Universität Kaiserslautern, 67653 Kaiserslautern, Tel.: 0631/205-3822, Fax: 0631/205-3821
Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2001
Philosophiegeschichte: Antike
Neuser
2 Std. Vorlesung
Mi 11.45 - 13.15 Uhr
Raum 36-265
Beginn: 25.04.2001
Beschreibung
Im Rahmen einer 4-semestrigen Vorlesung zur Philosophiegeschichte
von der Antike bis zur Gegenwart soll in diesem Semester die Zeit der
Antike behandelt werden. Philosophische Begriffe und Ideen werden in
ihrer Entwicklung systematisch dargestellt. Schwerpunkte der Vorlesung
liegen u.a. auf Platon, Aristoteles und Augustinus. In der Vorlesung
werden keine Vorkenntnisse vorausgesetzt, Studierende können zu
Beginn jedes Semesters in den Vorlesungszyklus einsteigen.
Literatur
Literatur wird in der Vorlesung angegeben.
Voraussetzungen
Keine formalen Voraussetzungen.
Teilnahmenachweis
Schein für regelmäßige Teilnahme und mündliche Prüfung bzw. Referat oder Hausarbeit.
Teilnehmerkreis
Alle Hörer, Lehramtskandidaten, Nebenfach Philosophie
im Hauptstudium Biologie, Physik und Mathematik,
Interdisziplinärer Schein.
Modul
Vorlesung
Spezielle Wissenschaftstheorie der Biologie
Neuser
2 Std. Seminar
Mo. 11.45 - 13.15 Uhr
Raum 42-133
Beginn: 23.04.2001
Beschreibung
Mit zunehmender Differenzierung der empirischen Wissenschaften
wächst die Notwendigkeit, die Methoden und Grundbegriffe
der einzelnen Wissenschaften voneinander abzugrenzen und in
speziellen Theorien getrennt zu thematisieren. Nachdem in den
letzten Jahrhunderten das Ideal für Wissenschaftlichkeit der
Physik entnommen wurde, entstehen in den letzten Jahrzehnten
zunehmend Wissenschaftstheorien der Biologie, Chemie, Informatik
u.s.w.
In diesem Semester soll in die Wissenschaftstheorie der Biologie
eingeführt werden. Diese beinhaltet u.a.
Selbstorganisationskonzepte von Maturana.
Literatur
Literatur wird im Seminar angegeben.
Voraussetzungen
Keine formalen Voraussetzungen.
Teilnahmenachweis
Schein für regelmäßige Teilnahme und Referat oder Hausarbeit.
Teilnehmerkreis
Alle Hörer, Lehramtskandidaten, Nebenfach Philosophie
im Hauptstudium Biologie, Physik und Mathematik,
Interdisziplinärer Schein.
Modul
Seminar zur Wissenschaftstheorie
Der Begriff des Universums von der Spätantike bis zur Gegenwart
Neuser
2 Std. Vorlesung
Di. 10.00 - 11.30 Uhr
Raum 36-265
Beginn: 24.04.2001
Beschreibung
Seine Bedeutung im modernen Sinne entfaltet der Begriff des Universums
in der Renaissance. Hier bezeichnet er das alles Umfassende. In der
Folgezeit findet eine Degeneration des Begriffes statt. Universum ist
nun gleichbedeutend mit der Welt in ihrem zeitlichen und materiellen
Verlauf. Das, was Zeit und Materie umfasst, wird durch den Begriff
nicht mehr erfasst. Erst Einstein knüpft in der Neuzeit wieder an
den emphatischen Sinn des Begriffs des Universums an. In dieser
Vorlesung sollen die Entwicklung und die Bedeutungsverschiebungen
des Begriffs des Universums nachgezeichnet werden und so ein
philosophiegeschichtlicher Hintergrund für einen bis heute aktuellen
Begriff geliefert werden.
Literatur
Literatur wird in der Vorlesung angegeben.
Voraussetzungen
Keine formalen Voraussetzungen.
Teilnahmenachweis
Schein für regelmäßige Teilnahme und Referat oder Hausarbeit.
Teilnehmerkreis
Alle Hörer, Lehramtskandidaten, Nebenfach Philosophie
im Hauptstudium Biologie, Physik und Mathematik,
Interdisziplinärer Schein.
