Jubiläum 2020

2010 - 2020

Universität meistert Spagat zwischen begrenztem Platz und wachsenden Zahlen von Studierenden

Mit einer Reihe von Rekorden startete die TU Kaiserslautern (TUK) in das neue Jahrzehnt. Noch nie gab es so viele junge Menschen, die sich für ein Studium eingeschrieben hatten. Im Wintersemester 2010/2011 hieß die Universität 12.510 Studierende auf dem Campus willkommen. Erstmals bot sie dabei 107 Studiengänge an. Auch in der Forschung verzeichnete sie eine deutliche Zunahme bei den Fördergeldern. So steigerte sie die Drittmittel-Einnahmen auf rund 42 Millionen Euro. Das waren knapp 18% mehr als im Vorjahr. Der Weg für ein erfolgreiches Jahrzehnt war damit schon zu Beginn geebnet. Auch in den darauffolgenden Jahren stiegen die Zahlen von Studierenden und Fördergeldern weiterhin deutlich an.

So konnte die Forschung national und international weiter an Fahrt aufnehmen. Die Forschungsinitiative, die das Land Rheinland-Pfalz 2008 ins Leben gerufen hatte, trug erste Früchte. Grundlagen und Vorarbeiten für Kooperationen wurden gelegt. Die Universität war an vielen bedeutenden Leuchtturmprojekten beteiligt, unter anderem an mehreren Sonderforschungsbereichen der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Zudem durfte sich eine Reihe von Wissenschaftlern über prestigeträchtige Forschungspreise der Europäischen Union freuen. Um der immer größer werdenden Menge von Daten in der Forschung Herr zu werden, schloss sich die TU Kaiserslautern mit der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz zur Allianz für Hochleistungsrechnen in Rheinland-Pfalz zusammen. 2018 ging auf dem Kaiserslauterer Campus einer der 100 schnellsten Rechner der Welt in Betrieb.

Um mit dem rasanten Wachstum auf dem Campus Schritt zu halten und ausreichend Platz für Forschung und Lehre zu schaffen, ging es nicht ohne Umbaumaßnahmen. Hinzu kam, dass an vielen Gebäuden mittlerweile der Zahn der Zeit nagte. Bereits 2010 fanden zahlreiche Renovierungsmaßnahmen statt. Auch die nachfolgenden Jahre waren von Baumaßnahmen geprägt. Für zwei neue Forschungseinrichtungen stellten Bund und Länder der Universität über 90 Millionen Euro zur Verfügung. Erste Arbeiten haben bereits 2017 begonnen. Das Baustellengefühl der Gründerjahre kehrte zurück auf den Campus.

Erfolgreich durchlief die Universität zudem den Prozess der Systemakkreditierung. Damit erhielt sie die Bestätigung, dass ihr eigenes Qualitätsmanagement geeignet ist, die Qualität in Studium und Lehre sicherzustellen.

Das ganze Jahrzehnt über war Universitätspräsident Schmidt für die Entwicklung seiner Universität verantwortlich. Im März 2015 durfte er sich über die Auszeichnung „Rektor/Präsident des Jahres“ freuen, die ihm vom Deutsche Hochschulverband (DHV) verliehen wurde. Das von den Santander-Universitäten gestiftete Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro stellte Schmidt für den Ausbau des Gästehauses der TU-Stiftung zur Verfügung. 2019 wurde die TU Kaiserslautern zur „Recyclingpapierfreundlichsten Hochschule“ 2019 gekürt. Dies ging auf eine Initiative des Nachhaltigkeitsbüros zurück, das es schaffte, den Recyclingpapier-Anteil in einem Jahr von 0,16% auf 100% zu steigern.

Auch die Entwicklung von neuen Verfahren und Materialien spielt in der Forschung eine wichtige Rolle. Foto: TUK
Auch die Entwicklung von neuen Verfahren und Materialien spielt in der Forschung eine wichtige Rolle. Foto: TUK
Mit den benachbarten Forschungsinstituten arbeitet die TU Kaiserslautern an digitalen Techniken, die zum Beispiel in der Industrie, aber auch in der Lehre Verwendung finden. Foto: TUK
Mit den benachbarten Forschungsinstituten arbeitet die TU Kaiserslautern an digitalen Techniken, die zum Beispiel in der Industrie, aber auch in der Lehre Verwendung finden. Foto: TUK
Präsident des Jahres_Chemie-Nobelpreisträger Professor Stefan Hell, Präsident Helmut J. Schmidt und Dr. Arnd Verleger, Vorstand der Santander Consumer Bank (v.l.n.r.). Foto: Kornelia Danetzki/DHV
Chemie-Nobelpreisträger Professor Stefan Hell, Präsident Helmut J. Schmidt und Dr. Arnd Verleger, Vorstand der Santander Consumer Bank (v.l.n.r.). Foto: Kornelia Danetzki/DHV

