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Pressemeldung

Kampfhähne der Wissenschaft - Kontroversen und Feindschaften.


Von: Dr. Esther Leroy


29.11.2010
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Heinrich Zankl.

Lesung mit Heinrich Zankl am 02.12.2010

 

Sachlicher Streit ist in der Wissenschaft etwas ganz Normales. Er beflügelt oft sogar die weitere Forschung. Die Wissenschaft kann aber auch ein ziemlich schmutziges Geschäft sein. Ob in Natur- oder Geisteswissenschaften, in Medizin oder Psychologie: Akademiker und Forscher gerieren sich oft eher als Kampfhähne denn als Diener der Erkenntnis – und schrecken dabei auch vor höchst fragwürdigen Methoden nicht zurück.

 

Diese dunklen Seiten der Wissenschaftsgeschichte thematisiert Heinrich Zankl in einer Lesung aus seinem im September 2010 erschienenen Buch "Kampfhähne der Wissenschaft – Kontroversen und Feindschaften". Bei den von ihm vorgestellten Beispielen geht es um Renommee, Posten und Forschungsetats – aber auch um die Bedürfnisse der jeweiligen Egos. Wer denkt, so etwas haben nur zweitrangige Geister nötig, irrt: Auch Isaac Newton erweist sich als "hinterhältiges Genie" und die Brüder Grimm führten mit ihrem Kollegen von der Hagen einen regelrechten "Wissenschaftskrieg".

 

Zankl lehrte über 25 Jahre als Professor für Humanbiologie und Humangenetik an der TU Kaiserslautern. Er hat mehrere Sach- und populärwissenschaftliche Bücher verfasst, die sich der verständlichen und unterhaltsamen Darstellung auch komplizierter Themen aus allen Forschungsgebieten widmen.

 

Die Lesung ist eine Kooperationsveranstaltung des Studium integrale der TU mit UniBuch, Inh. Alexandra Michels e.K. und findet am Donnerstag, 2. Dezember, um 17.15 Uhr in Gebäude 42, Hörsaal 110 der TU Kaiserslautern statt.