Bauherr des ETA-Zentrums ist die Technische Universität Kaiserslautern. Sie ist die einzige technisch- naturwissenschaftliche ausgerichtete Universität in Rheinland-Pfalz. Mit zahlreichen renommierten Forschungseinrichtungen, die unmittelbar auf dem Campus angesiedelt sind, kooperiert die TU. Das ETA-Zentrum als anwendungsorientierte Forschungs- und Weiterbildungseinrichtung widmet sich interdisziplinär dem energieeffizienten, ressourcenschonenden Bauen und Nutzen von Gebäuden und erweitert so das reiche Angebot an Forschungsmöglichkeiten an der Technischen Universität. Die Initiative zum ETA-Zentrums kommt aus den Fachbereichen ARUBI (Architektur / Bauingenieurwesen/ Raum-und Umweltplanung), EIT (Elektrotechnik und Informationstechnik), sowie MV (Maschinenbau und Verfahrenstechnik).
Im Besonderen mit dem Projekt betraut ist das Fachgebiet "Bauphysik/Technische Gebäudeausrüstung/Brandschutz" unter der Leitung von Prof. Heinrich.
Das Fachgebiet (FG) Bauphysik / Technische Gebäudeausrüstung / Baulicher Brandschutz ist Teil des Studiengangs Bauingenieurwesen an der Technischen Universität Kaiserslautern. Leiter des Fachgebietes ist Prof. Dr. rer. nat. H. Heinrich.
Die Bauphysik lässt sich grob durch die Gebiete Wärme, Feuchte und Schall definieren. Sie beschreiben die Wechselwirkungen von Energie- und Stoffströmen mit Gebäuden.
Die Technische Gebäudeausrüstung befasst sich mit den Bereichen Heizung, Lüftung, Klimatechnik, Sanitärtechnik sowie der Ver- und Entsorgung. Der Bauliche Brandschutz, eigentlich ein Teilgebiet der Bauphysik, wird hier aber wegen seines relativ großen Anteils an der Lehre hervorgehoben.
Alle drei genannten Teilgebiete des Fachgebietes stellen zwar für sich jeweils eigenständige Positionen in Lehre und Forschung dar, zeichnen sich jedoch gleichwohl durch eine Vielzahl gemeinsamer Berührungspunkte aus. Gerade im Zusammenspiel verschiedener technischer Ansätze liegt der wissenschaftliche Anspruch des Fachgebietes auf einer gesamtheitlichen Vermittlung seiner Inhalte.
Das Fachgebiet befasst sich seit Jahren verstärkt mit den energetischen Aspekten des Bauens unter Berücksichtigung architektonischer, konstruktiver sowie ökonomischer und ökologischer Gesichtspunkte, mit der Weiterentwicklung bauphysikalischen Messmethoden und der Entwicklung von Baustoffen aus nachwachsenden Rohstoffen. Aus dieser Beschäftigung heraus entstand dann auch die Idee, Erkenntnisse praktisch anzuwenden bzw. diese weiter zu erforschen und in Form eines Demonstrationszentrums im Maßstab 1:1 umzusetzen.
Da sich das Fachgebiet stark mit dem Thema des Energiesparenden Bauens beschäftigt, lag es auf der Hand das ETA-Zentrum im Passivhausstandard zu errichten. Das Zentrum soll veranschaulichen wie Passivhäuser aussehen und wie sie funktionieren. Neben der Einflussnahme auf die Planung hat das Fachgebiet aber auch weitere Aufgaben übernommen, um das Vorhaben zu realisieren. So stellt es die Kontakte zu den Ministerien und zu Herstellern aus dem Energiebereich her, beantragte Fördergelder und baute ein Netzwerk innerhalb der Technischen Universität auf.
Nach langjähriger Vorplanung entsteht nun das Zentrum für Energie, Technik und Architektur auf dem Campus der Technischen Universität Kaiserslautern.