Denkmal. Erhaltung und Stadt. Erneuerung – Wege zu einem gemeinsamen Verständnis für den historischen Bestand (Arbeitstitel)

Die Revitalisierung historischer Stadtkerne stellt unter den aktuellen ökonomischen und ökologischen Rahmenbedingungen und dem zu beobachtenden Stadt- und Wertewandel insbesondere die beiden Disziplinen der Denkmalpflege und der Stadterneuerung vor neue Herausforderungen. Einmal mehr stellt sich die Frage, wie erkannte Denkmalwerte und der städtebauliche Erhaltungsgedanke mit konkurrierenden Zielen einer auf Veränderung und Modernisierung ausgerichteten Stadtentwicklung in Einklang gebracht werden kann. Mit dem Programm Städtebaulicher Denkmalschutz steht seit dem Jahr 2009 bundesweit hierfür ein spezielles kommunales Steuerungsinstrument der Städtebauförderung zur Verfügung. Von besonderer Bedeutung für die erfolgreiche Umsetzung der Programmziele ist dabei interdisziplinäres Fachverständnis und ein qualifizierter Planungsprozess. Die Verständigung über die baulich-räumliche Entwicklung des historischen Bestandes bedarf der Verknüpfung von Geschichts- und Planungswissen und dem Transfer von gemeinsamem Handlungswissen in die Praxis der erhaltenden Stadterneuerung. Im Mittelpunkt der Untersuchung stehen somit das Verhältnis und die theoretischen und praktischen Interaktionsebenen der beiden Fachdisziplinen sowie ihre Methoden- und Instrumente in ihrer Anwendung vor Ort. Aufbauend auf einer Programmanalyse werden bestehende Erfahrungen in Kommunen des Städtebaulichen Denkmalschutzes aufgearbeitet und ausgewertet. Aktuelle Wege der Planungs- und Sanierungspraxis werden beleuchtet und Erfolgsfaktoren für eine denkmalverträgliche Bestandsentwicklung ermittelt. Durch die vergleichende Analyse historischer Städte werden lokale Handlungsstrategien identifiziert und auf ihre Übertragbarkeit in ein allgemeines Handlungsmodell geprüft. Ziel der Arbeit ist es, über die hierbei gewonnenen Erkenntnisse neue Verständigungs- und Handlungsformen für den revitalisierenden Städtebau zu eröffnen.

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Doktorand Matthias Heß

Universitätsstandort der Doktorarbeit

  • Externe Promotion an der TU-Kaiserslautern, Fachgebiet Stadtumbau+Ortserneuerung
  • Erstgutachter (Doktorvater) Prof. Dr.-Ing. Holger Schmidt
  • Zweitgutachter Prof. Dr. Gerhard Vinken, Otto-Friedrich Universität Bamberg (Forschungsschwerpunkte: Theorie und Geschichte der Denkmalpflege, Denkmalkunde, Inventarisation, Theorie und Geschichte der Architektur, Vergleichende Stadtforschung, Stadtgeschichte, Stadterhaltung und Stadterneuerung, Raumtheorie)

Stationen Ausbildung

  • Lehre als Steinmetz und Steinbildhauer in Kirchheimbolanden
  • Studium der Architektur an der TU Kaiserslautern / Diplom bei Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Böhm

Berufliche Entwicklung & Derzeitiger Arbeitsplatz

  • Stadt Regensburg, Amt für Archiv und Denkmalpflege (seit 2017)
  • Kreisverwaltung Kaiserslautern, Ortsentwicklung, Denkmalschutz, Dorferneuerung (bis 2017)
  • Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, Landesdenkmalpflege (bis 2011)
  • Stadt Hanau, Untere Denkmalschutzbehörde (bis 2009)

Weitere Forschungsvorhaben/-interessen

  • Architekturtheorie und Stadtbaugeschichte
  • Planungskommunikation
  • Projektkommunikation
  • Stadtumbau

Kontakt

Matthias Hess Kaiserslautern

E-Mail: ma-hess-matthias@web.de

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