Modul
Special
Wirtschaftsethik II: Spezieller Teil
Neuser
2 Std. Vorlesung
Mo. 10.00 - 11.30 Uhr
Raum 42-133
Beginn: 26.04.2001
Beschreibung
Gegenstand des 2-semestrigen Vertiefungsblocks
Wirtschaftsethik (für Wirtschaftsingenieure) sind die
Grundlagen und speziellen ethischen Konzepte wirtschaftlichen
Handelns.
In diesem zweiten Teil des Vertiefungsblocks werden
spezielle Ethikkonzepte, die sich mit Problemen der
Wirtschaftswissenschaften beschäftigen, thematisch gemacht.
Die Vorlesung eignet sich für alle Studierenden mit einem
generellen Interesse an Ethik.
Literatur
Literatur wird in der Vorlesung angegeben
Voraussetzungen
Der Vertiefungsblock Wirtschaftsethik umfaßt 2 Vorlesungen:
im WS allgemeiner Teil der Ethik, im SS spezieller Teil der
Wirtschaftsethik. Der Besuch der Vorlesung Wirtschaftsethik
I, Allgemeine Ethik ist Voraussetzung für die Scheinvergabe
für Wirtschaftsingenieure.
Teilnahmenachweis
Schein für regelmäßige Teilnahme und Referat oder Hausarbeit oder
mündliche Prüfung.
Teilnehmerkreis
Wirtschaftsingenieurwesen und Studierende mit Nebenfach oder
Studienanteil Wirtschaftswissenschaften. Alle Hörer,
Lehramtskandidaten, Nebenfach Philosophie im Hauptstudium
Biologie, Physik und Mathematik,
Interdisziplinärer Schein.
Modul
Vorlesung zur praktischen Philosophie
"Ich" und "subjektive Zeit" bei Augustinus
Reichold
Blockseminar
6. und 7. Juli, 9-16 Uhr bzw. 9-13 Uhr
3-U13
Anmeldungen nimmt Anne Reichold gerne noch entgegen!
Beschreibung
Der 354 n. Chr. in Algerien geborene Augustinus ist einer der
bedeutendsten Philosophen der Spätantike. Die Confessiones
(Bekenntnisse) sind eine Schrift Augustinus´, in der er seinen
abrupten Bruch mit dem weltlichen Leben und seine Hinwendung zur
christlichen Philosophie in Form einer Autobiographie darstellt.
Er schildert die Unruhe der menschlichen Seele, die durch den Fall
Adams ihre ursprüngliche Harmonie verloren hat und deren Rückkehr
zu Gott. Mit der Entdeckung eines Sinns und Ziels, das jenseits des
Ich liegt, wendet sich Augustinus ab von dem klassischen Gedanken
der Autonomie des Menschen. Im 11. Buch der Bekenntnisse findet
sich die erste Entwicklung eines psychologischen Zeitbegriffs in
der Philosophie: Die Zeit ist unmittelbar mit dem rationalen
Bewusstsein verbunden, sie ist ein mentaler Ordnungsprozess und
hat kein reales Maß außerhalb der menschlichen Psyche.
In diesem Seminar wollen wir die Bekenntnisse in Ausschnitten
lesen und dabei unter anderem über die Freiheit des Ich und über
die Theorie der Zeit diskutieren.
Literatur
Augustinus: Bekenntnisse.
Voraussetzungen
Keine formalen Voraussetzungen.
Teilnahmenachweis
Schein für regelmäßige Teilnahme und Referat, mündliche Prüfung oder Hausarbeit.
Teilnehmerkreis
Wirtschaftsingenieurwesen und Studierende mit Nebenfach oder
Studienanteil Wirtschaftswissenschaften. Alle Hörer,
Lehramtskandidaten, Nebenfach Philosophie im Hauptstudium
Biologie, Physik und Mathematik,
Interdisziplinärer Schein.
Die Identität der Person - Über Anfang und Ende des personalen Lebens
Reichold
Seminar
Donnerstag, 13.45 - 15.15 Uhr
Raum 42-133
Beschreibung
Die Frage nach der personalen Identität ist heute von großer
Bedeutung, wenn ethische Fragen wie Abtreibung oder Sterbehilfe
diskutiert werden: wann beginnt und endet das personale Leben?