Zeittafel wichtiger Ereignisse

Januar 2011Zwei neue Sonderforschungsbereiche für die Fachbereiche Chemie und Physik sowie Maschinenbau und Verfahrenstechnik
Juli 2011Das Felix-Klein-Zentrum für Mathematik wird eröffnet
Juli 2013Das Max-Planck-Institut für Softwaresysteme bezieht eigenes Gebäude auf dem Campus der TU Kaiserslautern
März 2015Universitätspräsident Prof. Schmidt wird zum „Rektor/Präsident des Jahres“ gewählt
Oktober 2015Die TU Kaiserslautern erhält das offizielle Siegel des Akkreditierungsrats zur Systemakkreditierung
2016TU Kaiserslautern erhält DFG-Förderung für drei neue Sonderforschungsbereiche in den Fachbereichen Biologie, Physik sowie Maschinenbau und Verfahrenstechnik
Dezember 2016DFG stellt acht Millionen Euro für Computertomographen für Bauingenieurwesen zur Verfügung (Fertigstellung für 2022 geplant)
Juni 2017Spatenstich für das neue Laboratory for Advanced Spin Engineering (LASE)
September 2017Carl-Zeiss-Stiftung fördert neues Lipid-Forschungszentrum
2017Ein neuer Sonderforschungsbereich für den Fachbereich Mathematik
Januar 2018    Fernstudienzentrum DISC wird Fernhochschule des Jahres
Juni 2018Gemeinsame Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern gibt Entscheidung für neues Forschungsgebäude „Laboratory for Ultra-Precision and Micro Engineering“ an der TUK bekannt (Fertigstellung für 2023 geplant)
Juli 2019Forschungsinitiative Rheinland-Pfalz wird fortgesetzt

2010 - 2020

Das rheinland-pfälzische Wissenschaftsministerium positionierte sich auch in dieser Dekade als starker Unterstützer der TU Kaiserslautern in ihren Forschungsschwerpunkten. 2010 wurde die Forschungsinitiative RLP verlängert. Ziel war es unter anderem, dass die Hochschulen im Land damit ihr Forschungsprofil schärfen und Strategien entwickeln, um im bundesweiten, aber auch im internationalen Wettbewerb in Wissenschaft und Forschung zu bestehen. Das Programm lief zunächst bis 2016, wurde erneut verlängert und läuft aktuell von 2019 bis 2023. Zehn Forschungsschwerpunkte (siehe S. 148-149) profitieren von dieser Förderphase. Sie erhalten jährlich 5,4 Millionen Euro.

Auch insgesamt konnte die TUK von 2010 bis 2019 einen deutlichen Anstieg der Forschungsgelder verzeichnen, was das 2018 veröffentlichte Förderranking der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), der Förderatlas, belegte. Demnach erhielt die TU Kaiserslautern von 2014 bis 2016 insgesamt 61 Millionen Euro von der DFG, was einem Anstieg von 20% im Vergleich zur letzten Förderperiode entsprach. 2018 lag die Höhe aller Drittmitteleinnahmen der TUK bereits bei 70,6 Millionen Euro.

Ferner war der Campus regelmäßig als Tagungsort in der Fachwelt geschätzt. So richtete die Deutsche Bunsen-Gesellschaft für Physikalische Chemie mit dem lokalen Organisationskomitee um Prof. Dr. Markus Gerhards im Mai 2017 die 116. Bunsentagung an der TUK aus, im September folgte die 5. Jahrestagung des Deutschen Ausschusses für Stahlbeton, die vom Team um Prof. Dr. Jürgen Schnell aus dem Bauingenieurwesen organisiert wurde.

National war und ist die TUK an verschiedenen Projekten beteiligt, die ihr Forschungsprofil weiter schärfen. Ein Beleg für die Forschungsstärke sind auch verschiedene Sonderforschungsbereiche (SFB), an denen die TU Kaiserslautern mitwirkt beziehungsweise dabei die Federführung innehat (siehe S. 150-151). Dazu erhält sie millionenschwere Förderungen der DFG: 2011 richtete sie gleich zwei SFBs an der TUK ein: den Transregio-Sonderforschungsbereich (SFB) „Kooperative Effekte in homo- und heterometallischen Komplexen“ und den SFB „Bauteiloberflächen: Morphologie auf der Mikroskala“. 2016 kamen gleich drei weitere SFBs hinzu: Der SFB Transregio „The Green Hub – Der Chloroplast als Zentrum der Akklimatisierung bei Pflanzen“, der SFB Transregio „OSCAR- Open System Control of Atomic and Photonic Matter“ und der SFB Transregio „Spin+X – Spin in its collective environment“. 2017 nahm der SFB-Transregio „Symbolische Werkzeuge in der Mathematik und ihre Anwendung“ seine Arbeit auf: Aber auch an zahlreichen Forschergruppen und Schwerpunktprogrammen der DFG waren und sind Kaiserslauterer Arbeitsgruppen beteiligt wie etwa dem SPP 1927 „Iron-Sulfur for Life“ seit 2016 oder dem SPP 2074 „Fluidfreie Schmiersysteme mit hoher mechanischer Belastung“, das ab 2018 von dem Kaiserslauterer Prof. Dr. Bernd Sauer koordiniert wird.

