10. Stadt.Umbau.Salon – Revitalisierung industrieller Orte

Finnissage & Jubiläumssalon

Am Dienstag den 12.07.2016 fanden ca. 80 Interessierte aus Politik, Kultur, Wissenschaft und Stadtgesellschaft den Weg in den Fuchsbau um unter dem Motto: „Revitalisierung industrieller Orte“ dem 10. Stadt.Umbau.Salon beizuwohnen. Als Impulsgeberin referierte Frau Dr.-Ing./ M.A. Heike Oevermann vom Berliner Zentrum für Industriekultur über die Chancen aber auch die Risiken welche mit der Revitalisierung von industriekulturell wertvollen Orten verbunden sind. Der Abend war in drei Kapitel geliedert:

  • Learning from… – Beispiele der Revitalisierungspraxis in Europa
  • Konflikte und Vermittlungen – Grundlagen zum Verständnis von Transformationsprozessen
  • Details – Das Fallbeispiel Sulzer-Areal in der Stadtmitte Winterthur

Die anerkannte Fachexpertin stellte Erkenntnisse ihrer Forschung zu Umwandlungsprozessen alter Industrieareale in Europa vor und sprach auch darüber wie Konflikte unter Akteuren bei der Transformation mit Hilfe von Vermittelnden Werten gelöst werden können. Das Auditorium diskutierte dies am lokalen Beispiel PFAFF ausgiebig, emotional und kontrovers bis spät in den Abend. Wir danken allen Beteiligten für einen interessanten Abend an diesem spannenden Ort!

Team S+O

Hintergrund Vermittelnde Werte

Konflikte bei der Transformation eines alten Industrie-Areals entstehen zwangsläufig dadurch, dass unterschiedliche Akteure auf das Gelände schauen und unterschiedliche Schwerpunkte setzen. Wie können trotzdem Übereinstimmung und Kooperation zustande kommen? „Vermittelnde Werte“ können die Zusammenarbeit erleichtern. Die unterschiedlichen Akteure können etwa vom Denkmalschutz, der Stadtplanung und der Architekturproduktion kommen. Verschiedene Blickwinkel, verschiedene Meinungen und Interessen, aus denen zwangsläufig Probleme entstehen. Aber es gibt Lösungen, wie Heike Oevermann erläuterte. In Form der vermittelnden Werte. Ihre europaweiten Untersuchungen haben ergeben, dass die Gruppen über die architektonische Qualität, die Gestaltung, die neue Nutzung, das Erscheinungsbild oder die Einzigartigkeit/Eigenart eines Industriekomplexes zu einer Verständigung gekommen sind. Bei Pfaff etwa könnte ein vermittelnder Wert der Stolz auf die Historie des einstigen Weltunternehmens sein. Die Differenzen lassen sich über mehrere gemeinsame Nenner überbrücken, die wiederum zu einer gemeinsamen Verständigung führen. Die Fachfrau stellte allerdings fest: „Ohne Bereitschaft auf beiden Seiten geht gar nichts.“ Der Wille zum Dialog muss da sein, „aber man kann niemanden zwingen“.

(Auszug aus Rheinpfalz vom 14.07.2016)

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