Fachgebiet Philosophie

Universität Kaiserslautern, 67653 Kaiserslautern, Tel.: 0631/205-3822, Fax: 0631/205-3821

Come to where the philosophers are...

Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2001

Philosophiegeschichte: Antike

Neuser
Beschreibung
Im Rahmen einer 4-semestrigen Vorlesung zur Philosophiegeschichte von der Antike bis zur Gegenwart soll in diesem Semester die Zeit der Antike behandelt werden. Philosophische Begriffe und Ideen werden in ihrer Entwicklung systematisch dargestellt. Schwerpunkte der Vorlesung liegen u.a. auf Platon, Aristoteles und Augustinus. In der Vorlesung werden keine Vorkenntnisse vorausgesetzt, Studierende können zu Beginn jedes Semesters in den Vorlesungszyklus einsteigen.
Literatur
Literatur wird in der Vorlesung angegeben.
Voraussetzungen
Keine formalen Voraussetzungen.
Teilnahmenachweis
Schein für regelmäßige Teilnahme und mündliche Prüfung bzw. Referat oder Hausarbeit.
Teilnehmerkreis
Alle Hörer, Lehramtskandidaten, Nebenfach Philosophie im Hauptstudium Biologie, Physik und Mathematik, Interdisziplinärer Schein.
Modul
Vorlesung

Spezielle Wissenschaftstheorie der Biologie

Neuser
Beschreibung
Mit zunehmender Differenzierung der empirischen Wissenschaften wächst die Notwendigkeit, die Methoden und Grundbegriffe der einzelnen Wissenschaften voneinander abzugrenzen und in speziellen Theorien getrennt zu thematisieren. Nachdem in den letzten Jahrhunderten das Ideal für Wissenschaftlichkeit der Physik entnommen wurde, entstehen in den letzten Jahrzehnten zunehmend Wissenschaftstheorien der Biologie, Chemie, Informatik u.s.w.
In diesem Semester soll in die Wissenschaftstheorie der Biologie eingeführt werden. Diese beinhaltet u.a. Selbstorganisationskonzepte von Maturana.
Literatur
Literatur wird im Seminar angegeben.
Voraussetzungen
Keine formalen Voraussetzungen.
Teilnahmenachweis
Schein für regelmäßige Teilnahme und Referat oder Hausarbeit.
Teilnehmerkreis
Alle Hörer, Lehramtskandidaten, Nebenfach Philosophie im Hauptstudium Biologie, Physik und Mathematik, Interdisziplinärer Schein.
Modul
Seminar zur Wissenschaftstheorie

Der Begriff des Universums von der Spätantike bis zur Gegenwart

Neuser
Beschreibung
Seine Bedeutung im modernen Sinne entfaltet der Begriff des Universums in der Renaissance. Hier bezeichnet er das alles Umfassende. In der Folgezeit findet eine Degeneration des Begriffes statt. Universum ist nun gleichbedeutend mit der Welt in ihrem zeitlichen und materiellen Verlauf. Das, was Zeit und Materie umfasst, wird durch den Begriff nicht mehr erfasst. Erst Einstein knüpft in der Neuzeit wieder an den emphatischen Sinn des Begriffs des Universums an. In dieser Vorlesung sollen die Entwicklung und die Bedeutungsverschiebungen des Begriffs des Universums nachgezeichnet werden und so ein philosophiegeschichtlicher Hintergrund für einen bis heute aktuellen Begriff geliefert werden.
Literatur
Literatur wird in der Vorlesung angegeben.
Voraussetzungen
Keine formalen Voraussetzungen.
Teilnahmenachweis
Schein für regelmäßige Teilnahme und Referat oder Hausarbeit.
Teilnehmerkreis
Alle Hörer, Lehramtskandidaten, Nebenfach Philosophie im Hauptstudium Biologie, Physik und Mathematik, Interdisziplinärer Schein.
Modul
Special