Hinzu kamen weitere Forschungsvorhaben, bei denen Kaiserslauterer Forschergruppen Gelder aus bundesweiten Fördertöpfen erhalten: Beim Spitzencluster-Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) punktete die TU Kaiserslautern 2010 als Teil des Clusters „Softwareinnovationen für das digitale Unternehmen“. Mit ihrem Projekt „Unified Education: Medienbildung entlang der Lehrerbildungskette“ setzte sie sich 2015 im Rahmen der Maßnahme „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ des BMBF durch. Damit nahm sie bundesweit eine Vorreiterrolle darin ein, Lehrkräfte fit für die digitale Zukunft zu machen. Gemeinsam mit der Hochschule Kaiserslautern und dem Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM war die TU Kaiserslautern 2017 mit dem Antrag „Offene Digitalisierungsallianz für die Pfalz“ beim Wettbewerb „Innovative Hochschule“ von Bund und Ländern erfolgreich. Insgesamt gingen 15 Millionen Euro nach Kaiserslautern. Die Koordination des Vorhabens liegt bei der Hochschule Kaiserslautern. Mit rund einer Million Euro unterstützte die Carl-Zeiss-Stiftung (CZS) die Universität bei der Einrichtung eines neuen Forschungszentrums, wie sie im September 2017 mitteilte. Im CZS-Zentrum für Lipidomics (CZSLip) forschen 13 Arbeitsgruppen aus Biologie, Chemie und Physik interdisziplinär zusammen. Ziel ist es unter anderem, molekulare Grundlagen und die Rolle von Lipiden besser zu verstehen, um etwa Therapien für Krankheiten zu entwickeln.

Bei den nächsten Runden der Exzellenzinitiative von Bund und Ländern überzeugten die Konzepte aus Kaiserslautern nicht. Aber die TUK blieb an der Graduiertenschule „Materials Sciences in Mainz“ (MAINZ) beteiligt, die bis Oktober 2019 in der Initiative gefördert wurde.

Nach wie vor ist die Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses ein zentrales Thema. Im September 2016 wurde mit Dr. Caroline Lassueur die 100. Juniorprofessur besetzt: Die Schweizer Wissenschaftlerin forscht im Fachbereich Mathematik. In Graduiertenkollegs werden Doktorandinnen und Doktoranden strukturiert ausgebildet. Seit 2014 fördert die DFG das Graduiertenkolleg (IRTG 2057) „Physical Modeling for Virtual Manufacturing Systems and Processes", bei der die TUK eng mit den US-amerikanischen Universitäten in Berkeley und Davis zusammenarbeitet. Mit der Universität des Saarlandes und der Universität im kanadischen Edmonton untersucht der Fachbereich Biologie in Kaiserslautern ab 2012 im IRTG 1830 „Rolle komplexer Membranproteine bei der zellulären Entwicklung und der Entstehung von Krankheiten“ molekulare Mechanismen.

2014 erhielt der TU-Nachwuchsring, der sich die Förderung und Betreuung angehender Wissenschaftler auf die Fahne geschrieben hat, eine Geschäftsstelle. Sie bündelt administrative Aufgaben und ist Anlaufstelle bei Fragen rund um das Thema Promotion.

Weiterhin kooperierte die Universität mit den campusnahen Forschungseinrichtungen: Im Juli 2011 öffnete das Felix-Klein-Zentrum für Mathematik seine Pforten. Das Gebäude bietet auf 505 Quadratmeter Nutzfläche Platz für fünf neu eingerichtete „Felix-Klein-Professuren“ und zugehörigen Arbeitsgruppen. Benannt ist es nach dem bedeutenden Mathematiker und Wissenschaftsorganisator Felix Klein (1849-1925). Das Mathematikzentrum und die angeschlossene Felix-Klein-Akademie haben vor allem die Nachwuchsförderung sowie die Fort- und Weiterbildung im Fokus. Das Zentrum entstand im Rahmen der „Mathematikinitiative“ des Landes Rheinland-Pfalz, an der die TUK und das Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM als Partner beteiligt waren.

 Im Juli 2013 zog das Max-Planck-Institut für Softwaresysteme in unmittelbarer Nähe zum Campus.

Gemeinsam mit beiden Fraunhofer-Instituten für Experimentelles Software Engineering IESE und für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM gründeten die Fachbereiche Informatik und Mathematik der TUK 2010 das Innovationszentrum für Applied System Modeling, um bestehende Kooperationen weiter auszubauen. Im Januar 2016 eröffneten die drei Partner schließlich das Leistungszentrum Simulations- und Software-basierte Innovation.


