Stadtumbau und Stadterneuerung – „Behutsame Stadterneuerung

Bad Kreuznach Neustadt 2030” Master Stadt- und Regionalentwicklung und Master Umweltplanung und Recht, 3. Semester

Einordnung

Die historische Neustadt von Bad Kreuznach steht im Fokus des kommenden Wintersemesters. Am Beispiel der „Neustadt“ sollen Chancen und Hemmnisse im Sinne einer behutsamen Innenstadter-neuerung genauer untersucht werden. Dazu stehen neben konkreten Entwurfsarbeiten für ausge-wählte öffentliche Räume (Stadteingang, Stadtplätze, Stadtbrachen) auch strategische Konzepte zur Bewältigung drängender Zukunftsfragen (Leitbild, Baulücken, Leerstände) auf dem Programm.

Themenorte

Taubenstrategie Neustadt KH

  • Tauben als Indikator von Substanz- und Funktionsschwäche
  • Maßnahmenstrategie in Bezug auf die Eigentümer-Objekt-Konstellation

Baulückenstrategie Neustadt

  • Innenentwicklung und Verdichtung der Neustadt vs. Außenentwicklung in den Ortsteilen
  • Maßnahmenstrategie in Bezug auf Flächenverfügbarkeit, Betrachtung der Eigentümer-Objekt- Konstellationen

Leerstandstrategie Neustadt

  • Erfassung, Verortung und Diskussion zu Wohnungs- und Gewerbeleerständen
  • Maßnahmenstrategie in Bezug auf die Eigentümer-Objekt-Konstellation – Schlüsselgrundstücke z.B. Poststraße 11 und Eiermarkt 14

Verkehrs- und Stellplatzstrategie Neustadt

  • Erfassung, Verortung und der Stellplätze nach Nutzeransprüchen
  • Maßnahmenstrategie für fließenden wie ruhenden Verkehr
  • Schlüsselgrundstück Jahnparkplatz vs. Nikolaskirchhof Quartiersgarage

Jahnplatz

  • große versiegelte Stadtbrache welche zurzeit als Parkplatz für die Jahnhalle genutzt wird
  • Stadträumliche Neuordnung/ Entwurf inkl. Nutzungsoptionen, Gestaltungskonzeption, Raumkanten und Stadtmodell (Innerstädtisches Bauen)

Umnutzung Telekom (Quartier Fischergasse/Poststraße)

  • Verwaltungsstandort als große Kubatur in kleingliedriger Nachbarschaft
  • Stadträumlicher Entwurf inkl. Nutzungsoptionen, Gestaltungskonzeption und Stadtmodell

Nikolaskirchhof

  • versiegelter Parkplatz zwischen Ellerbach-Bebauung und Kirche St. Nikolaus
  • Stadträumlicher Entwurf inkl. Nutzungsoptionen, Gestaltungskonzeption und Stadtmodell

Ellerbach / Wohnen am Wasser

  • Stadtuferbebauung beidseits des Ellerbaches
  • Stadträumlicher Entwurf inkl. Freiraumgestaltung des Bachlaufes unter Einbeziehung des Hochwasserschutzes und neuen Zugängen zum Wasser etc.

Holzmarkt (ehem. Schlecker)

  • Stadtplatz und Quartierseingang mit erheblichen Funktionsverlusten und Gestaltdefiziten
  • Stadträumlicher Entwurf inkl. Nutzungsoptionen, Gestaltungskonzeption und Stadtmodell

Arbeitsweise

Für diese aktuellen Herausforderungen der Innenstadtentwicklung sollen innerhalb des Projektes konkrete Handlungsansätze aufgezeigt und Vorschläge zu deren Umsetzung entwickelt werden. Bei der Analyse sind neben eigenen Erkundungen auch Interviews mit ausgewählten Stadtexperten ge-plant. Auch eine direkte Beteiligung der Bürgerschaft z.B. im Rahmen von Planspielen oder Bürger-werkstätten ist möglich. Im Laufe einer ersten Analysephase werden aus den Analysen heraus Planungsziele formuliert und erste Planungsvorschläge erarbeitet. In der anschließenden Konzeptphase sollen möglichst konkrete Handlungsempfehlungen für Maßnahmen gegeben werden. Im Rahmen einer Präsentation & Aus-stellung vor Ort haben die Studierenden die Gelegenheit, ihre Konzepte den Projektpartnern und der Öffentlichkeit vorzustellen. In der Projektbearbeitung wird eine enge Kooperation zwischen dem Fachgebiet Stadtumbau + Ortserneuerung und der Stadt Bad Kreuznach sowie lokalen Akteuren gepflegt, welche sich u.a. in der Bereitstellung eines Arbeits- und Projektraumes im Stadtteil äußert.

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Winterschule 2017-2018 – Fachlicher Nachwuchs entwirft Zukunft -

Das aus Mitteln der Nationalen Stadtentwicklungspolitik geförderte Projekt „Fachlicher Nachwuchs entwirft Zukunft” will aktuelle Forschungsfelder der Stadtentwicklungspolitik mit den Gedanken angehender Planer und Gestalter an den Universitäten und Hochschulen zusammenbringen.

Die Produktive Provinzstandt wird im kommenden Wintersemester 2017/18 im Mittelpunkt der Lehrveranstaltungen und der gemeinsamen Workshopwoche stehen. Der Fokus liegt dabei auf der Frage: Welchen produktiven Input Provinzstädte heute für die Entwicklung unserer europäischen Gesellschaften des 21. Jahrhunderts geben können?

Die Winterschule wird das Wissen aus den Lehrveranstaltungen zusammenführen und vertiefen. Sie findet vom 11. bis 16. März an der Hochschule Erfurt statt. Es ist geplant, die Ergebnisse aus den Lehrveranstaltungen und der Winterschule in einer Publikation zu veröffentlichen und einer breiteren Fachöffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Zudem werden die unterschiedlichen Ergebnisse – wie zum Beispiel städtebauliche Entwürfe, Politikfeldanalysen, Vor-Ort-Untersuchungen zur neo-europäischen Stadt – auf dem Kongress der Nationalen Stadtentwicklungspolitik in Hamburg präsentiert.

Beitrag der TU Kaiserslautern

Das Leitthema wird im Hinblick auf dessen konkrete Umsetzung im ländlichen Raum geprüft. Die leitende Forschungsfrage lautet: Sind die Prinzipien der nachhaltigen Stadtentwicklung auch in ländlichen geprägten Klein- und Mittelstädten anwendbar oder braucht es hierfür eine eigene Agenda? Die Ergebnisse des Studienprojekts KH-Neustadt 2030 bilden dabei die Basis für die inhaltliche Auseinandersetzung.

Link zur Winterschule

Elektronische Kursanmeldung

  • Für die Teilnahme am Kurs ist eine Elektronische Kursanmeldung über das OLAT-System des Virtuellen Campus Rheinland-Pfalz erforderlich! Der Kurscode wird in der Veranstaltung mitgeteilt. Anmeldung.

  • Zum gesamten Anmeldeprozess für Studierende finden Sie hier weitere Infos: Lernplattform OLAT.

  • Anleitung zum OLAT als pdf Datei

Link zum KIS Eintrag

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