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Pressemeldung

Frauenförderung, Gleichstellung und Familienförderung im Jahr 2012


Von: Prof. Dr. Gabi Troeger-Weiß


07.02.2013
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Die ausgezeichneten Studienanfängerinnen Vanessa Bornemann, Lisa Gehm, Lisa Provo und Anne Hebold mit TU-Präsident Prof. Dr. Helmut Schmidt.

Im Jahr 2012 hat die Frauenförderung, die Gleichstellung und Familienförderung an der TU Kaiserslautern durch verschiedene Maßnahmen und Projekte deutlich an Bedeutung gewonnen. An der TU Kaiserslautern ist es im vergangenen Jahr gelungen, nicht nur einzelne Projekte durchzuführen, sondern diese zu vernetzen und damit eine strukturbildende Wirkung zu erzielen.

Gestern wurden in diesem Kontext die Anfängerinnenstipendien in Höhe von 160 Euro für zwölf Monate durch TU-Präsident Prof. Dr. Helmut Schmidt an besonders leistungsorientierte und sozial engagierte Studienanfängerinnen verliehen.

Im Besonderen betrafen dies folgende Themen und Projekte:

-  Förderprogramme nutzen

Im Jahr 2012 konnten eine Reihe von Förderprogrammen im Bereich Gleichstellung und Frauenförderung genutzt werden, so beispielsweise das Programm für Juniorprofessorinnen, das Tutorinnenprogramm oder auch Programme zur Ansprache von Schülerinnen. Wichtige Programme, in denen Frauenförderung eine zentrale Rolle spielt sind auch die Forschungsinitiative des Landes, der Hochschulpakt II sowie der Bereich der Qualitätssicherung in der Lehre.

-  Forschungsorientierte Gleichstellungsstandards der DFG

Die Berücksichtigung von Gender-Aspekten ist ein wesentliches Element qualitativ hochwertiger Forschung. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) legt großen Wert, dass Frauen in Forschungsprojekten - möglichst paritätisch - vertreten sind. Ferner geht es um die Steigerung der Anteile von Frauen in allen Qualifikationsstufen und um die Unterstützung wissenschaftlicher Karrieren und Lebensläufe von Nachwuchswissenschaftlerinnen (Mentoring-Projekte in verschiedenen Ausprägungen an der TU Kaiserslautern). Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch, dass ein erstes Konzept zur gendersensiblen Gestaltung von Forschungsanträgen erarbeitet wurde, das nun in einem DFG-Antrag konkretisiert werden soll.

-  Beteiligung am Professorinnen-Programm II

Die TU Kaiserslautern wird sich erneut am Professorinnen-Programm II des Bundes und der Länder beteiligen. Nachdem die TU Kaiserslautern bereits beim ersten Professorinnen-Programm mit dem Gleichstellungskonzept erfolgreich sich beworben hat, geht es nun darum, zu zeigen, welche Maßnahmen umgesetzt werden konnten. Auf dieser Grundlage wird sodann von einem externen Expertengremium entschieden, ob die TU Kaiserslautern erneut eine Förderung für drei Professorinnenstellen erhält. Das erste Programm hat erhebliche Wirkungen gezeigt, konnte doch die Zahl der weiblichen Professoren deutlich erhöht werden.

- Sensibilisierung aller Teilbereiche der TU Kaiserslautern zum Thema „Frauen“

Im Jahr 2012 wurde ein „Quantensprung“ im Hinblick auf die Sensibilisierung aller Teilbereiche der TU Kaiserslautern im Hinblick auf Frauenförderung erreicht. Alle Fachbereiche achten bei Berufungsverfahren auf eine adäquate Berücksichtigung von Frauen. Ferner wird von der Gleichstellungsbeauftragten des Senats eine Vielzahl von Stellungnahmen angefordert, beispielsweise bei der Besetzung von Leitungspositionen, bei der Besetzung von Professuren sowie bei Kommissionen, z.B. der Stipendienkommission. Ferner ist ein Berufungsleitfaden in Vorbereitung.

-  Durchführung von Einzelmaßnahmen und Projekten

Die Arbeit im Bereich Frauenförderung und Gleichstellung an der TU Kaiserslautern war im vergangenen Jahr wiederum von einer Vielzahl - sehr arbeitsaufwändiger - Einzelprojekte und -maßnahmen geprägt, insbesondere

-     Maßnahmen zur Gewinnung von Schülerinnen (Schülerinnentag, Adalovelace-Projekt, MINT-Aktionstage u.a.),

-     Aktivitäten zur Förderung von Studentinnen (Stipendien, Tutorinnenprogramm, Mentoring-Programme, Karriereseminare)

-     Aktivitäten zur Förderung des weiblichen wissenschaftlichen Nachwuchses (z.B. Wiedereinstiegsstipendien)

-     Projekte zur Familienförderung (Kinderferienbetreuung, Eltern-Kind-Zimmer, Babysitter-Börse u.a.).

Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass deutliche Fortschritte im Bereich der Frauenförderung im Jahr 2012 erzielt wurden.