Bachelorprojekt 2017 am Lehrstuhl Regionalentwicklung und Raumordnung

Strategien zur Wertschöpfung in touristischen Destinationen und ihre Wirkungen auf die Sicherung der Daseinsvorsorge – Untersuchung am Beispiel Mörsdorf und der Hängeseilbrücke Geierlay

Mit der Hängeseilbrücke Geierlay hat sich die Gemeinde Mörsdorf seit der Brücken-Einweihung im Herbst 2015 zu einem touristischen Anziehungspunkt entwickelt, der überregionale Aufmerksamkeit erhält.

Einher mit dem bisherigen Erfolg des Projektes Geierlay geht für Mörsdorf die Frage, wie das touristische Potential der Brücke bestmöglich für die Destinations- und Gemeindeentwicklung genutzt werden kann. Wesentlich ist dabei die Erhöhung der touristischen Wertschöpfung vor Ort. Auf diese Weise können zusätzliche kommunale Einnahmen generiert werden. Diese können wiederum in anderen Bereichen, beispielsweise der Daseinsvorsorge eingesetzt werden.

Im Zentrum des diesjährigen Bachelorprojekts des Lehrstuhls Regionalentwicklung und Raumordnung stand die Hängeseilbrücke Geierlay. Sechs Studierende setzten sich mit folgenden Fragen auseinander:

  • Wie gestaltet sich das touristische Angebot der Gemeinde Mörsdorf bisher?
  • Welche Angebote und Dienstleistungen können die touristische Infrastruktur der Gemeinde Mörsdorf sinnvoll ergänzen?
  • Durch welche Strategien und Projekte kann eine Erhöhung der kommunalen Wertschöpfung und eine Verlängerung der Wertschöpfungskette angestoßen werden?

Nach Möglichkeit sollten dabei die Wirkungen auf die Daseinsvorsorge und die Sicherung dieser entsprechend mitberücksichtigt werden.

Bei einer Ortsbegehung konnte das Projektteam umfassende Eindrücke von der Ausgangslage in Mörsdorf erhalten und mit dem Bürgermeister zur Entwicklung des Ortes seit Errichtung der Hängeseilbrücke Geierlay ins Gespräch kommen. Im Fokus standen neben den noch freisetzbaren touristischen Wertschöpfungspotenzialen der Brücke, auch Probleme und Risiken, die das Projekt Geierlay für den Ort birgt. Den empirischen Kern der Untersuchung bildete eine im Mai und Juni von den Studierenden durchgeführte Befragung der Einwohner und der touristischen Gäste von Mörsdorf zu der Thematik.

Die Ergebnisse stellten die Studierenden auf Einladung des Ortbürgermeisters Marcus Kirchhoff am 17.08.2017 in einer Abendveranstaltung 42 interessierten Bürgern im Gemeindehaus Mörsdorf vor. In der Projektpräsentation wurde herausgestellt, dass Mörsdorf als noch sehr junge touristische Destination in den vergangenen zwei Jahren die touristische Entwicklung des Ortes in engagierter Eigeninitiative angestoßen hat. Vor allem zahlreiche Tagesgäste besuchen die Hängeseilbrücke. Als zentraler Handlungsansatz aus der Gästebefragung ist die Steigerung der Aufenthaltsqualität und der Aufenthaltsdauer der Besucher hervorgegangen, um die touristischen Einnahmen erhöhen zu können. Ein erster Schritt zur Verwirklichung dieses Ziels könnte die Aufwertung des Brückenkopfs durch die Installation eines Cafékiosks sein. Als weitere Möglichkeit zur Anknüpfung an die Ergebnisse der Untersuchung nannten die Studierenden die Stärkung der Zusammenarbeit in lokalen und regionalen Netzwerken.

Dipl.-Ing. Julia Wohland

M.Sc. Sarah Wieschmann


Visuelle Impressionen

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Bachelorprojekt 2017

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