Renommierte europäische Preise für Kaiserslauterer Forscher

Auf internationaler Ebene verbuchte die TU Kaiserslautern in diesem Jahrzehnt zahlreiche Erfolge: 2011 erhielt der Physiker Prof. Dr. Artur Widera einen Starting Grant des Europäischen Forschungsrats (ERC) – einen der höchsten Forschungspreise der Europäischen Union (EU). Für fünf Jahre förderte die EU seine Arbeiten zu Quantenphänomenen in ultrakalten Gasen mit 1,4 Millionen Euro. Außerdem wurde Mathematik-Professor Dr. Gunter Malle im selben Jahr mit einem ERC Advanced Grant geehrt. Im Fokus seiner Arbeiten standen Symmetrien als ein fundamentales Ordnungsprinzip in der Mathematik. Ebenfalls mit einem ERC Starting Grant wird 2015 der Physiker Dr. Andrii Chumak ausgezeichnet. Er erhielt 1,5 Millionen Euro für seine Forschungsarbeiten zu neuartigen Schaltkreisen, die Informationen mit Spinwellen verarbeiten. Für ihre Arbeiten zur Magnonik und zu effizienten Trennprozessen in der Industrie erhielten 2016 Physik-Professor Dr. Burkard Hillebrands und sein Kollege Prof. Dr. Hans Hasse aus dem Fachbereich Maschinenbau und Verfahrenstechnik jeweils einen ERC Advanced Grant. Auch 2016 mit von der Partie war Juniorprofessor Dr. Frederic William Patureau mit einem ERC Starting Grant. Der Chemiker und sein Team beschäftigen sich damit, stabile Kohlenstoff-Wasserstoff-Bindungen zu aktivieren. Sie suchen neue Wege, um diese oxidativ einfacher zu nützlichen und neuartigen Verbindungen umzusetzen. Prof. Dr. Pascal Schweitzer aus der Informatik wurde 2018 von der EU mit einem ERC Consolidator Grant bei seiner Arbeit unterstützt. Schweitzer entwickelt ein theoretisches Modell für Algorithmen und eine darauf aufbauende Software, um Symmetrien aufzuspüren und zu nutzen. Solche Muster kommen bei Software-Lösungen, Datenbanken oder sozialen Netzwerken vor – meist nicht direkt ersichtlich. Kann man sie erkennen, lässt sich Rechenleistung vervielfachen, da Doppelungen beim Rechnen vermieden werden können.

Auch bei anderen Vorhaben, die im Rahmen verschiedener EU-Fördermaßnahmen finanziert werden, war und ist die TU Kaiserslautern beteiligt, wie zum Beispiel „VICINITY: Open virtual neighbourhood network to connect intelligent buildings and smart objects“, das seit 2016 der Informatiker Prof. Dr. Christoph Grimm koordiniert.


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Für die Weiterentwicklung des Forschungscampus im nächsten Jahrzehnt ist der Weg geebnet: Bis 2020 entsteht auf dem Campus das neue Forschungsgebäude Laboratory for Advanced Spin Engineering, kurz LASE. Der Spatenstich fand im Juni 2017 statt. Im neuen Gebäude werden rund 100 Forscherinnen und Forscher aus Physik, Chemie und den Ingenieurwissenschaften Spin-Phänomenen auf den Grund gehen. Diese machen viele Technologien wie etwa das Speichern großer Daten erst möglich. Auf dem Campus arbeiten Forscherteams aus unterschiedlichen Disziplinen schon lange an verschiedenen Spin-Phänomenen. Im neuen Forschungsgebäude wird dies nun gebündelt möglich sein. Das Gebäude hat eine Nutzfläche von über 3.300 Quadratmetern und ist mit modernsten Forschungsgeräten ausgestattet. Geplant ist des Weiteren, dass das Nano Structuring Center (NSC) der TU Kaiserslautern im Neubau unterkommt. Für die Bauplanung und die -ausführung war der Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (LBB) verantwortlich. Der Bund und das Land Rheinland-Pfalz haben für den Bau rund 40 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Gleich daneben wird ein weiteres Forschungsgebäude seinen Sitz haben: Bis 2023 soll das „Laboratory for Ultra-Precision and Micro Engineering“ (LPME) fertig gestellt sein. Hier werden Teams aus Maschinenbau, Verfahrenstechnik, Physik und Informatik zusammen forschen. Im Juni 2018 gab die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern die Entscheidung bekannt. Interdisziplinär werden die Gruppen dort an den vier Forschungsschwerpunkten Herstellung, Charakterisierung, Modellierung und Simulation sowie Anwendung arbeiten. Insgesamt erhoffen sich die Forscherinnen und Forscher ein besseres Verständnis über das Zusammenspiel von Reibung, Verschleiß und Schmierung auf der Mikroebene. Das dreistöckige Forschungsgebäude wird auf rund 3.100 Quadratmetern Raum für 85 Arbeitsplätze in Laboren und Büros bieten. Der Bund und das Land Rheinland-Pfalz stellen dazu über 52 Millionen Euro bereit. Dazu soll noch ein Parkhaus auf dem Campusgelände entstehen, um die wegfallenden Parkflächen zu kompensieren.

