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Auf der Straße

Zur Situation und Wahrnehmung wohnungsloser Menschen in Deutschland


Vortrag von Jürgen Malyssek und Klaus Störch

Donnerstag, 24. Januar, 17.15 Uhr

Gebäude 42, Hörsaal 110


Wohnungslosenhilfe ist eine letzte Station für Gefährdete und Ausgestoßene, die soziale Wirklichkeit repräsentiert. Als Ressort professioneller sozialer Arbeit ist sie ein Seismograph sozialer Schieflagen. Ihre langjährigen beruflichen Erfahrungen in diesem Bereich haben Klaus Störch und Jürgen Malyssek in ihrem Buch „Wohnungslose Menschen – Ausgrenzung und Stigmatisierung“ verarbeitet. 

In ihrer Lesung thematisieren die Autoren die Situation und die Lebensbedingungen wohnungsloser Menschen, aber auch die Wahrnehmung durch die Mehrheitsgesellschaft, die Wohnungslose - ebenso wie Bettler und Arme überhaupt -  ausgrenzt und stigmatisiert. Geschichtliche Hintergründe spielen dabei ebenso eine Rolle wie der beschleunigte soziale Wandel. Auch die gegenwärtige Ökonomisierung der Lebensbereiche und des städtischen Raumes haben Einfluss auf die Lebenswirklichkeit von Wohnungslosen.

Die Autoren fragen nach den Herausforderungen für die Wohnungslosenhilfe und stellen Perspektiven und Aufgaben von sozialer Arbeit und Politik vor.


Jürgen Malyssek

Jürgen Malyssek, geboren 1945 in Hönefoss/Norwegen, Schriftsetzer, Diplom-Sozialpädagoge, Sozialtherapeut, arbeitete bis August 2005 als Sozialarbeiter und Fachreferent für Wohnungslosenhilfe- und Schuldnerberatung beim Caritasverband für die Diözese Limburg.


Klaus Störch

Klaus Störch, geboren 1960 in Flörsheim am Main, Sozialversicherungsfachangestellter, Diplom-Pädagoge und EFQMAssessor, arbeitet als Einrichtungsleiter der Wohnungsloseneinrichtung „Haus St. Martin am Autoberg“ in Hattersheim (Caritasverband Main-Taunus).