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Pressemeldung

Semesterthema Extreme: Metal zwischen Chaos, Mayhem und Kalkül


Von: Dr. Esther Leroy


23.11.2010
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Ob Aspekte wie Satanismus, Okkultismus, Sexismus, Sado-Masochismus, Gewalt, Horror, Nationalismus, Rassismus oder vor allem auch vielfältige Kombinationen solcher Elemente thematisiert werden: Mehr oder weniger extreme Grenzüberschreitungen sind in der Musikrichtung des Metal allgegenwärtig. Dabei ist jedoch nicht immer klar zu erkennen, inwiefern solche Gratwanderungen einem bestimmten Kalkül (sei es ökonomisch, sei es politisch) folgen, einzelne Bands und Künstler "nur spielen wollen" oder andere Bands und Künstler tatsächlich meinen, was sie singen.

 

In seinem Vortrag "Metal zwischen Chaos, Mayhem und Kalkül" am Donnerstag, 25. November, um 17.15 Uhr an der TU Kaiserslautern (Gebäude 42, Hörsaal 110) diskutiert der Mainzer Musikwissenschaftler Thorsten Hindrichs "extreme" Grenzüberschreitungen des Metal auf verschiedenen Ebenen ausgewählter Metal-Songs. Hindrichs wird die Songs auch in ihren musikkulturellen Kontext setzen. Zwar ist die gesellschaftliche Auseinandersetzung mit dem Phänomen Metal in all seinen Formen längst nicht mehr so ausgeprägt wie in den 1980er Jahren, aber der Bruch gesellschaftlicher Grenzen und Tabus ist zweifellos auch heute noch konstituierend für das Selbstverständnis der jeweiligen Subkulturen des Metal.

 

Dr. Thorsten Hindrichs ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Musikwissenschaftlichen Institut der Johannes Gutenberg-Univerität. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen die Musik der italienischen Renaissance, Gitarrenmusik sowie Rock und Pop. Sein Vortrag ist Teil des Programms zum Semesterthema "Extreme" im Studium-integrale-Zentrum der TU Kaiserslautern.