Masterprojekt – Bauliche Entwicklungspotentiale (oder) Ortsentwicklung Lichterfeld

Master Stadt- und Regionalentwicklung 4. Semester

Hintergrund

Auf dem Territorium der Gemeinde Lichterfeld-Schacksdorf befindet sich der sogenannte „Liegende Eifelturm der Lausitz“, eine 502 m lange ehemalige Abraumförderbrücke, die heute als Besucherbergwerk jährlich zehntausende Gäste anzieht. Die Flutung des neu entstehenden Bergheider Sees wurde vor kurzem abgeschlossen.

Schwerpunkt Studienprojekt (MA 4. Semester)

Bislang scheint die Ortschaft Lichterfelde von den wirtschaftlichen Impulsen der Freizeitnutzungen nur wenig zu partizipieren. Die Entwicklungspotentiale, die sich aus der Lage im neuen „Lausitzer Seenland“ ergeben sind noch längst nicht ausgeschöpft, worauf leerstehende Gebäude, Brachen und Baulücken in der Ortslage verweisen. Außerdem gilt es Lösungen für die F60 hinsichtlich ihrer Anbindung und Verbindungen mit dem Umfeld und an das Umland zu erarbeiten.

Das Studienprojekt soll u.a. folgenden Fragen nachgehen:

  • Welche baulichen Entwicklungspotentiale sind in der Ortschaft vorhanden?
  • Wie lassen sich die Anbindung an den See und das Besucherbergwerk verbessern, so dass die Ortschaft davon profitieren kann?
  • Welche Maßnahmen und Projekte sind für die künftige Entwicklung angemessen und könnten umgesetzt werden?
  • Wie sieht deren Umsetzungspriorität aus und wie kann der Entwicklungsprozess gesteuert werden?
  • Wie kann der Bergheider See und die F60 besser an das überregionale Verkehrsnetz sowie weitere Orte der Industriekultur im Lausitzer Seenland angebunden werden (MIV/ÖPNV)?
  • Wie kann die Anbindung des Ortsteils und der F60 an Finsterwalde und Lauchhammer verbessert werden?
  • Wie kann der Ort Lichterfelde räumlich und funktional besser an das Areal der F60 verbunden werden unter Einbeziehung des Bergheider Sees und seiner Umgebung?

Im Ergebnis des Studienprojektes erhofft sich die Gemeinde Lichterfeld interessante Anregungen in Form von Planungs- und Umsetzungsvorschlägen, deren Realisierung in den nächsten Jahren denkbar sind.

Bausteine des Studienprojektes

  • Eigenständige Literaturrecherche und Zusammenstellung von übertragbaren Best-Practice-Ansätzen anderer Kommunen, Sichtung und Auswertung vorhandener Daten und Konzepte zum Plangebiet.

  • Einwöchige Analysephase in Lichterfeld und im Lausitzer Seenland, Durchführung eigener Erhebungen und Gespräche mit ausgewählten Schlüsselakteuren in der Ortschaft und in der Region (Werkstattwoche).

  • Bestandteil In die Projektwoche ist eine zweitägige Exkursion zu ausgewählten Orten im Lausitzer Seenland und zu Projekten der IBA (Internationale Bauausstellung Fürst-Pückler-Land).

  • Durchführung einer Ideenkonferenz zur internen Zielfindung und zur Bestimmung von Vertiefungsprojekten im Rahmen des Studienprojektes, Erarbeitung von Planungsvorschlägen für ausgewählte Bereiche im Sinne eines integrierten Handlungskonzeptes.

  • Zwischenpräsentation des Arbeitsstandes in Kaiserslautern mit den Projektpartnern aus der Lausitz.

  • Vertiefung der Planungsvorschläge, Ableitung von konkreten Maßnahmenvorschlägen, Umsetzungsprioritäten und Startprojekten.

  • Endpräsentation der Ergebnisse des Studienprojektes in Form einer Ausstellungseröffnung mit Ergebnispräsentation und einem Ortsspaziergang oder einer Bürgerwerkstatt vor Ort.

Praxispartner für das Studienprojekt sind die Gemeinde und das Projekt INKULA des Vereins IBA-Studierhaus e.V. in Großräschen. Beide Partner erhoffen sich interessante Anregungen in Form von Planungs- und Umsetzungsvorschlägen, deren Realisierung in den nächsten Jahren denkbar sind.

Masterprojekte im Fachgebiet Stadtumbau und Ortserneuerung

Das Masterprojekt dient der eigenständigen und umfassenden Auseinandersetzung mit realen Aufgaben der Raumplanung, der Vermittlung von vertiefenden Kenntnissen und Methoden, deren systematischer Einordnung und Verknüpfung sowie der praktischen Anwendung der erlernten fachlichen Inhalte.

  • Modul: Studienprojekt
  • Prüfungsleistung: Studienarbeit zu einer aktuellen Fragestellung (12 CP)

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