Press Release
Gründungsförderung an der TU zahlt sich wieder aus
By: Nadja Donauer

Kleiner Chip – ganz groß: Liane Hryca, Leiterin des Gründungsbüros, mit den "creonic"- Gründern Dr.-Ing. Matthias Alles und Dipl.-Ing. Timo Lehnigk-Emden und deren Mentor aus dem Fachbereich Elektro- und Informationstechnik Prof. Dr.-Ing. Norbert Wehn (v.l.n.r.).
Ausgründungsprojekt der Technischen Universität Kaiserslautern wird mit 81.000 Euro vom Bund gefördert
Wie positiv sich eine systematische Gründungsförderung auswirken kann, zeigt ein erneutes Ausgründungsprojekt aus der TU Kaiserlautern. Das erfolgversprechende Projekt "creonic" wird seit Oktober 2010 mit 81.000 Euro im Rahmen des Förderprogrammes "EXIST-Existenzgründungen aus der Wissenschaft" des Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert.
Dr.-Ing. Matthias Alles und Dipl-Ing. Timo Lehnigk-Emden sind die neuen EXIST-Stipendiaten, die für zwölf Monate ihr Ausgründungsprojekt "creonic" durchführen können. Professor Dr.-Ing. Norbert Wehn, Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik der TU Kaiserslautern, freut sich mit den Gründern. "Wir arbeiten seit mehr als zehn Jahren sehr erfolgreich auf dem Gebiet der mikroelektronischen Implementierung von drahtlosen Kommunikationssystemen, wodurch das Interesse der Industrie geweckt wurde. So haben wir momentan Industriekooperationen mit Firmen in Nordamerika, Europa und in China. Insofern war eine Ausgründung nur konsequent und fast schon überfällig. Wir haben nun auch ein viel versprechendes Geschäftsmodell gefunden". Matthias Alles erklärt den Bedarf der Branche: "In der Mikroelektronik gibt es den Trend, dass Firmen ihre Chips nicht mehr komplett im eigenen Haus entwickeln, sondern viele Komponenten - sogenannte IP-Cores (intellectual property cores) - von externen Firmen zukaufen. Verschiedene Anbieter liefern einzelne IP-Cores wie Prozessor oder spezialisierte und optimierte Signalverarbeitungsblöcke". Die beiden Gründer möchten diesen Trend nutzen und als Zulieferer der Branche agieren.
IP-Cores und Systemlösungen für drahtlose Kommunikation ist der Untertitel der geplanten Gründung. Dahinter verstecken sich flexible Schaltungsbaupläne, die schnell und somit kostengünstig an neue Kommunikationsstandards oder Kundenwünsche angepasst werden können. Eine Art Baukastensystem ermöglicht es zukünftig, in kürzester Zeit komplexe Systeme bestehend aus einer Vielzahl solcher IP-Cores zu bilden. "Unser Portfolio wird mehrere vorgefertigte Varianten zur Auswahl oder auf Wunsch auch kundenspezifische Anpassungen umfassen", erklärt Timo Lehnigk-Emden.
Das Gründungbüro unterstützte die Gründer bei der erfolgreichen Antragstellung. Das bewilligte Stipendium schafft nun Zeit und finanziellen Spielraum für die weitere Entwicklung. Das Gründungsbüro der TU & FH Kaiserslautern ist die zentrale Anlaufstelle für Gründungsinteressierte an den beiden Hochschulen in Kaiserslautern. Es wird vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz unter EFRE-Kofinanzierung und vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie unter ESF-Kofinanzierung gefördert.
Bildunterschrift:






