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Press Release

ACHEMA 2012 - Weltforum der Prozessindustrie mit der Science Alliance Kaiserslautern


By: Dipl.-Ing. Klaus Dosch


30.05.2012
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Aufbau eines Offen-Gradient-Magnetabscheiders.

Die ACHEMA, weltweite Leitmesse für chemische Technik und Biotechnologie, findet vom 18. bis 22. Juni in Frankfurt/Main statt. Unter den mehr als 4.000 Ausstellern aus 50 Ländern sind aus Kaiserslautern neben der Technischen Universität und der Fachhochschule auch zwei Fraunhofer-Institute vertreten. Zusammen präsentieren diese Science-Alliance-Mitglieder insgesamt acht Exponate. Fünf davon werden am Rheinland-Pfalz-Stand in Halle 9.2, Stand B82, zu finden sein, die drei Exponate des ITWM in Halle 5.0, Stand C2.

Magnetisch Abtrennung von Teilchen aus Ölen

(Auf der Messe: Halle 9.2, B82 “Rheinland-Pfalz-Stand”)

Die TU Kaiserslautern zeigt, wie mit einem neuartigen Offen-Gradient-Magnetabscheider (OGMS) Partikel sehr effizient aus Flüssigkeiten abgetrennt werden können. Da die Magnete außerhalb aufgelegt werden, kann man sie leicht entfernen und das Gerät reinigen.

Kontinuierlich – Hohe Leistung bei komplexen Gemischen

(Auf der Messe: 9.2, B82 “Rheinland-Pfalz-Stand”)

Kapillarelektrochromatographie kombiniert die Elektrophorese mit der Flüssigchromatographie und ermöglicht die Trennung vielfältiger Stoffsysteme. Durch hohe Trennleistung werden Prozesse intensiviert und Kosten reduziert. Die Thermische Verfahrenstechnik der TU ist hier ganz vorne dabei.

Salzarm – Mehr Trinkwasser mit Kunststoff PEEK

(Auf der Messe: Halle 9.2, B82 “Rheinland-Pfalz-Stand”)

Neu entwickelte Verdampfer mit Wärmeübertragungsfolien aus dem Kunststoff Polyetheretherketon (PEEK) sind ein innovativer Beitrag zur Erhöhung der Kapazitäten bei der Meeerwasserentsalzung. PEEK hat einen dauerhaft hohen Wärmedurchgang und lässt sich gut reinigen.

Ungefährlich – Terahertz-Wellen finden Unerwünschtes

(Auf der Messe: Halle 9.2, B82 “Rheinland-Pfalz-Stand”)

Gefahrstoffe und  biologische, chemische oder pharmazeutische Substanzen in Verpackungen findet der neue Terahertz-Scanner zuverlässig. Messtechnik-Experten des Fraunhofer IPM und der TU Kaiserslautern haben ihn gemeinsam mit mehreren Firmen entwickelt.

Fließend – CoRheoGrain simuliert Komplexes

(Auf der Messe: Halle 5.0/C2, “Fraunhofer ITWM”)

In der Industrie ist der Bedarf an effizienten, kostensparenden Methoden zur Beschreibung luftbeeinflusster Schüttungszustände hoch. Mit der Software CoRheoGrain kann man Fließzustände von hochangeregten Wirbelschichten bis zur Fluidisierung ruhender Schüttgüter abbilden.

Kraftvoll – Bessere Li-Ionen-Batterien dank BEST

(Auf der Messe: Halle 5.0/C2, “Fraunhofer ITWM”)

Die Software BEST (Battery and Electrochemistry Simulation Tool) simuliert Materialien und Vorgänge in einer Batterie und verbessert so die zeit- und kostenaufwändige Batterieentwicklung. Optimierte Batterien haben bessere Kapazität, Leistungsfähigkeit, Lebensdauer und Sicherheit.

Vermischt – Optimierung von zähflüssigem Material

(Auf der Messe: Halle 5.0/C2, “Fraunhofer ITWM”)

Die Güte der Verteilung sowie der Vermischung viskoser Materialien ist entscheidend für viele komplexe Prozesse in der Verfahrenstechnik. In der Abteilung Transportvorgänge des Fraunhofer ITWM wurden Modelle und Werkzeuge hierzu entwickelt.

Angewandt  – Deutschlandweit einzigartiger Studiengang

(Auf der Messe: Halle 9.2, B82 “Rheinland-Pfalz-Stand”)

Der Standort Pirmasens der FH Kaiserslautern präsentiert den neuen und deutschlandweit einzigen Studiengang „Angewandte Pharmazie“, zur Ausbildung von Industriepharmazeuten. Klassische Fächer werden mit modernen und industrierelevanten pharmazeutischen Inhalten kombiniert.

Magnetische Separation von Abriebpartikeln aus Hydraulikölen

Magnetabscheider bieten die Möglichkeit, partikuläre Systeme effizient aus hoch- oder niederviskosen Flüssigkeiten abzuscheiden. Es wird ein neuartiger Offen-Gradient-Magnetabscheider (OGMS) vorgestellt, mittels dessen eine gegenüber herkömmlichen Offen-Gradient-Magnetabscheidern deutlich verbesserte Partikelabscheidung erreicht werden kann. Aus hochviskosen Flüssigkeiten (n = 100 mm²/s) können vor allem große Partikel (> 10 µm) sehr gut abgetrennt werden. Die Magnete des vorgestellten Magnetabscheiders werden außerhalb des Strömungskanals aufgelegt, so dass sie nach Bedarf einfach und schnell entfernt werden können. Ohne Magnete kann der Magnetabscheider leicht gereinigt werden.

Ansprechpartner:

Prof. Dr.-Ing. Siegfried Ripperger

Dipl.-Ing. (FH) Alexandra Vetter

Lehrstuhl für Mechanische Verfahrenstechnik

TU Kaiserslautern, Gottlieb-Daimler-Str. 44, 67663 Kaiserslautern

Telefon: +49 (0)631/205-2121

E-Mail: Ripperger[at]mv.uni-kl.de

Internet: http://mvt.mv.uni-kl.de/

Halle 9.2 B82


Kontinuierliche annulare Elektrochromatographie

Bei der chemischen oder biotechnologischen Wirkstoffproduktion müssen die Zielsubstanzen in der Regel aus sehr komplexen Gemischen abgetrennt sowie aufkonzentriert werden. Diese Teilschritte verursachen erhebliche Prozesskosten, die sich aber durch kostengünstigere Trennmethoden wesentlich vermindern lassen. Zur Lösung dieser Trennaufgaben besitzen Kombinationsverfahren viele Vorteile. Die Kapillarelektrochromatographie, eine Kombination von Elektrophorese und Flüssigchromatographie, ermöglicht die Trennung einer großen Vielfalt an Stoffsystemen. Aufgrund der sehr hohen Trennleistung können Prozesse in der chemischen, biochemischen und pharmazeutischen Industrie intensiviert werden, was sich in reduzierten Produktionskosten niederschlägt. Wir zeigen die Theorie und das Design eines in Entwicklung befindlichen kontinuierlichen Trennapparates auf Basis der Elektrochromatographie. Die Entwicklung und der Bau erfolgt in enger Zusammenarbeit in einem Konsortium aus industriellen und universitären Projektpartnern.

Ansprechpartner:

René Laskowski

Lehrstuhl für Thermische Verfahrenstechnik
TU Kaiserslautern, 67653 Kaiserslautern

Telefon: +49 (0)631/205-3773

E-Mail: rene.laskowski[at]mv.uni-kl.de
Internet: www.uni-kl.de/wcms/tvt.html

Halle 9.2 B82


Polymerfolien-Wärmeübertrager für die Meerwasserentsalzung

In trockenen, küstennahen Regionen kann der zunehmende Bedarf an Trinkwasser durch die Erhöhung der vorhandenen Kapazitäten zur Meerwasserentsalzung gedeckt werden. Innovative, korrosionsbeständige Verdampfer mit Wärme­übertragungsflächen aus Polymerwerkstoffen können eine sinnvolle und kostengünstige Alternative zu Wärmeübertragern aus metallischen Werkstoffen darstellen. Wir zeigen einen neu entwickelten Verdampfer mit Wärmeübertragungsfolien aus dem Kunststoff Polyetheretherketon (PEEK). Die geringe Wärmeleitfähigkeit des polymeren Werkstoffs wird durch die Verwendung von dünnen Polymerfolien (Wandstärke = 25 µm) kompensiert. Damit lassen sich ähnlich hohe Wärmedurchgangskoeffizienten wie mit metallischen Wärmeübertragungsflächen erzielen. Zudem können Salzablagerungen, aufgrund der besonderen Eigenschaften der Folienoberfläche, problemlos entfernt werden, wodurch ein dauerhaft guter Wärmedurchgang gewährleistet wird.

Ansprechpartner:

Prof. Dipl.-Ing. Dr. techn. Hans-Jörg Bart

Dipl.-Ing. Christian Dreiser

Lehrstuhl für Thermische Verfahrenstechnik
FB Maschinenbau und Verfahrenstechnik
TU Kaiserslautern, 67653 Kaiserslautern

Telefon: +49 (0)631/205-2414

E-Mail: bart[at]mv.uni-kl.de
Internet: www.uni-kl.de/tvt/

Halle 9.2 B82


Terahertz-Scanner - Substanzen erkennen mit Terahertz-Wellen

Der auf der Achema 2012 ausgestellte Terahertz-Scanner ermöglicht die spektroskopische Untersuchung von biologischen, chemischen oder pharmazeutischen Substanzen sowie Gefahrstoffen in Verpackungen. Eine Auswertungssoftware identifiziert die Substanzen zuverlässig anhand ihres spezifischen Spektrums. Dabei sind die eingesetzten Terahertz-Wellen für den Menschen unbedenklich.

Viele Moleküle weisen einen eindeutigen chemischen Fingerabdruck im Terahertz-Bereich auf, sodass verdächtige Substanzen identifiziert werden können. Der Scanner basiert auf der Terahertz-Zeitbereichsspektroskopie, die eine Messung des elektrischen Feldes in Abhängigkeit der Zeit vornimmt und somit die simultane Bestimmung von Amplitude und Phase des Terahertz-Pulses ermöglicht. Innovativ ist die gleichzeitige Messung in Transmission und Reflexion sowie die Auswertung der breitbandigen Spektren mittels chemometrischer Methoden.

Messtechnik-Experten von Fraunhofer IPM und TU Kaiserslautern haben gemeinsam mit den Firmen Hübner, Kassel, und Ianus Simulation, Dortmund, den Terahertz-Scanner entwickelt.

Ansprechpartner:

Dr. Joachim Jonuscheit

AG Beigang / FB Physik
TU Kaiserslautern, 67653 Kaiserslautern

Telefon: +49 (0)631/205-5107

E-Mail: joachim.jonuscheit[at]ipm.fraunhofer.de
Internet: www.physik.uni-kl.de/beigang/startseite

Halle 9.2 B82


Simulation komplexer Flüssigkeiten

Der Bedarf der Industrie an effizienten, kostensparenden Methoden zur Charakterisierung luftbeeinflusster Schüttungszustände bei der Auslegung und Optimierung von Prozesstechnik ist hoch. Trotzdem spielen bislang simulations­gestützte Methoden de facto keine Rolle, da es bisher nicht möglich war, das gleichzeitige Auftreten von stagnierenden und strömenden Regionen in einem Rechengebiet mit Simulations­modellen für industrielle Anwendungen korrekt zu erfassen. Mit der am ITWM entwickelten Software CoRheoGrain kann von hochangeregten Wirbelschichten bis zur Fluidisierung ruhender Schüttgüter die gesamte Bandbreite von Fließzuständen abgebildet werden.

CoRheoGrain ist Teil der Software Suite CoRheoS, innerhalb der auch die Simulation von mikrofluidischen Anwendungen möglich ist.

Forscher des ITWM haben dazu Modelle und Simulationscodes für folgende Anwendungen entwickelt:

§  Dielektrophoresefallen zur Separation polarisierbarer Nano- und Mikropartikel

§  elektrothermisch und elektroosmotisch angeregte Strömungen in Mikrokanälen

§  Simulationen der asymmetrischen Fluss-Feld-Flussfraktionierungsmethode (AF4)

Diese werden zur Separation von Nanopartikeln, Enzymen und Proteinen eingesetzt.

Ansprechpartner:

Dr. habil. Arnulf Latz

Fraunhofer ITWM, 67663 Kaiserslautern

Telefon: +49 (0)631/31600-4301

E-Mail: Arnulf.Latz[at]itwm.fraunhofer.de
Internet: www.itwm.fraunhofer.de/complex

Halle 5.0 C2


Mit BEST zu besseren Batterien

Neue Materialien sollen Batterien in punkto Kapazität, Leistungsfähigkeit, Lebensdauer und Sicherheit verbessern, ihre Entwicklung ist aber zeit- und kostenaufwändig. Um diesen Prozess zu beschleunigen, wurde am Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik die Software BEST (Battery and Electrochemistry Simulation Tool) entwickelt. Den ITWM-Forschern ist es gelungen, die komplette Batteriezelle sowie Transport- und Reaktionsvorgänge der Lithium-Ionen sowohl auf makroskopischer als auch auf mikroskopischer Ebene darzustellen. Sie können damit die mikroskopische Struktur der Elektroden anzeigen, jede einzelne 10 Mikrometer große Pore ist zu sehen. Indem die Struktur der Elektroden räumlich aufgelöst und dreidimensional dargestellt wird, lassen sich Parameter wie Konzentrationsverhältnisse der Lithium-Ionen, Elektrolytkonzentration und Stromdichte berechnen. Hotspots, die sich entzünden könnten, sind mit der Software schnell aufgespürt. Auch Alterungseffekte lassen sich mit BEST bewerten, denn die Temperaturentwicklung beeinflusst die Lebensdauer der Akkus.

Ansprechpartner:

Dr. habil. Arnulf Latz

Fraunhofer ITWM, 67663 Kaiserslautern

Telefon: +49 (0)631/31600-4301

E-Mail: Arnulf.Latz[at]itwm.fraunhofer.de
Internet: www.itwm.fraunhofer.de/complex

Halle 5.0 C2


Optimierung der Verteilung und Mischung von Schmelzen und viskosen Fluiden

Die Güte der Verteilung sowie der Vermischung viskoser Materialien ist von entscheidender Bedeutung für viele komplexe verfahrenstechnische Prozesse. Das Fraunhofer ITWM hat hierzu Modelle und Simulationswerkzeuge entwickelt, mit denen sich diese Güte bewerten und gezielt verbessern lässt. Für die Verteilung eines viskosen Fluids wie etwa für Polymerschmelzen innerhalb des Spinnpakets dient die Wandschubspannung als Gütekriterium, deren Stärke mit der Vermeidung von Ablagerungen und Degradationseffekten verknüpft ist. Die entwickelte Methodik erlaubt die konstruktive Realisierung einer Zielvorgabe des Profils der Wandschubspannung. Für Misch- und Rührprozesse steht unter der Bezeichnung FPM eine gitterfreie Methode zur Verfügung, in der die Partikel sich direkt im Strömungsfeld mitbewegen. Dadurch kann die Mischungsgüte entlang der materiellen Trajektorien auch für Mehrphasenströmungen direkt ermittelt und bewerten werden, um daraus durch gezielte Modifikation der Prozess- und Geometrieparameter eine Optimierung zu erreichen.

Ansprechpartner:

Dr. Dietmar Hietel

Abteilung Transportvorgänge
Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik, 67663 Kaiserslautern

Telefon: +49 (0)631/205-3596

E-Mail: dietmar.hietel[at]itwm.fraunhofer.de
Internet: www.itwm.fraunhofer.de

Halle 5.0 C2


Angewandte Pharmazie – Perspektive für die Zukunft

Der neue und deutschlandweit einzige Studiengang „Angewandte Pharmazie/Applied Pharmacy“ zur Ausbildung von Industriepharmazeuten.

Lehrinhalte umfassen medizinische und mathematisch-naturwissenschaftliche Grundlagen, klassische pharmazeutische Fächer sowie moderne und industrierelevante pharmazeutische Inhalte. Wesentliche Inhalte sind die Herstellung und Qualität von Arzneimitteln, moderne Methoden der Analytik, biologisch bzw. gentechnisch hergestellte Arzneimittel sowie arzneimittelrechtliche und betriebswirtschaftliche Grundlagen. Tätigkeitsfelder der Absolventen sind in der pharmazeutischen Industrie angesiedelt, hier vor allem im Bereich der Herstellung und Entwicklung von Arzneimitteln sowie in der Qualitätssicherung.

Ansprechpartner:

Prof. Dr. Cornelia M. Keck

Angewandte Logistik- und Polymerwissenschaften
Fachhochschule Kaiserslautern, Carl-Schurz-Str. 10, 66953 Pirmasens

Telefon: +49 (0)6331/2483-20
Telefax: +49 (0)6331/2483-44

E-Mail: ck[at]fh-kl.de
Internet: www.fh-kl.de

Halle 9.2 B82


Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Klaus Dosch, TU Kaiserslautern, Kontaktstelle für Information und Technologie,

Tel.: 0631/205-3001
Fax: 0631/205-2198

E-mail: messe[at]kit.uni-kl.de