Auch der Fachbereich Bauingenieurwesen konnte sich in dieser Dekade über ein neues Großgerät freuen: Acht Millionen Euro stehen für einen Computertomographen zur Verfügung. Das hat die DFG im Dezember 2016 bekannt gegeben. Das Großgerät wird feinste Strukturveränderungen im Inneren ganzer Bauteile sichtbar machen. Damit lassen sich etwa Stahlbetonproben zerstörungsfrei untersuchen. Neben Forscherinnen und Forschern des Bauingenieurwesens werden auch Mathematiker, Informatiker und Maschinenbauer damit arbeiten. Das Gerät wird weltweit das einzige seiner Art sein. Der Bau eines eigenen Gebäudes dafür ist angedacht. Die Inbetriebnahme ist für 2022 geplant.


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Profil- und Potentialbereiche bis 2023

Im Fokus stehen hier die Entwicklung und Anwendung neuer Werkstoffe, die in allen Lebensbereichen von größter Bedeutung sind. Dazu zählen zum Beispiel hoch- und höchstfeste Stähle, Leichtmetalllegierungen sowie Verbund- und Hybridwerkstoffe. Sie bilden die Basis für alle modernen Fahrzeuge in der Luft, zu Wasser, auf der Schiene oder auf der Straße.

Neueste Technologien wie etwa die Massenspektrometrie erlauben es, die komplexen Bestandteile und Wechselwirkungen biologischer Systeme in ihrer Gesamtheit quantitativ zu erfassen. Dabei fallen allerdings riesige Datensätze an. Diese müssen mit Hilfe von informatischen Methoden strukturiert abgelegt und nachhaltig nutzbar gemacht werden. Im Profilbereich geht es darum, zu spezifischen biologischen Fragestellungen komplexe, quantitative Daten zu gewinnen. Dabei arbeitet der Fachbereich Biologie eng mit Informatik und Mathematik zusammen.

Das Zentrum erforscht die Wechselwirkung von Licht, Spin (Magnetismus) und Materie in verschiedenster Form. Dies beinhaltet den gesamten Bogen von grundlegenden über technisch relevante bis hin zu technologisch orientierten Fragestellungen in Physik, Chemie und Materialwissenschaften. Beteiligt sind die Fachbereiche Physik, Chemie sowie Maschinenbau und Verfahrenstechnik und Elektrotechnik und Informationstechnik.


Hierbei sollen Kompetenzen in den Bereichen Künstliche Intelligenz (KI), Digitalisierung, Fachdidaktik und Cognitive Science ausgebaut werden. Die beteiligten Arbeitsgruppen erforschen eine neue Generation von KI-Systemen, die synergetisch mit dem Menschen zusammenarbeiten sollen, also der Ergänzung und Verstärkung menschlicher Fähigkeiten gewidmet sind und nicht, wie die meisten heutigen Systeme, auf die Nachbildung menschlicher Fähigkeiten zielen.

Im Potentialbereich widmen sich Ingenieure und Informatiker den gesellschaftlich relevanten Themen Ressourcenschonung, Energieeffizienz und Verfügbarkeit von Infrastruktur. Die Beteiligten vernetzen ihre Kompetenzen, um neue Technologien für die Baustelle der Zukunft zu entwickeln.

Ziel des Schwerpunkts ist es, neue, forschungsgebietsübergreifende mathematische Methoden und Modelle zu entwickeln, die einen realen Anwendungsbezug aufweisen. Der Fokus liegt dabei darauf, hochdimensionale und/oder irreguläre Strukturen zu analysieren und zu bearbeiten. Das Fraunhofer Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM und das Leistungszentrum „Simulation- und Software-basierte Innovation" sind als Partner einbezogen.

Katalytische Reaktionen sind von fundamentaler Bedeutung für nahezu alle Produkte des täglichen Lebens. Im Potentialbereich synthetisieren und charakterisieren Forscherteams neuartige nanostrukturierte Katalysatoren. Zudem bestimmen sie ihre katalytische Wirksamkeit anhand von Modellreaktionen und untersuchen technisch relevante Anwendungen.

Hierbei geht es darum, algorithmische Methoden und Software der Computeralgebra zu entwickeln und anzuwenden, die die mathematischen Kerngebiete Algebra, Geometrie und Zahlentheorie verschmelzen und als vielseitige Werkzeuge in Mathematik, Naturwissenschaft und Technik einsetzbar sind. Im Bereich „High Performance Computing“ ist das Fraunhofer-Institut ITWM eingebunden. Das zentrale Großprojekt für die kommenden Jahre ist die Entwicklung des interdisziplinären Computeralgebrasystems OSCAR, zu dem in wachsender Zahl auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an anderen Standorten Beiträge liefern.