Wirtschaftsethik II: Spezieller Teil

Neuser
Beschreibung
Gegenstand des 2-semestrigen Vertiefungsblocks Wirtschaftsethik (für Wirtschaftsingenieure) sind die Grundlagen und speziellen ethischen Konzepte wirtschaftlichen Handelns.
In diesem zweiten Teil des Vertiefungsblocks werden spezielle Ethikkonzepte, die sich mit Problemen der Wirtschaftswissenschaften beschäftigen, thematisch gemacht. Die Vorlesung eignet sich für alle Studierenden mit einem generellen Interesse an Ethik.
Literatur
Literatur wird in der Vorlesung angegeben
Voraussetzungen
Der Vertiefungsblock Wirtschaftsethik umfaßt 2 Vorlesungen: im WS allgemeiner Teil der Ethik, im SS spezieller Teil der Wirtschaftsethik. Der Besuch der Vorlesung Wirtschaftsethik I, Allgemeine Ethik ist Voraussetzung für die Scheinvergabe für Wirtschaftsingenieure.
Teilnahmenachweis
Schein für regelmäßige Teilnahme und Referat oder Hausarbeit oder mündliche Prüfung.
Teilnehmerkreis
Wirtschaftsingenieurwesen und Studierende mit Nebenfach oder Studienanteil Wirtschaftswissenschaften. Alle Hörer, Lehramtskandidaten, Nebenfach Philosophie im Hauptstudium Biologie, Physik und Mathematik, Interdisziplinärer Schein.
Modul
Vorlesung zur praktischen Philosophie

"Ich" und "subjektive Zeit" bei Augustinus

Reichold
Anmeldungen nimmt Anne Reichold gerne noch entgegen!
Beschreibung
Der 354 n. Chr. in Algerien geborene Augustinus ist einer der bedeutendsten Philosophen der Spätantike. Die Confessiones (Bekenntnisse) sind eine Schrift Augustinus´, in der er seinen abrupten Bruch mit dem weltlichen Leben und seine Hinwendung zur christlichen Philosophie in Form einer Autobiographie darstellt. Er schildert die Unruhe der menschlichen Seele, die durch den Fall Adams ihre ursprüngliche Harmonie verloren hat und deren Rückkehr zu Gott. Mit der Entdeckung eines Sinns und Ziels, das jenseits des Ich liegt, wendet sich Augustinus ab von dem klassischen Gedanken der Autonomie des Menschen. Im 11. Buch der Bekenntnisse findet sich die erste Entwicklung eines psychologischen Zeitbegriffs in der Philosophie: Die Zeit ist unmittelbar mit dem rationalen Bewusstsein verbunden, sie ist ein mentaler Ordnungsprozess und hat kein reales Maß außerhalb der menschlichen Psyche.
In diesem Seminar wollen wir die Bekenntnisse in Ausschnitten lesen und dabei unter anderem über die Freiheit des Ich und über die Theorie der Zeit diskutieren.
Literatur
Augustinus: Bekenntnisse.
Voraussetzungen
Keine formalen Voraussetzungen.
Teilnahmenachweis
Schein für regelmäßige Teilnahme und Referat, mündliche Prüfung oder Hausarbeit.
Teilnehmerkreis
Wirtschaftsingenieurwesen und Studierende mit Nebenfach oder Studienanteil Wirtschaftswissenschaften. Alle Hörer, Lehramtskandidaten, Nebenfach Philosophie im Hauptstudium Biologie, Physik und Mathematik, Interdisziplinärer Schein.
Modul
Begleitseminar zur Vorlesung

