Hochschulpolitik im Geiste der Freiheit!

Aus der Überzeugung heraus, dass jeder Einzelne etwas zum Besseren bewegen kann, setzt sich die Liberale Hochschulgruppe Kaiserslautern für eine sachorientierte und vernünftige Politik ein, die allen Angehörigen der Technischen Universität Kaiserslautern zum Vorteil gereicht.
Statt ideologischer Verbohrtheit und weltfremdem Idealismus setzen wir dabei auf rationale und sachorientierte Politik, da nur durch diese wirklich nachhaltige Problemlösungen erzielt werden können. Lobbypolitik, das Streben nach persönlichem Vorteil und einseitiges Denken lehnen wir genauso ab wie das sture Beharren auf der eigenen Position wider bessere Argumente.

Chancengleichheit statt Gleichmacherei
Wir setzen uns für eine Uni ein, an der jeder von uns die Möglichkeit erhält, selbst zu entscheiden, was er macht und was nicht. Daher stehen Freiheit, Toleranz und Eigenverantwortung auf unserer Agenda ganz oben. Wir setzen uns daher dafür ein, dass diejenigen belohnt werden, die sich anstrengen und für sich selbst wie für die Gesellschaft hohe Leistung erbringen.
Gerade im Bildungssystem wird Chancengleichheit immer noch oft mit Gleichmacherei verwechselt. Jeder muss in unserem Bildungssystem die gleichen Chancen haben, unabhängig von Geschlecht oder sozialer Herkunft. Dies kann jedoch nur gelingen, wenn wir Individualität und Begabung fördern. Denn alle Menschen sind gleichwertig, aber nicht gleich!

Bessere Bildung durch Mut zur Freiheit
Im Zuge eines zu erstrebenden Wettbewerbes zwischen den Hochschulen fordert die LHG – getragen von dem Wunsch, eine größtmögliche Angebotsvielfalt und eine an der studentischen Nachfrage orientierte Ausrichtung der Studiengänge zu gewährleisten – die Regierung und den Landtag von Rheinland-Pfalz auf, auf eine größtmögliche Autonomie der Hochschulen hinzuwirken. Die Hochschulen müssen endlich vollständige Rechtsfähigkeit erhalten! Die Entscheidung über Studiengänge, Forschungsschwerpunkte, Zulassung von Studierenden  und Festsetzung von Studiengebühren in einem vorgegeben Grundrahmen sollte direkt bei den Universitäten liegen.

Unabdingbare Voraussetzung ist eine effektive Einflussmöglichkeit durch die Studierendenschaft auf die Qualität der Lehre einzelner Hochschullehrer. In diesem Zusammenhang fordert die LHG die Beendigung der Abhängigkeit der Hochschulen von der Genehmigung durch den zuständigen Minister bei der Berufung von Professoren. Darüber hinaus fordert die LHG die Schaffung von Globalhaushalten, die es den Hochschulen ermöglichen, die Mittelzuweisung nach eigenem Ermessen zu gestalten; so kann gewährleistet werden, dass die Ausbildungskapazitäten optimal ausgeschöpft werden. Dabei ist dafür Sorge zu tragen, dass die Fächervielfalt an den Hochschulen erhalten bleibt.

Akzente setzen
Jede Hochschule sollte unserer Meinung nach noch stärker ein individuelles Profil entwickeln und Schwerpunkte bezüglich Lehre und Forschung setzen. Für die TU Kaiserslautern bedeutet dies in unseren Augen, sich insbesondere auf die Verbesserung der Lehre zu konzentrieren und hier an bestehende Stärken anzuknüpfen. So sind z. B. die kurzen Wege unserer Campusuni insbesondere zum Vorteil der Studierenden, die zwischen Hörsälen, Mensa, Bibliotheken und Laboren pendeln müssen. Zudem bietet unser Studierendenwerk ausreichend Wohnheimplätze und überdurchschnittlich gutes Essen an. Darüber hinaus ist das Studierenden Service Center im Gebäude 47 als eine besonders positive Neuerung der letzten Jahre zu erwähnen.

Ein erster nahe liegender und notwendiger Schritt zur weiteren Verbesserung der Studienbedingungen muss die Verlängerung der Bibliothekenöffnungszeiten sein. Dadurch soll das Arbeiten in ihnen auch in den Abendstunden und am Wochenende ermöglicht werden, um so der individuellen Lebens- und Studienplanung aller Studierenden Rechnung zu tragen. Das Fernziel ist dabei eine Öffnung der Bibliotheken jeden Tag der Woche bis 24 Uhr. Dies lässt sich natürlich nicht auf einen Schlag erreichen, sodass zunächst nur eine Ausweitung der Öffnungszeiten bis 22 Uhr erfolgen soll. Dies lässt sich kurzfristig realisieren und belastet den Haushalt darüber hinaus nur geringfügig, sofern die Ausweitung durch Einstellung von studentischen Hilfskräften erfolgt. So wird für eine Verlängerung der Öffnungszeiten um zwei Stunden täglich eine studentische Hilfskraft mit 10 Wochenstunden benötigt, was etwa 336 € monatlich kostet.

Der gleichen Argumentation folgend fordern wir eine deutliche Ausweitung der Gebäudeöffnungszeiten, damit die Studierenden das RHRK, die Kopierer, die Foyers der Gebäude 1, 42, 46, 52 u. a. besser nutzen können. Diese Maßnahme sollte mit einer besseren Beleuchtung des Campus in den Abendstunden einhergehen. Hier bestehen noch deutliche Defizite. Besonders hervorzuheben ist, dass eine eindeutige Verbesserung der Studienbedingungen auf diese Weise nahezu kostenneutral durchgeführt werden könnte, da der Sicherheitsdienst in den Abendstunden ohnehin vor Ort ist.

Das Angebot des Rechenzentrums an jeden Studierenden, monatlich 200 sw-Seiten kostenlos ausdrucken zu dürfen, ist großartig und ein ganz klarer Pluspunkt für die Ausbildungsstätte TU Kaiserslautern. Natürlich verlassen sich die Studierenden auch darauf, dass sie diesen Service uneingeschränkt und verlässlich nutzen können, was in letzter Zeit leider nicht immer der Fall war. Dies gilt es zu beheben, was mehr Mittel für das Druckzentrum nötig macht, damit diese Stärke unserer TU wieder voll zur Geltung kommt. Bei der Suche nach einer kostengünstigen Lösung bietet sich wiederum die Schaffung neuer Stellen für studentische Hilfskräfte an, sodass die Forderung nach mehr Mitteln für das Druckzentrum der Studierendenschaft auf zweifache Weise zugute kommt.