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Gruppen-Mentoring

Theoretischer Hintergrund
Studienanfängerinnen finden an Hochschulen Strukturen vor, die meist ohne weibliche Beteiligung entstanden sind und dadurch oftmals nicht ihren Interessen, Lernbedürfnissen, Herangehensweisen u. a. entsprechen. Um sie in dieser schwierigen Situation zu unterstützen, wurde ein Gruppen-Mentoring-Programm aufgelegt als Gleichstellungsmaßnahme im Rahmen des Hochschulpakts III. Im Rahmen des Hochschulpaktes II lief ein sehr ähnliches Projekt als Tutorinnen-Programm.

Bei Interesse können Sie gerne per E-Mail mit Frau Dr. Niemeyer in Kontakt treten.


Konzept

Studentinnen im ersten Semester erhalten zur erfolgreichen Fortsetzung des Studiums persönliche AnsprechpartnerInnen, integriert in die regulären Tutorien, da die jungen Frauen weder eine offensichtliche Sonderbehandlung wünschen, noch eine zusätzliche zeitliche Belastung durch eine Verschiebung der Fragen und Probleme auf ein gesondertes Tutorium.


Schulungen Didaktik und Genderkompetenzen

Mentorinnen stehen also den Studierenden des ersten und zweiten Semesters zur Verfügung und gehen auf die unterschiedlichen Bedarfe ein. Um die Mentorinnen dazu zu befähigen, erhalten sie eine Schulung, eine Didaktik-Fortbildung mit Geschlechteraspekt. Denn: Lehrinhalte und Wissensvermittlung spiegeln gesellschaftliche Verhältnisse wider. Immer noch finden sich in Lehre und Didaktik-Materialien Stereotype von weiblichen und männlichen Geschlechterrollen, die längst überholt sind und benachteiligen. Um hier Änderungen zu erzielen, sollten Lehrformen und Methoden geschlechtergerecht gestaltet und ausgeführt sein. Es geht dabei um die Integration des Geschlechteraspekts in allgemeine didaktische Prinzipien. Damit sollen Hierarchien, Ungleichgewichte zwischen den Geschlechtern abgebaut bzw. verhindert werden. Auch die Inhalte werden einer Prüfung unterzogen, sodass sie Geschlechterrollen nicht verfestigen und einen "heimlichen Lehrplan" zuungunsten eines Geschlechts ausschließen. Die "gendersensible" koedukative Lehre erweist sich für beide Geschlechter als förderlich, was durch eine Vielzahl an Untersuchungen bestätigt wird.