Stadtumbau und Stadterneuerung – „Innenstadterneuerung Grünstadt 2030”

Master Stadt- und Regionalentwicklung und Master Umweltplanung und Recht, 3. Semester

Einordnung

Die Zukunftsfähigkeit der Innenstadt steht im Fokus des kommenden Wintersemesters. Am Beispiel der Kleinstadt Grünstadt in der Pfalz sollen Chancen und Hemmnisse im Sinne einer behutsamen Innenstadterneuerung genauer untersucht werden. Dazu stehen neben konkreten Entwurfsarbeiten für ausgewählte öffentliche Räume (Stadteingang, Stadtplätze, Stadtbrachen) auch strategische Konzepte zur Bewältigung drängender Zukunftsfragen (Kulturstandorte, Baulücken, Leerstände) auf dem Programm.

Themenorte

Jean-Mann Gelände

  • Stadtbrache im Hinterhof/ Innerstädtisches Bauen in zweiter Reihe
  • Stadträumlicher Entwurf inkl. Nutzungsoptionen, Gestaltungskonzeption und Stadtmodell

Stadteingang Bahnhof

  • Schnittstelle ÖPNV vs. Visitenkarte der Stadt/ Ankommen in Grünstadt
  • Stadträumlicher Entwurf inkl. Nutzungsoptionen, Gestaltungskonzeption und Stadtmodell

Synagogenplatz

  • Parkplatz vs. historischer Stadtplatz
  • Stadträumlicher Entwurf inkl. Nutzungsoptionen, Gestaltungskonzeption und Stadtmodell

Schillerplatz

  • Kleiner Stadtplatz innerhalb der Fußgängerzone mit erheblichen Funktionsverlusten
  • Stadträumlicher Entwurf inkl. Nutzungsoptionen, Gestaltungskonzeption und Stadtmodell

Baulückenstrategie Kernstadt

  • Innenentwicklung und Verdichtung der Kernstadt vs. Außenentwicklung in den Ortsteilen
  • Maßnahmenstrategie in Bezug auf Flächenverfügbarkeit, Betrachtung der e Eigentümer-Objekt-Konstellationen

Leerstandstrategie Kernstadt

  • Erfassung, Verortung Diskussion zu Wohnungs- und Gewerbeleerständen
  • Maßnahmenstrategie in Bezug auf die Eigentümer-Objekt-Konstellation

Kulturstandortstrategie Kernstadt

  • Nutzungs- und Funktionsabgleich der vorhandenen Kulturstandorte
  • Maßnahmenstrategie in Bezug auf die Eigentümer-Objekt-Konstellation

Arbeitsweise

Für diese aktuellen Herausforderungen der Innenstadtentwicklung sollen innerhalb des Projektes konkrete Handlungsansätze aufgezeigt und Vorschläge zu deren Umsetzung entwickelt werden. Bei der Analyse sind neben eigenen Erkundungen auch Interviews mit ausgewählten Stadtexperten geplant. Auch eine direkte Beteiligung der Bürgerschaft z.B. im Rahmen von Planspielen oder Bürgerwerkstätten ist möglich.

Im Laufe dieser ersten Analysephase werden aus den Analysen heraus Planungsziele formuliert und erste Planungsvorschläge erarbeitet. In der anschließenden Konzeptphase sollen möglichst konkrete Handlungsempfehlungen für Maßnahmen gegeben werden. Im Rahmen einer Präsentation & Ausstellung vor Ort haben die Studierenden die Gelegenheit, ihre Konzepte den Projektpartnern und der Öffentlichkeit vorzustellen.

In der Projektbearbeitung wird eine enge Kooperation zwischen dem Fachgebiet Stadtumbau + Orterneuerung und der Stadt Grünstadt sowie lokalen Akteuren gepflegt, welche sich u.a. in der Bereitstellung eines Arbeits- und Projektraumes im Weinstraßen-Center äußert.

Link zum KIS Eintrag

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Winterschule 2016-2017 – Fachlicher Nachwuchs entwirft Zukunft -

Das aus Mitteln der Nationalen Stadtentwicklungspolitik geförderte Projekt „Fachlicher Nachwuchs entwirft Zukunft” will aktuelle Forschungsfelder der Stadtentwicklungspolitik mit den Gedanken angehender Planer und Gestalter an den Universitäten und Hochschulen zusammenbringen.

Die Leipzig Charta wird im zehnten Jahr ihres Bestehens im Mittelpunkt der Lehrveranstaltungen und der gemeinsamen Workshopwoche stehen. Neben der Auseinandersetzung mit den zentralen Punkten der bestehenden Leipzig Charta analysieren Lehrveranstaltungen an den 12 beteiligten Hochschulen im Wintersemester 2016/17 zudem aktuelle Themen der Stadtentwicklung, die bislang noch keinen Eingang in die Leipzig Charta gefunden haben.

Die Winterschule wird das Wissen aus den Lehrveranstaltungen zusammenführen und vertiefen. Sie findet vom 05. bis 12. März an der Universität Kassel statt. Es ist geplant, die Ergebnisse aus den Lehrveranstaltungen und der Winterschule in einer Publikation zu veröffentlichen und einer breiteren Fachöffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Zudem werden die unterschiedlichen Ergebnisse – wie zum Beispiel städtebauliche Entwürfe, Politikfeldanalysen, Vor-Ort-Untersuchungen zur neo-europäischen Stadt – auf dem Kongress der Nationalen Stadtentwicklungspolitik in Hamburg präsentiert.

Beitrag der TU Kaiserslautern

Das Leitthema „Leipzig Charta“ wird im Hinblick auf dessen konkrete Umsetzung im ländlichen Raum geprüft. Die leitende Forschungsfrage lautet: Sind die Prinzipien der nachhaltigen Stadtentwicklung auch in ländlichen geprägten Klein- und Mittelstädten anwendbar oder braucht es hierfür eine eigene Agenda? Die Ergebnisse des Studienprojekts Innenstadterneuerung Grünstadt 2030 bilden dabei die Basis für die inhaltliche Auseinandersetzung.

Link zur Winterschule

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