Press Release
Zentrum für Gesundheitswissenschaften Kaiserslautern
By: Florian Deumeland
Gestern trafen sich Wissenschaftler/innen der Institute der Science Alliance Kaiserslautern und des Westpfalz-Klinikums in der Villa Denis, dem Tagungszentrum der TU Kaiserslautern in Diemerstein.
Unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Dr. Klaus Weichel und Beigeordneter Joachim Färber, Aufsichtsratsvorsitzender des Klinikums, sollen die Weichen gestellt werden für eine enge Kooperation zwischen dem Klinikum und den Forschungsinstituten und Hochschulen der Science Alliance Kaiserslautern.
Lebenswissenschaften gewinnen immer mehr Bedeutung zur Bewältigung gesellschaftlicher und medizinischer Herausforderungen. Kaiserslautern verfügt mit seinen wissenschaftlichen und medizinischen Einrichtungen über die kritische Masse zur Erforschung und Fokussierung entsprechender Fragestellungen.
Seit Jahren richten sich Stadt und Region auf die Förderung von Wissenschaft und Technologie aus. Aus dieser Förderung erwachsene Ausgründungen haben strukturpolitische Bedeutung erlangt und bilden einen Eckstein in der Zusammenarbeit mit den Metropolregionen. In Zeiten des akuten Fachkräftemangels ist diese Initiative von besonderer Bedeutung. Es gilt, herausragende Wissenschaftler an eine sich im Strukturwandel befindliche Region zu binden.
Wie wichtig das Thema den beteiligten Institutionen ist, kann der Teilnehmerliste entnommen werden. Die gesamte Hochschulleitung der TU, vieler Institute und des Westpfalz-Klinikums brachten sich in die Diskussion ein.
Das Westpfalz-Klinikum – jetzt schon akademisches Lehrkrankenhaus zweier Universitäten – soll als Ideengeber und "Teststrecke" fungieren sowie vielfache Verbindungen zu anderen akademischen Einrichtungen, die medizinische Forschung herstellen.
Es besteht Übereinkunft der Akteure, dass diese Initiative zu einer Verbesserung der Sichtbarkeit der Westpfalz in der gesamten Republik führen wird. Die Errichtung eines "Zentrums für Gesundheitswissenschaften" als Forschungseinrichtung im Verbund einer nicht-universitären Großklinik mit anderen akademischen Institutionen wurde andernorts bereits mit Erfolg beschritten. Als Beispiel für diesen Weg berichtete der langjährige Dekan der Medizinischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München, Prof. Dr. Dr. h.c. Klaus Peter, über das "Augsburger Modell", das unter seiner Federführung entwickelt wurde und soeben realisiert wird. Er stellte die Errichtung eines "Campus Gesundheitswissenschaften Augsburg" am Augsburger Zentralklinikum als Erfolgsmodell dar.
Die Veranstaltung "Zentrum für Gesundheitswissenschaften Kaiserslautern" stellte vielfältige bereits bestehende Kooperationen zusammen und zeigte eine Fülle möglicher künftiger Forschungsthemen auf. Über 60 Wissenschaftler/innen nahmen an der Veranstaltung teil.







