Zur Hauptnavigation / To main navigation

Zur Sekundärnavigation / To secondary navigation

Zum Inhalt dieser Seite / To the content of this page

Sekundärnavigation / Secondary navigation

Inhaltsbereich / Content

Ausstellung auf dem Campus der TU Kaiserslautern widmet sich dem geistigen Eigentum

Was hatte Popstar Michael Jackson mit einem Patent zu tun? Antwort auf diese Frage gibt es am Mittwoch, den 26. April, im Patent- und Informationszentrum (PIZ) Rheinland-Pfalz, das auf dem Campus der Technischen Universität (TU) Kaiserslautern seinen Sitz hat. Diesen Tag hat die Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) zum Welttag des Geistigen Eigentums ausgerufen. Das PIZ wird sich im Rahmen einer Ausstellung dem Thema widmen. Es informiert rund um das Patent, ein gewerbliches Schutzrecht für neue technische Erfindungen. Die interessierte Öffentlichkeit ist von 10 bis 15 Uhr ins PIZ (Gebäude 32, Raum 210) eingeladen. Der Eintritt ist frei.

„Die Ausstellung widmet sich unter anderem berühmten, historischen, aber auch kuriosen Patenten“, sagt Jan-Ulrich Glup, Leiter des PIZ. „Zum Beispiel hat auch Michael Jackson ein Patent angemeldet, den Anti-Gravitationsschuh. Dabei sind die Absätze der Tanzschuhsohlen V-förmig eingeschnitten. Die Tänzer haken ihre Schuhe einfach in auf der Bühne eingelassenen Nieten ein, die bei Bedarf hoch- und wieder runtergefahren werden, und können sich so über den Schwerpunkt hinaus nach vorne beugen.“

Auch zu sehen sind eine Erfindergalerie und weltverändernde Innovationen, die aus Deutschland beziehungsweise der Region stammen, wie etwa das Ceran-Kochfeld des Technikkonzerns Schott AG mit Sitz in Mainz. Ein weiteres Beispiel ist die Firma Rasselstein Hoesch aus dem rheinland-pfälzischen Andernach. Der Weißblechhersteller hat sich seine Idee zum Öffnen von Dosen patentieren lassen: Eine einfache Lasche auf dem Deckel der Konserve macht Dosenöffner seit Jahren meist überflüssig. Etwas länger zurück liegen die Arbeiten von Walter Bruch. Der Rheinland-Pfälzer, Pionier der Fernsehtechnik, war an der Entwicklung einer Kamera beteiligt, die bei den Olympischen Spielen 1936 in Berlin erstmals eine Live-Übertragung ermöglichte.

Der Zweibrücker Hermann Anschütz-Kaempfe gilt als Erfinder des Kreiselkompasses. Gemeinsam mit Maximilian Schuler gelang ihm 1907 der Bau dieses Gerätes, das für die Schifffahrt unerlässlich ist. Der Kreisel ermöglichte erstmals die Unterwassernavigation von U-Booten im Polarmeer sowie kürzere Routen für die Seeschifffahrt. Auch heute finden Kreiselinstrumente noch Verwendung, etwa beim Blindflug in der Luftfahrt.

Der Welttag des Geistigen Eigentums zielt darauf ab, zu betonen und zu verdeutlichen, wie wichtig Kreativität und geistiger Besitz in unserer heutigen Gesellschaft sind. Er findet jedes Jahr am 26. April statt.

Fragen beantwortet:
Jan-Ulrich Glup
Leiter Patent- und Informationszentrum
E-Mail: glup[at]rti.uni-kl.de
Tel.: 0631 205-3202