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Das Leitbild nachhaltiger Entwicklung

Die menschliche Entwicklung unterliegt gewissen sozialen, ökologischen und ökonomischen Grenzen, die sich sowohl in einer Überlastung der einzelnen Dimensionen als auch in auftretendenen Ungerechtigkeiten innerhalb einer Generation oder zwischen den Generationen manifestieren können. Klimawandel, Ressourcenknappheit, Umweltverschmutzung Chancenungleichheit, Finanz- und Wirtschaftskrisen, Armut oder der Verlust der Biodiversität - diese Problemfelder, die teilweise kritische regionale und globale Auswirkungen haben, gehören zu diesen Überlastungen und Ungerechtigkeiten und sind die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts.

 

Um den Gerechtigkeitsanspruch auch für zukünftige Generationen wahren zu können, ist es deshalb unabdingbar, dass die drei Dimensionen - Soziales, Ökonomie und Ökologie - in Entscheidungs- und Abwägungs- sowie Entwicklungsprozessen gleichrangig berücksichtigt werden.

Das Leitbild der nachhaltigen Entwicklung bietet einen Handlungsrahmen, um diesen Herausforderungen zu begegnen und Lösungen zu finden, die eine gerechte Entwicklung zwischen Regionen und Generationen fördern, indem ökonomische, ökologische und soziale Interessen gleichrangig berücksichtigt werden.

Als Grundlage dient in vielen Publikationen und Diskussionen die Definition des Leitbilds nachhaltiger Entwicklung des Berichts "Our Common Future" aus dem Jahr 1987. Dieser Bericht - auch Brundtland-Bericht genannt - geht zurück auf die Weltkommission für Umwelt und Entwicklung und beeinflusste die internationale Diskussion über Umwelt- und Entwicklungspolitik in den folgenden Jahren maßgeblich. Die deutsche Übersetzung der Definition macht deutlich, dass der Grundgedanke des Leitbilds auf einer generationenumspannenden Gerechtigkeitsidee fußt: "Dauerhafte Entwicklung ist Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, dass künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können (Hauff 1987, S. 46)."

Für den von der deutschen Bundesregierung im Jahr 2001 berufenen "Rat für Nachhaltige Entwicklung (2014)" heißt nachhaltige Entwicklung, "Umweltgesichtspunkte gleichberechtigt mit sozialen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu berücksichtigen. Zukunftsfähig wirtschaften bedeutet also: Wir müssen unseren Kindern und Enkelkindern ein intaktes ökologisches, soziales und ökonomisches Gefüge hinterlassen.“

Auf der Rio-Koferenz im Jahr 1992 kam es zur Veröffentlichung eines Aktionsprogramms - der Agenda 21 -, in der zum ersten Mal das internationale Recht auf eine nachhaltige Entwicklung verankert wurde. Verschiedene, auf die Rio-Konferenz folgenden Versammlungen der Vereinten Nationen machen deutlich, welche enorme Bedeutung die Staatengemeinschaft dem Leitbild nachhaltige Entwicklung und seinen vielfältigen Handlungsfeldern zuspricht. Auch die unterschiedlichen deutschen Regierungen, die Länder und Kommunen sowie Institutionen wie die deutsche Hochschulrektorenkonferenz und Unternehmen haben sich in den vergangen 25 Jahren ausführlich mit der Thematik beschäftigt und halten die Diskussion am Leben.

Nachhaltigkeit an der TU Kaiserslautern

 

Auch die TU Kaiserslautern sieht die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts und engagiert sich seit einigen Jahren ausgiebig mit dem Thema Nachhaltigkeit in Betrieb, Lehre und Forschung. In einem mehrphasigen Projekt „Nachhaltige TU Kaiserslautern“ soll so sichergestellt werden, dass sich eine langfristige Strategie entwickelt und konkrete Projekte mit Nachhaltigkeitsbezug an der TU hervorgehoben und initiiert werden.

Während der ersten Phase des Projekts (Juli 2011 – Juni 2012) wurde zunächst eine Bestandsaufnahme und -analyse der existierenden Nachhaltigkeitsaktivitäten an der TU Kaiserslautern in den Bereichen Forschung, Lehre und Betrieb durchgeführt.

Ziel der zweiten Projektphase (Oktober 2013 – März 2015) war die Erstellung des ersten Nachhaltigkeitsberichts der Universität in Zusammenarbeit mit den verschiedenen Stakeholdern der TU Kaiserslautern. Der Nachhaltigkeitsbericht soll die vielfältigen Prozesse und Projekte in Forschung, Lehre und Betrieb der TU Kaiserslautern bündeln, die einen Nachhaltigkeitsbezug aufweisen. Die Projektleitung wurde - wie bereits in der ersten Phase - Herrn Prof. Dr. Michael von Hauff angetragen.

Seit dem Frühjahr 2016 läuft nun die dritte Projektphase: Unter der Leitung des Aufsichtsgremiums von Frau Univ.-Prof. Dr. habil. Katharina Spraul wurde an der TU Kaiserslautern zum 01.04.2016 ein Nachhaltigkeitsbüro an der Universität gegründet. Dieses beschäftigt sich mit der Ausarbeitung des aktuellen Nachhaltigkeitsberichtes, einer Aufstellung einer Übersichtsplattform für Nachhaltigkeit in Lehre und Forschung und der Koordination konkreter Nachhaltigkeits-Projekte am Campus selbst. Als Handlungsrahmen für die nachhaltige Entwicklung an der TU werden zudem Strategien ausgearbeitet.