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Pressemitteilung

03.07.2006
TU Kaiserslautern mit dem kleinsten Fußballfeld der Welt

Autor/in: Dr. Stefan Trellenkamp



Die Strukturen des Fußballfeldes sind in Plexiglas auf Silizium ausgeführt. Die Bilder wurden mit Rasterelektronenmikroskopie (REM) aufgenommen.

Auch an den Forschern ist die Fußball-WM nicht spurlos vorübergegangen: Nur einen halben Mikrometer lang und damit im Maßstab 1:210 Millionen verkleinert ist das Fußballfeld, das der Physiker Dr. Stefan Trellenkamp vom Nano+Bio Center an der TU Kaiserslautern hergestellt hat. Es ist so klein, dass auf einer Haarspitze etwa 20.000 Felder Platz fänden! Mit dem bloßen Auge ist dieses Spielfeld nicht mehr sichtbar, selbst mit einem sehr guten Mikroskop erkennt man nur einen Punkt. Ein Elektronenmikroskop muss es schon sein, will man die Details auflösen.

Auch für die Realisierung kam modernste Technologie zum Einsatz, die normalerweise der Forschung vorbehalten ist: Mit der hier zum Einsatz gekommenen Elektronenstrahllithographie erstellen die Forscher am Nano+Bio Center an der TU Kaiserslautern sonst Nanostrukturen für die verschiedensten Anwendungen. Es werden zum Beispiel Computerbauelemente der nächsten Generation entwickelt oder, als physikalische Grundlagenforschung, die Wechselwirkung von Nanostrukturen mit Licht untersucht.

"Die Herausforderung, das kleinste Fußballfeld zu entwickeln, war der Aufruf zu einem Wettbewerb von SPIEGEL ONLINE an die deutsche Wissenschaft", erläutert Dr. Stefan Trellenkamp. Das Fußballfeld des siegreichen Teams der TU Kaiserslautern hat die Abmessungen 500 Nanometer x 380 Nanometer. Zur Verdeutlichung: 1.000.000 Nanometer ergeben einen Millimeter. Somit kommt das kleinste Fußballfeld aus der kleinsten WM-Stadt!




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