Forscherteams aus Informatik, Elektro- und Informationstechnik sowie Maschinenbau und Verfahrenstechnik arbeiten im ZNT interdisziplinär zusammen. Sie entwickeln unter anderem Techniken für das autonome Fahren, forschen an der Steigerung der Energie- und CO2-Effizienz durch Leichtbau, alternativen Kraftstoffen, Hybridisierung und Elektromobilität. Das ZNT ist Teil der Commercial Vehicle Alliance Kaiserslautern (CVA) und kooperiert mit vielen der direkt neben dem Uni-Campus angesiedelten Forschungsinstitute. Auch eine enge Zusammenarbeit mit Nutzfahrzeugherstellern und Zulieferern zeichnet das ZNT aus.

Die Beteiligten beschäftigen sich mit der raumstrukturellen und -relevanten Entwicklung auf internationaler, nationaler, regionaler und kommunaler Ebene.
Ihre Arbeit umfasst dabei die Analyse und Bewertung des Themenkomplexes in ökonomischer, ökologischer und sozialer Hinsicht, wie sie unter anderem der demographische Wandel, der zunehmende regionale Wettbewerb um Unternehmen und Wohnbevölkerung, der „Asien-Trend“ oder der Klimawandel darstellen. Der Forschungsschwerpunkt dient unter anderem als Plattform für die Praxis- und Politikberatung.

 

Sonderforschungsbereiche (SFB) an der TUK

Die TUK arbeitet hier eng mit dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) zusammen. Chemiker und Physiker untersuchen die Wechselwirkungen von Metallzentren in Molekülen und deren Eigenschaften. Ziel ist es, Moleküle mit maßgeschneiderten Eigenschaften herzustellen und sie in die Anwendung zu überführen. Sie können etwa bei der magnetischen Datenspeicherung, bei Quanten-Computern, aber auch bei Leuchtstoffen für Displays und bei Katalysatoren eine Rolle spielen. 2018 hat die DFG die Förderung erneut verlängert. Sprecher ist Prof. Dr. Gereon Niedner-Schatteburg.

Wissenschaftler aus Maschinenbau, Verfahrenstechnik und Physik erforschen im SFB die Oberfläche von Bauteilen. Die neuen Mikrostrukturen, die sie entwickeln, senken die Reibung, erhöhen die Lebensdauer und machen ganz neue Funktionen von Bauteilen möglich. Sprecher des SFB ist Prof. Dr. Hans Hasse.

Hierbei gehen Forscherteams aus Berlin, Potsdam-Golm, München und Kaiserslautern der Frage nach, wie Pflanzen es schaffen, sich ändernden Umweltbedingungen anzupassen. Sprecher ist die Ludwig-Maximilians-Universität München, an der TUK ist Prof. Dr. Ekkehard Neuhaus federführend.


Kaiserslauterer Physiker erforschen hier gemeinsam mit Kollegen aus Bonn die neue Physik offener Quantensysteme an Modellsystemen wie Atomen, ultrakalten Quantengase und Photonen. Koordiniert wird der SFB von der Universität Bonn.

Zusammen mit Forscherteams aus Chemie sowie Maschinenbau und Verfahrenstechnik untersuchen Physiker im SFB grundlegende magnetische Eigenschaften, Phänomene und Prozesse. Der Kaiserslauterer Physiker Prof. Dr. Martin Aeschlimann ist Sprecher.

Die Federführung hat hierbei die TU Kaiserslautern inne. Sie arbeitet unter anderem mit den Universitäten aus Aachen, Saarbrücken und anderen Beteiligten zusammen. Der SFB widmet sich mit neuen Fragestellungen der Computeralgebra. Sprecher des SFB ist Prof. Dr. Gunter Malle.

 

Supercomputer erleichtern Datenverarbeitung für Spitzenforschung

Um den immer größer werdenden Datenmengen in der Forschung Rechnung zu tragen und ausreichend Rechenleistung zur Verfügung zu stellen, unterzeichneten Prof. Dr. Helmut J. Schmidt und Prof. Dr. Georg Krausch, Präsident der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz, am 16. April 2010 den Gründervertrag für die Allianz für Hochleistungsrechnen in Rheinland-Pfalz (AHRP).