Ist jeder lebende menschliche Organismus eine Person? Oder müssen
bestimmte mentale Fähigkeiten vorhanden sein, um von Personalität
zu sprechen? Kriterien für die Identität der Person brauchen wir
aber auch schon, wenn wir begründen wollen, warum jemand
verantwortlich ist für das, was er in der Vergangenheit gemacht hat.
Denn nur wenn die Person, die heute zur Verantwortung gezogen wird,
dieselbe ist, wie die, die in der Vergangenheit gehandelt hat,
macht die Rede von Verantwortung Sinn. In der philosophische
Debatte sind für die personale Identität unterschiedliche
Kriterien angegeben worden: die Identität des Körpers,
die Identität bestimmter Teile des Gehirn oder die Fähigkeit,
sich an seine eigene Vergangenheit erinnern zu können.
In diesem Seminar sollen aktuelle Texte aus dem Bereich der
analytischen Philosophie zum Thema der Personenidentität gelesen
und diskutiert werden.
Literatur
Literatur wird im Seminar bekanntgegeben.
Voraussetzungen
Keine formalen Voraussetzungen.
Teilnahmenachweis
Schein für regelmäßige Teilnahme und Referat oder Hausarbeit.
Teilnehmerkreis
Wirtschaftsingenieurwesen und Studierende mit Nebenfach oder
Studienanteil Wirtschaftswissenschaften. Alle Hörer,
Lehramtskandidaten, Nebenfach Philosophie im Hauptstudium
Biologie, Physik und Mathematik,
Interdisziplinärer Schein.
Modul
Special
Begleitseminar zum Studium integrale: Spiel
Neuser/Reichold
2 Std. Seminar: n.V., Sitzungstermine werden bekanntgegeben.
Das Spiel ist als Ausdruck der freien Persönlichkeit des Menschen
in der Philosophie häufig als ein idealer Zustand des Menschen
beschrieben worden. Spielen bedeutet Handeln nach selbstgesetzten
Regeln, das Spiel schafft eine "zweite Welt", die frei ist von den
Zwecken und Zwängen des Alltags. Im Begleitseminar zur
Vorlesungsreihe wollen wir Texte aus den Bereichen Ästhetik,
Ethik und Erkenntnistheorie zum Thema "Spiel" lesen.
Spezielle Themenvorschläge der Teilnehmer, die in der
Vorbesprechung eingebracht werden können, werden
gerne ins Seminarprogramm aufgenommen.
Literatur
Literatur wird im Seminar angegeben.
Voraussetzungen
Keine formalen Voraussetzungen.
Teilnahmenachweis
Schein für regelmäßige Teilnahme und Referat oder Hausarbeit.
Wissenschaftliche Mitarbeiter und Doktoranden aller Fachbereiche
der Universität haben in diesem Seminar die Möglichkeit,
philosophische oder wissenschaftshistorische Probleme, die sie im
Zusammenhang mit ihren Forschungsprojekten sehen, im
interdisziplinären Kreis zu diskutieren.
Teilnahmenachweis
Für wissenschaftliche Mitarbeiter und Doktoranden.
Einführung in die Medienethik
Wiegerling
2 Std. Seminar
Mo. 15.30 - 17.00 Uhr
Raum 42-221
Beginn: 23.04.2001
Beschreibung
Unter dem Stichwort Medienethik werden derzeit alle Fragestellungen
gebündelt, die das Verhältnis von menschlichem Verhalten bzw.
Handeln und Informationsträgersysteme betreffen. Es geht um Fragen
wie: In welcher Weise wird unser Handeln durch das Fernsehen, durch
die Nutzung moderner elektronischer Medien wie das Internet, aber
auch durch klassische Medien wie das Buch oder das Theater geprägt?
