Zur Hauptnavigation / To main navigation

Zur Sekundärnavigation / To secondary navigation

Zum Inhalt dieser Seite / To the content of this page

Sekundärnavigation / Secondary navigation

Inhaltsbereich / Content

Frauen- und Geschlechterforschung

Frauenforschung entstand in den 1970er Jahren in den USA (Women’s Studies). Das Forschungsgebiet Frauenforschung verstand sich zunächst als Forschung von Frauen über Frauen im Interesse von Frauen. Sie drückte die eigenständigen Erkenntnisinteressen ebenso aus wie den Anspruch, Betroffenheit und Parteilichkeit in wissenschaftliche Reflexionsprozesse einzubeziehen. Das Forschungsinteresse war meist mit dem Impuls zu gesellschaftlichen Veränderungen verbunden; denn die soziokulturellen Konstruktionen von Weiblichkeit und Männlichkeit sowie die Analyse von Geschlechterverhältnissen wurden als historisch und kulturell bestimmte Herrschaftsformen untersucht.

Aus der Frauenforschung entstand die Geschlechterforschung oder Genderforschung. Geschlechterforschung oder Genderforschung entwickelt differenzierte theoretische Diskurse über die soziale Konstruktion von Geschlecht. Dabei geht es auch um die Klärung, wie tiefgreifend Kultur und Gesellschaft durch das Gliederungsprinzip "Geschlecht" strukturiert sind. Ihre Zugangsweisen machen sichtbar, dass das "soziale Geschlecht" (gender) in allen Wissenschaftsbereichen eine analytische Kategorie darstellt. Die Geschlechterforschung oder Genderforschung reflektiert und untersucht diese Prozesse.