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Angebote für pflegende Angehörige

Die TU beschloss im Rahmen des Audits, auch die Vereinbarkeit von Beruf/Studium mit der Pflege von Angehörigen zu verbessern, da immer mehr Menschen zuhause pflegebedürftige Angehörige betreuen.
In einem ersten Schritt wurden an der TU Kaiserslautern Informationen zur Pflege zusammengestellt.
Sodann wurde eine Informationsveranstaltung angeboten, die sehr gut angenommen wurde, und es wurden Ratgeber und andere Literatur zum Thema angeschafft. Die Broschüren und Bücher sind bei der SFGF erhältlich. Aktuelle Termine von Infoveranstaltungen sind unter "Aktuelles" einzusehen.

Pflegesprechstunde für Studierende und Bedienstete

Die TU bietet eine  Pflegesprechstunde für Studierende und Bedienstete an. Das Angebot erfolgt in Kooperation mit dem Pflegestützpunkt Kaiserslautern. Die Beratung findet auf Anfrage statt und kann nach Rücksprache mit der Vorgesetzen oder dem Vorgesetzen während der Arbeitszeit in Anspruch genommen werden. 

Um Anmeldung beim Pflegestützpunkt Kaiserslautern Süd-West, Frau Ursula Schwarz, Tel.:0631/ 350-7227, E-Mail: ursula.schwarz[at]pflegestuetzpunkte.rlp.de wird gebeten.

Gesetzliche Regelungen

Das Pflegezeitgesetz

Beschäftigte haben nach dem Pflegezeitgesetz zum einen die Möglichkeit, im Rahmen der kurzzeitigen Arbeitsverhinderung bis zu zehn Arbeitstage der Arbeit fernzubleiben, um für einen pflegebedürftigen nahen Angehörigen in einer akut aufgetretenen Pflegesituation eine bedarfsgerechte Pflege sicherzustellen. Für die Dauer der kurzzeitigen Arbeitsverhinderung wird seit dem 1. Januar 2015 eine Lohnersatzleistung - das Pflegeunterstützungsgeld - gewährt.

Im Rahmen der Pflegezeit besteht außerdem ein Anspruch auf eine vollständige oder teilweise Freistellung von bis zu sechs Monaten für die Pflege eines pflegebedürftigen nahen Angehörigen in häuslicher Umgebung. Ein Rechtsanspruch auf vollständige oder teilweise Freistellung besteht auch für die Betreuung minderjähriger pflegebedürftiger naher Angehöriger zu Hause oder in außerhäuslicher Umgebung (bis zu sechs Monate) und für die Begleitung in der letzten Lebensphase (bis zu drei Monate). Der Anspruch auf Freistellung gilt nicht gegenüber Arbeitgebern mit in der Regel 15 oder weniger Beschäftigten.

Das Familienpflegezeitgesetz

Mit der Familienpflegezeit haben Beschäftigte die Möglichkeit, Angehörige zu pflegen und daneben weiterhin erwerbstätig zu bleiben. Seit dem 1. Januar 2015 haben sie einen Rechtsanspruch auf eine teilweise Freistellung für die Pflege eines nahen Angehörigen in häuslicher Umgebung für bis zu zwei Jahre bei einer wöchentlichen Mindestarbeitszeit von 15 Stunden. Der Anspruch auf teilweise Freistellung kann auch für die Betreuung minderjähriger pflegebedürftiger naher Angehöriger zu Hause oder in außerhäuslicher Umgebung geltend gemacht werden. Der Rechtsanspruch gilt nicht gegenüber Arbeitgebern mit in der Regel 25 oder weniger Beschäftigten.

Während der Freistellungen nach Pflegezeit- und Familienpflegezeitgesetz besteht ein Anspruch auf finanzielle Förderung durch ein zinsloses Darlehen zur besseren Absicherung des Lebensunterhalts.

Am 1. Januar 2015 ist   das Pflegestärkungsgesetz in Kraft getreten, das mehr Leistungen und Verbesserungen für Pflegebedürftige, pflegende Angehörige und Pflegekräfte mit sich bringt. Die Leistungen der Pflegeversicherung sind hier nachzulesen.

Pflegereform 2017

Mit dem Gedanken, die pflegerische Versorgung der Bevölkerung weitreichend zu verbessern, kam es Anfang 2017 zur großen Pflegereform. Beginnend mit der neuen Einteilung in fünf statt nur drei Pflegegrade, werden im neuen Begutachtungsverfahren neben den körperlich gesundheitseingeschränkten Mitmenschen auch solche mit kognitiven Einschränkungen (z.B. Demenz) entsprechend ihres Pflegebedadarfes eingeordnet und somit gleichgestellt. Hierbei wird besonders darauf geachtet, dass jedliche Schlechterstellung von bereits Pflegebedürftigen ausgeschlossen ist.

Weitere Informationen und Deteils finden Sie beispielsweise auf: www.pflege.de.

 

Beurlaubungen für Studierende

Beurlaubung vom Studium wegen Pflege ist möglich. Als Nachweis muss hier ein ärztliches Attest vorgelegt werden mit Inhalt, dass der bzw. die Studierende die Pflege z.B. der Mutter oder des Vaters übernommen hat und die überwiegende Anwesenheit dringend notwendig ist. Ansprechpartnerin: Frau Ochsenreither, Tel. 0631 205 2216, Geb. 47/530

Servicetelefon des Bundes "Wege zur Pflege"

Älteren Menschen ist es wichtig, selbstbestimmt leben zu können. Das gilt auch und besonders für Menschen, die auf Hilfe und Unterstützung angewiesen sind. Das Servicetelefon Pflege ist montags bis donnerstags von 9 Uhr bis 18 Uhr unter der Telefonnummer 030-20179131 zu erreichen. Das Informationsportal www.wege-zur-pflege.de  stellt  ein Beratungsangebot rund um die Themen Pflege, Wohnen, Demenz und Familienpflegezeit dar.

Beratung

Informationen bekommen Sie auf der Website der unabhängigen Patientenberatung, Telefon: 0800/0117722.

Darüber gibt es einen Anspruch auf individuelle und umfassende Pflegeberatung (Fallmanagement). Als zentrale, wohnortnahe und erreichbare Anlaufstellen für die Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen wurden Pflegestützpunkte eingerichtet.

Angebote für pflegende Angehörige in Kaiserslautern

Literatur und weiterführende Links zum Thema

Das Bundesministerium für Gesundheit hat u.a. folgende Publikationen veröffentlicht: Ratgeber "Pflege" (2013), "Wenn das Gedächtnis nachlässt - Ratgeber für die Ambulante Betreuung demenzkranker älterer Menschen" (2014) und die Broschüre: Ratgeber zur Pflege – Alles, was Sie zur Pflege und zum neuen Pflegestärkungsgesetz wissen müssen (2015).