Medienethik ist dabei eine Disziplin, die keine neue Ethik begründet,
sondern vor allem neue ethische Fragestellungen zu beschreiben und
zu klären versucht. Darüber hinaus kommt ihr noch eine emanzipatorische
Bedeutung zu, insofern sie Kritik an der bestehenden Moral angesichts
veränderter medialer Bedingungen übt und sich mit einer Entmythologisierung
neuer Informations- und Medienmythen beschäftigt. Das Seminar gibt
eine Einführung in die Disziplin in drei Schritten. Im ersten
Schritt werden die Grundprobleme und Grundpositionen der Disziplin
dargelegt; im zweiten Schritt werden medienethische Positionen,
von Platons Schriftkritik über Schrift- und Bildtheorien bis hin zu
Theorien moderner Massen- und sog. Hypermedien vorgestellt;
im letzten Schritt schließlich werden neue medienethische
Fragestellungen im Journalismus, in der Gesetzgebung,
der Dokumentation, der Wissenschaft und der Medienerziehung erörtert.
Literatur
Bolz, Norbert
Kann sich die Informationsgesellschaft eine Ethik leisten?
in: Universitas 5, 1993.
Holderegger, Adrian (Hg.):
Kommunikations- und Medienethik - interdieziplinäre Perspektiven
Freiburg i. Br./Freiburg i. Ue. 1999
Funiok, R./Schmälzle, U.F./Werth, Chr. H. (Hg.)
Medienethik - die Frage der Verantwortung
Bonn 1999
Schicha, Chr./Brosda, C.
Medienethik zwischen Theorie und Praxis - Normen für die Kommunikationsgesellschaft
Münster/W. 2000
Wiegerling, Klaus
Medienethik
Stuttgart 1998
Voraussetzungen
Keine formalen Voraussetzungen.
Teilnahmenachweis
Schein für regelmäßige Teilnahme und Referat oder Hausarbeit.
Teilnehmerkreis
Wirtschaftsingenieurwesen und Studierende mit Nebenfach oder
Studienanteil Wirtschaftswissenschaften. Alle Hörer,
Lehramtskandidaten, Nebenfach Philosophie im Hauptstudium
Biologie, Physik und Mathematik,
Interdisziplinärer Schein.
In der sogenannten New Economy setzen sich immer mehr Unternehmen
mit dem Thema Wertemanagement und Ethik auseinander.
Ausgewiesene Wirtschaftsethik-Programme allerdings sind bislang
noch Mangelware - doch der Druck zur Erarbeitung und
Implementierung ethischer Grundsätze mit verbindlich
kommunizierten Werten im unternehmerischen Alltag steigt.
Gründe dafür liegen u.a. in der zunehmenden Öffentlichkeit
der Unternehmen (Medien als vierte Macht im Saat), in der
schnellebigen Wirtschaft, in der Globalisierung, in international
bereits eingeforderten ethischen Standards,
im gesellschaftlichen WertewandeWertewandel.
Im Seminar werden Konzepte zur Umsetzung ethischer Werte in
Unternehmen vorgestellt und diskutiert.
Leitfragen sind u.a.: Was bedeutet Wirtschaftsethik für die Praxis?
Gibt es Prioritäten bei den Anspruchsgruppen der Unternehmen
(Shareholder vs. Stakekolder)? Was ist der Nutzen einer gelebten
Unternehmensethik? Muß sich Wirtschaftsethik für die Unternehmen
rechnen? Darf Ethik als Managementtool instrumentalisiert werden?
Anhand einer Fallstudie aus der Praxis wird ein
Unternehmensethik-Modell entwickelt, mit dem Entscheidungen der
Unternehmensführung aus ethischer Perspektive vorbereitet und
überprüft werden können. Begleitend wird die Stellung des
Unternehmens in der New Economy in philosophischer und
wirtschaftlicher Hinsicht thematisiert.
Das Seminar richtet sich an Studierende aller Fachrichtungen,
die in ihrem beruflichen Werdegang Führungsaufgaben anstreben.
Literatur
Literatur wird in der Veranstaltung bekanntgegeben.
Voraussetzungen
Keine formalen Voraussetzungen. Der Besuch der Vorlesung Wirtschaftsethik wird empfohlen.
Teilnahmenachweis
Schein für regelmäßige Teilnahme und Referat oder Hausarbeit.
Teilnehmerkreis
Wirtschaftsingenieurwesen und Studierende mit Nebenfach oder
Studienanteil Wirtschaftswissenschaften. Alle Hörer,
Lehramtskandidaten, Nebenfach Philosophie im Hauptstudium
Biologie, Physik und Mathematik,
Interdisziplinärer Schein.