„Die neue Allianz für Hochleistungsrechnen, die die Universitäten in Mainz und Kaiserslautern heute auf den Weg bringen, soll nicht nur die bereits vorhandenen ausgeprägten Kompetenzen und Kapazitäten im Bereich der superschnellen Datenverarbeitung dieser beiden Hochschulen bündeln“, sagte die damalige rheinland-pfälzischen Wissenschaftsministerin Doris Ahnen anlässlich der Unterzeichnung. „Die Allianz und der damit verbundene Ausbau der verfügbaren Rechnerleistung wird auch einen deutlichen Beitrag zur Profilbildung und zur Weiterentwicklung aller Hochschulen leisten.“ Rund 5,5 Millionen Euro investierten Landesregierung, DFG und die beiden Universitäten in die neue Technologie. Damit nahm Rheinland-Pfalz in diesem Forschungsbereich zum damaligen Zeitpunkt eine Spitzenposition ein. In den folgenden Jahren wurden die Rechnerkapazitäten ausgebaut. Im Januar 2017 schlossen sich die beiden Universitäten mit den anderen Hochschulen des Landes zur „Rechenzentrumsallianz Rheinland-Pfalz“ zusammen. Ein knappes Jahr später, im März 2018, weihten die Universitäten in Kaiserslautern und Mainz zwei Supercomputer feierlich ein. Sie gehören zu den schnellsten 100 Supercomputern der Welt. Der Hochleistungsrechner „Elwetritsch“ der TU Kaiserslautern bietet heute eine theoretische Rechenleistung von 750 TFLOPS. „Mit solchen leistungsstarken Hochleistungsrechnern können Fragestellungen erforscht werden, die im Experiment zu gefährlich oder zu kostspielig sind oder überhaupt nicht untersucht werden könnten“, sagte Unipräsident Professor Schmidt bei der Feierstunde. „Derartige Simulationen stellen oft die dritte Säule des wissenschaftlichen Erkenntnisgewinns dar. Damit wird der Supercomputer Elwetritsch II auch ein unverzichtbares Werkzeug in unseren sieben Sonderforschungsbereichen sein. Ich bin überzeugt davon, dass sich diese Investitionen für die TU Kaiserslautern und die JGU mehr als auszahlen und uns in der Forschung voranbringen werden.“ Auf dem Campus unterstützt der Rechner Grundlagenforschung und Produktentwicklung u.a. in den Bereichen Gensequenzanalyse, Künstliche Intelligenz, Strömungsmechanik und Visualisierung.


Qualität im Studium und zeitgemäßes Studienangebot machen TU Kaiserslautern als Universität attraktiv

In Sachen Qualitätsmanagement verbuchte die TU Kaiserslautern 2015 einen großen Erfolg: Sie durchlief als fünfte technische Universität in Deutschland das Verfahren der Systemakkreditierung erfolgreich und erhielt im Oktober 2015 das offizielle Siegel des Akkreditierungsrats. Damit wurde ihr offiziell bescheinigt, dass ihr eigenes Qualitätsmanagement geeignet ist, die Qualität in Studium und Lehre an der TUK sicherzustellen, und sie ist somit systemakkreditiert. Mit der Systemakkreditierung gewinnt die TUK eine neue Form der Hochschulautonomie, da ihr damit die Kompetenz übertragen wurde, neue Studiengänge selbst zu prüfen und zu genehmigen. Außerdem ist sie intern für die Qualitätskontrolle ihrer Studiengänge verantwortlich.

In einem zweijährigen Prozess – der auf die Systemakkreditierung abzielte – hatten Gutachter die Strukturen an der TUK genauer unter die Lupe genommen. Die TU Kaiserslautern musste belegen, dass ihr System die Einhaltung externer Vorgaben und Regeln für Bachelor- und Masterstudiengänge gewährleistet und die gleiche Qualität sichergestellt werden kann, wie dies bei der Akkreditierung von einzelnen Studienprogrammen durch externe Agenturen der Fall ist.

Für diese Standards ist in Deutschland der Akkreditierungsrat verantwortlich. Er regelt das Verfahren der Systemakkreditierung und gibt den Hochschulen entsprechende Kriterien an die Hand. Am Ende dieses Prozesses wurde der TUK bescheinigt, dass ihr System funktioniert und nicht nur externe Regeln eingehalten, sondern auch TUK-spezifische Qualitätsanforderungen erfüllt werden. Für die Akkreditierung der Studiengänge ist an der TUK das Referat Qualität in Studium und Lehre verantwortlich.

Die Qualität der Kaiserslauterer Studiengänge belegten regelmäßig nationale und internationale Hochschulvergleiche. Beim Ranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) 2012/2013 gehörte zum Beispiel der Bachelor-Studiengang Biologie (Lehramt) bundesweit zu den Spitzenreitern. Aber auch Mathematik, Informatik und Physik behaupteten sich hierbei ganz vorne. 2018 erhielten Mathematik und Informatik erneut sehr gute Noten. Dasselbe galt 2019 für Studiengänge aus den Fachbereichen Architektur, Bauingenieurwesen, Elektrotechnik und Informationstechnik sowie Maschinenbau und Verfahrenstechnik. Beim „Young University Rankings“ des britischen Wissenschaftsmagazin „Times Higher Education“ belegte die TUK 2017 Platz 62, im Jahr davor landete sie auf Platz 69. Sie zählte damit weltweit zu den besten jungen Hochschulen.