Die Identität der Person - Über Anfang und Ende des personalen Lebens

Reichold
Beschreibung
Die Frage nach der personalen Identität ist heute von großer Bedeutung, wenn ethische Fragen wie Abtreibung oder Sterbehilfe diskutiert werden: wann beginnt und endet das personale Leben? Ist jeder lebende menschliche Organismus eine Person? Oder müssen bestimmte mentale Fähigkeiten vorhanden sein, um von Personalität zu sprechen? Kriterien für die Identität der Person brauchen wir aber auch schon, wenn wir begründen wollen, warum jemand verantwortlich ist für das, was er in der Vergangenheit gemacht hat. Denn nur wenn die Person, die heute zur Verantwortung gezogen wird, dieselbe ist, wie die, die in der Vergangenheit gehandelt hat, macht die Rede von Verantwortung Sinn. In der philosophische Debatte sind für die personale Identität unterschiedliche Kriterien angegeben worden: die Identität des Körpers, die Identität bestimmter Teile des Gehirn oder die Fähigkeit, sich an seine eigene Vergangenheit erinnern zu können. In diesem Seminar sollen aktuelle Texte aus dem Bereich der analytischen Philosophie zum Thema der Personenidentität gelesen und diskutiert werden.
Literatur
Literatur wird im Seminar bekanntgegeben.
Voraussetzungen
Keine formalen Voraussetzungen.
Teilnahmenachweis
Schein für regelmäßige Teilnahme und Referat oder Hausarbeit.
Teilnehmerkreis
Wirtschaftsingenieurwesen und Studierende mit Nebenfach oder Studienanteil Wirtschaftswissenschaften. Alle Hörer, Lehramtskandidaten, Nebenfach Philosophie im Hauptstudium Biologie, Physik und Mathematik, Interdisziplinärer Schein.
Modul
Special

Begleitseminar zum Studium integrale: Spiel

Neuser/Reichold
Beschreibung
Das Spiel ist als Ausdruck der freien Persönlichkeit des Menschen in der Philosophie häufig als ein idealer Zustand des Menschen beschrieben worden. Spielen bedeutet Handeln nach selbstgesetzten Regeln, das Spiel schafft eine "zweite Welt", die frei ist von den Zwecken und Zwängen des Alltags. Im Begleitseminar zur Vorlesungsreihe wollen wir Texte aus den Bereichen Ästhetik, Ethik und Erkenntnistheorie zum Thema "Spiel" lesen. Spezielle Themenvorschläge der Teilnehmer, die in der Vorbesprechung eingebracht werden können, werden gerne ins Seminarprogramm aufgenommen.
Literatur
Literatur wird im Seminar angegeben.
Voraussetzungen
Keine formalen Voraussetzungen.
Teilnahmenachweis
Schein für regelmäßige Teilnahme und Referat oder Hausarbeit.
Teilnehmerkreis
Alle Hörer, Studium integrale Veranstaltung.

Offenes Seminar Philosophie

Neuser und Mitarbeiter
Beschreibung
Wissenschaftliche Mitarbeiter und Doktoranden aller Fachbereiche der Universität haben in diesem Seminar die Möglichkeit, philosophische oder wissenschaftshistorische Probleme, die sie im Zusammenhang mit ihren Forschungsprojekten sehen, im interdisziplinären Kreis zu diskutieren.
Teilnahmenachweis
Für wissenschaftliche Mitarbeiter und Doktoranden.

