die bereits die Angebote des Zentrums in Anspruch nehmen. Außerdem bieten der evangelische Gemeindedienst und der Kinderschutzbund Kleiderkammern an.

 

Christiane Nüsslein-Volhard-Stiftung

Diese Stiftung wurde eingerichtet, um begabte Naturwissenschaftlerinnen aller Nationalitäten bei der Promotion zu unterstützen. Die Promotion selbst muss anderweitig finanziert sein. Zur Entlastung in Haushalt und Kinderbetreuung werden Stipendiatinnen ein bis zwei Jahre bis zu 400 € monatlich gezahlt. Bewerbungen und Verlängerungsanträge werden nur am 30.11. eines Kalenderjahres angenommen.

 

Weitere Information zur Stiftung:

www.cnv-stiftung.de/

 

 

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Wiedereinstiegsstipendien

Das Wiedereinstigesstipendium dient dem Zweck Wissenschaftlerinnen zu unterstützen, die nach einer „Familienpause „ ihre Qualifizierung wieder aufnehmen möchten. Das Stipendium wird für ein Jahr gewährt. In begründeten Fällen ist eine einmalige Verlängerung des Stipendiums möglich. In persönlichen Härtefällen kann darüber hinaus noch eine Abschlussförderung für bis zu sechs Monate gewährt werden. Das Stipendium beträgt 1.000 €, wenn die Promotion angestrebt wird, und 1.300 € bei Qualifizierung für eine Professur. Zusätzlich werden unabhängig vom Familieneinkommen Kinderbetreuungszuschläge in Höhe von 150 € für ein Kind, 200 € für zwei Kinder, 250 € für drei und 300 € ab vier Kindern und mehr gezahlt.

 

Voraussetzungen:

  • Hochschulabschluss bzw. Promotion mit überdurchschnittlichem Ergebnis.
  • Unterbrechung der wissenschaftlichen Tätigkeit wegen Erziehungs- und Betreuungsaufgaben für maximal fünf Jahre, vor Aufnahme des Stipendiums.
  • Vorrangig Wiedereinstieg durch die Fortsetzung und Beendigung eines bereits begonnenen Forschungsprojekts an einer rheinland-pfälzischen Hochschule mit dem Ziel der Weiterqualifizierung für eine Professur bzw. dem Abschluss der Promotion.

 

Der Antrag wird über die SFGF (rechtzeitig Beratungstermin vereinbaren!) an den Präsidenten gerichtet. Stichtage für die Antragstellung sind der 1. Februar und der 1. August eines jeden Jahres.

 

Stabsstelle Frauenförderung/Gleichstellung, Familienförderung (SFGF)

Gebäude 57/ 273

67663 Kaiserslautern

Telefon: 0631 205 - 3413

www.uni-kl.de/gleichstellung-und-Familie

 

Weitere Informationen:

https://mwwk.rlp.de/de/themen/wissenschaft/studium-und-lehre/frauenfoerderung-in-der-wissenschaft/wiedereinstiegstipendien/

 

TIPP! Zahlreiche Einrichtungen in Deutschland vergeben Stipendien, einige von Ihnen stellen besondere Regelungen für Stipendiaten mit Kind(ern), wie z.B. verlängerte Förderungszeiten oder Teilstipendien. Zusätzlich zum Grundstipendium kann ggf. ein Familienzuschlag gezahlt werden.

 

Weitere Informationen zu Stipendien:

www.hochschulkompass.de

 

 

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Rundfunkbeiträge (ehemals GEZ)

BAföG-EmpfängerInnen und Personen mit geringem Einkommen, die nicht bei den Eltern wohnen, können sich von Rundfunkgebühren befreien lassen. Ab 2017 kann eine Befreiung sogar bis zu drei Jahre rückwirkend beantragt werden. Es ist ausreichend, eine Kopie des BAföG-Bescheides an den zuständigen Beitragsservice zu senden. Alternativ kann auch das Bürgeramt (Nachweise erforderlich) diesen Service übernehmen.

 

ARD ZDF Deutschlandradio

Beitragsservice

50656 Köln

www.rundfunkbeitrag.de/

Bürgeramt der Stadt Kaiserslautern

Willy-Brandt-Platz 1

67657 Kaiserslautern

Telefon: 0631 365 - 4076

buergercenter[at]kaiserslautern.de

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