Um weiterhin ein attraktives Studienangebot zu bieten und um den Anforderungen auf dem Arbeitsmarkt gerecht zu werden, entwickeln die Fachbereiche regelmäßig neue Studiengänge. Der Fokus liegt dabei oft auf Interdisziplinarität. Seit dem Wintersemester 2013/14 wird beispielsweise der bundesweit einmalige Studiengang Sozioinformatik angeboten. Er nimmt die Wechselwirkungen zwischen Gesellschaft und Informatik kritisch in den Blick und verbindet Informatik mit Sozialwissenschaften, Wirtschaft und Recht. Auch „Cognitive Science“ wurde neu ins Programm aufgenommen. Dabei arbeitet der Fachbereich Sozialwissenschaften eng mit der Biologie und der Informatik zusammen. An der Schnittstelle zwischen Ingenieurwissenschaften und Physik ist der seit dem Wintersemester angebotene Studiengang TechnoPhysik angesiedelt. Er vermittelt sowohl theoretische als auch praktische Kenntnisse aus Naturwissenschaften und Technik. Seit dem Wintersemester 2018 wird der Studiengang „Sport und Gesundheit“ im Fachbereich Sozialwissenschaften angeboten. Ein Jahr zuvor, im September 2017, startete der grenzüberschreitende Masterstudiengang „Border Studies“ der Universität der Großregion (UniGR) mit Beteiligung der TUK. In diesem Hochschulnetzwerk ist die TU Kaiserslautern seit 2010 gleichberechtigter Partner. Nach Abschluss dieses Interreg-Projektes der EU im Jahr 2013 wurde die UniGR in einem grenzüberschreitenden Universitätsverbund mit eigener Rechtsform mit Sitz in Saarbrücken weitergeführt.

Als erste Universität in Rheinland-Pfalz und nur eine von wenigen in ganz Deutschland legte die TUK im Sommersemester 2018 ein Orientierungsstudium unter dem Namen „TUKzero“ auf. Damit möchte die Universität jungen Menschen die Möglichkeit geben, sich ein Bild von verschiedenen Studiengängen zu machen und Einblick in den Studienalltag zu gewinnen.

Zum Wintersemester 2018/2019 startete der englischsprachige Masterstudiengang „Financial Engineering“ am Fernstudienzentrum Distance and Independent Studies Center (DISC). Im selben Jahr verzeichnete das Zentrum zudem einen Erfolg: Bereits im Januar belegte es beim Online-Bewertungsportal „FernstudiumCheck.de“ den ersten Platz und wurde zur beliebtesten Fernhochschule in Deutschland gewählt.

2010 - 2020

Die TU Kaiserslautern wächst. Die Studierendenzahlen steigen und pendeln sich zum Ende des Jahrzehnts bei rund 14.800 ein. Wie bereits im vergangenen Jahrzehnt entschieden sich immer mehr Menschen aus dem Ausland für ein Studium in Kaiserslautern. Sie machten 2018 mit rund 3.000 Personen circa 20% der Studierendenschaft aus. Um der wachsenden Anzahl von Studierenden eine qualitativ hochwertige Ausbildung zukommen zu lassen, erhielt die Universität zwischen 2011 und 2015 sowie zwischen 2016 und 2020 Gelder aus dem Hochschulpakt von Bund und Ländern.

Um dem Wachstum und dem entstehenden Sanierungsbedarf an den Gebäuden aus den 70er und 80er Jahren Rechnung zu tragen, musste dringend gehandelt werden.

Ein wichtiges Thema stellte auch die Gesundheit der Studierenden und Beschäftigten dar: Mit der Techniker Krankenkasse arbeitete die TUK zum Beispiel seit 2014 in einem deutschlandweit damals einzigartigen Projekt daran, studentische Gesundheit stärker zu fördern. Im Laufe der nächsten Jahre entwickelte die TUK zahlreiche Angebote und Fördermaßnahmen für die Studierenden. Zentrale Anlaufstelle ist hierbei „CampusPlus“, eine universitäre Einrichtung, die beim Hochschulsport angesiedelt ist. Das Besondere dabei: Alle Ideen erarbeiten die Studierenden selbst. Es entspricht der Leitidee von CampusPlus, dass die Zielgruppe selbst zur eigenen Gesundheit beiträgt. Auch geht es darum, dauerhaft Strukturen, wie etwa verschiedene Hochschulgremien, zu schaffen, bei denen alle Beteiligten in das Gesundheitsmanagement eingebunden sind, die sich um die Gesundheit der Studierenden kümmern. Auf dem Campus gibt es zum Beispiel einen Trimm-Dich-Pfad und einen kostenlosen Mountainbike-Verleih. Zudem organisiert CampusPlus verschiedene Veranstaltungen wie den Gesundheitstag für Studierende, aber auch Seminare, Kino- und Konzertabende.
Den Grundstein für ein Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) legte 2015 die Vertragsunterzeichnung mit der Techniker Krankenkasse. Mit seinen verschiedenen Angeboten zielt das BGM darauf ab, körperliches, psychisches und soziales Wohlbefinden zu fördern und Erkrankungen vorzubeugen.


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