Bundeskonferenz schwullesbischer Hochschulgruppen

Die gruene:uni kritisiert den Beschluss des Studierendenparlaments auf seiner Sitzung vom 25. Mai 2011 die Arbeit der „Bundeskonferenz schwullesbischer Hochschulgruppen“ finanziell nicht mehr zu unterstützen. Diese Entscheidung zeugt von der Rückwärtsgewandtheit vieler Parlamentarier. Offenheit, Toleranz und Freiheit, Werte für die das Parlament eigentlich stehen sollte, gehen damit verloren. Dass eine finanzielle Zuwendung nicht mehr geleistet wird, steht dabei nicht im Vordergrund. Vielmehr wird die Arbeit einer Organisation, ja alles für was diese Organisation steht, in Frage gestellt. Die vollmundigen Aussagen, dass die Arbeiten dennoch gut geheißen, sogar unterstützt werden, erscheinen dann nur noch als Versuch den Krug, den man zuvor absichtlich in den Brunnen geworfen hatte, zu ersetzen.

Dieser Beschluss schlägt letztlich in die gleiche Kerbe, wie schon der Versuch während der konstituierenden Sitzung des Parlaments ein einziges Minderheitenreferat für Ausländer, Schwule, Lesben, Frauen sowie chronisch Kranke und Behinderte zu schaffen.

Minderheiten sind doch nicht alle gleich…

… zumindestenst zwei Abgeordneten aus dem Lager RCDS, Gebäude 48+X, Piraten, Liberale Studenten haben erkannt, dass Minderheiten doch nicht alle gleich sind: Ausländer, Barriefreies Studium sowie Gleichstellung wurden als eigenständige AStA-Referate eingerichtet.

Vorausgegangen war die Androhung fast aller potenziell zukünftiger AStA-ReferentInnen dem Studierendenparlament für einen AStA ohne getrennte Minderheitenvertretungen und mit jeweils eigenem Stimmrecht nicht zur Verfügung zu stehen.

Minderheiten sind alle gleich…

… darum alle Minderheiten in einem Topf: 41. Studierendenparlament stellt sich während der konstituierenden Sitzung gegen die Einrichtung eines AStA-Referats für Ausländer, eines AStA-Referats für barrierefreies Studium, eines AStA-Referats für Frauen/Lesben und eines AStA-Referats für Schwule. gruene:uni und Liste Sowila sind mit ihrem Antrag gescheitert.

Folgende Listen haben geschlossen gegen die Einrichtung der Referate gestimmt:

Gebäude 48+X, RCDS, Piraten, Liberale Studenten (auf Wunsch erfolgt hier keine namentliche Nennung)