Einführung in die Medienethik

Wiegerling
Beschreibung
Unter dem Stichwort Medienethik werden derzeit alle Fragestellungen gebündelt, die das Verhältnis von menschlichem Verhalten bzw. Handeln und Informationsträgersysteme betreffen. Es geht um Fragen wie: In welcher Weise wird unser Handeln durch das Fernsehen, durch die Nutzung moderner elektronischer Medien wie das Internet, aber auch durch klassische Medien wie das Buch oder das Theater geprägt? Medienethik ist dabei eine Disziplin, die keine neue Ethik begründet, sondern vor allem neue ethische Fragestellungen zu beschreiben und zu klären versucht. Darüber hinaus kommt ihr noch eine emanzipatorische Bedeutung zu, insofern sie Kritik an der bestehenden Moral angesichts veränderter medialer Bedingungen übt und sich mit einer Entmythologisierung neuer Informations- und Medienmythen beschäftigt. Das Seminar gibt eine Einführung in die Disziplin in drei Schritten. Im ersten Schritt werden die Grundprobleme und Grundpositionen der Disziplin dargelegt; im zweiten Schritt werden medienethische Positionen, von Platons Schriftkritik über Schrift- und Bildtheorien bis hin zu Theorien moderner Massen- und sog. Hypermedien vorgestellt; im letzten Schritt schließlich werden neue medienethische Fragestellungen im Journalismus, in der Gesetzgebung, der Dokumentation, der Wissenschaft und der Medienerziehung erörtert.
Literatur
  • Bolz, Norbert
    Kann sich die Informationsgesellschaft eine Ethik leisten?
    in: Universitas 5, 1993.
  • Holderegger, Adrian (Hg.):
    Kommunikations- und Medienethik - interdieziplinäre Perspektiven
    Freiburg i. Br./Freiburg i. Ue. 1999
  • Funiok, R./Schmälzle, U.F./Werth, Chr. H. (Hg.)
    Medienethik - die Frage der Verantwortung
    Bonn 1999
  • Schicha, Chr./Brosda, C.
    Medienethik zwischen Theorie und Praxis - Normen für die Kommunikationsgesellschaft
    Münster/W. 2000
  • Wiegerling, Klaus
    Medienethik
    Stuttgart 1998
Voraussetzungen
Keine formalen Voraussetzungen.
Teilnahmenachweis
Schein für regelmäßige Teilnahme und Referat oder Hausarbeit.
Teilnehmerkreis
Wirtschaftsingenieurwesen und Studierende mit Nebenfach oder Studienanteil Wirtschaftswissenschaften. Alle Hörer, Lehramtskandidaten, Nebenfach Philosophie im Hauptstudium Biologie, Physik und Mathematik, Interdisziplinärer Schein.
Modul
Special

Wirtschaftsethik in der Praxis

Schmidt
Beschreibung
In der sogenannten New Economy setzen sich immer mehr Unternehmen mit dem Thema Wertemanagement und Ethik auseinander. Ausgewiesene Wirtschaftsethik-Programme allerdings sind bislang noch Mangelware - doch der Druck zur Erarbeitung und Implementierung ethischer Grundsätze mit verbindlich kommunizierten Werten im unternehmerischen Alltag steigt. Gründe dafür liegen u.a. in der zunehmenden Öffentlichkeit der Unternehmen (Medien als vierte Macht im Saat), in der schnellebigen Wirtschaft, in der Globalisierung, in international bereits eingeforderten ethischen Standards, im gesellschaftlichen WertewandeWertewandel.
Im Seminar werden Konzepte zur Umsetzung ethischer Werte in Unternehmen vorgestellt und diskutiert.
Leitfragen sind u.a.: Was bedeutet Wirtschaftsethik für die Praxis? Gibt es Prioritäten bei den Anspruchsgruppen der Unternehmen (Shareholder vs. Stakekolder)? Was ist der Nutzen einer gelebten Unternehmensethik? Muß sich Wirtschaftsethik für die Unternehmen rechnen? Darf Ethik als Managementtool instrumentalisiert werden?
Anhand einer Fallstudie aus der Praxis wird ein Unternehmensethik-Modell entwickelt, mit dem Entscheidungen der Unternehmensführung aus ethischer Perspektive vorbereitet und überprüft werden können. Begleitend wird die Stellung des Unternehmens in der New Economy in philosophischer und wirtschaftlicher Hinsicht thematisiert.
Das Seminar richtet sich an Studierende aller Fachrichtungen, die in ihrem beruflichen Werdegang Führungsaufgaben anstreben.
Literatur
Literatur wird in der Veranstaltung bekanntgegeben.
Voraussetzungen
Keine formalen Voraussetzungen. Der Besuch der Vorlesung Wirtschaftsethik wird empfohlen.
Teilnahmenachweis
Schein für regelmäßige Teilnahme und Referat oder Hausarbeit.
Teilnehmerkreis
Wirtschaftsingenieurwesen und Studierende mit Nebenfach oder Studienanteil Wirtschaftswissenschaften. Alle Hörer, Lehramtskandidaten, Nebenfach Philosophie im Hauptstudium Biologie, Physik und Mathematik, Interdisziplinärer Schein.
Modul
Special


Fachgebiet Philosophie; Wolfgang Neuser, neuser@rhrk.uni-kl.de
Letzte Änderung: 8. Februar 2001