Jubiläum 2020

Internationale Vernetzung und regionale Kooperationen

an der TU Kaiserslautern selbstverständlich

Die TU Kaiserslautern sieht sich als international geprägte Bildungsund Forschungseinrichtung. Menschen aus aller Welt kommen zum Studieren und Forschen auf den Campus. Aktuell sind das 3.100 aus 116 Ländern, die einem Studium nachgehen oder an Forschungsprojekten arbeiten. Betreut werden sie dabei von der Abteilung „Internationale Angelegenheiten: ISGS“. Zu ihren Aufgaben gehört es des Weiteren internationale Strategien zu entwickeln und umzusetzen. Darüber hinaus pflegt die TUK zahlreiche Kooperationen mit Partneruniversitäten aus aller Welt, darunter beispielsweise China, Indien, Brasilien und Ruanda. Auch mit Japan bestehen enge Kontakte – ein Land, „mit dem mich persönlich sehr viel Herzblut verbindet und dessen Begegnungen mich immer wieder mit Faszination und Begeisterung erfüllen“, wie Prof. Dr. Hanns Stephan Wüst auf den kommenden Seiten berichten wird.

Die TU Kaiserslautern ist aber nicht nur mit anderen Bildungseinrichtungen aus aller Welt vernetzt, sondern auch mit Forschungsinstituten in unmittelbarer Nachbarschaft. Seit Ende der 80er Jahre etablierten sich renommierte Einrichtungen auf dem Campus und an der Forschungsmeile in der Trippstadter Straße. Sie unterstützen die TUK vor allem im Bereich der angewandten Forschung und tragen zu dem ausgezeichneten Ruf Kaiserslauterns als Wissenschaftsstandort bei. Hier punkten sie vor allem in den Kommunikations- und Informationstechnologien.

Ein Beitrag von Dr.-Ing. Parya Memar, Internationale Angelegenheiten: ISGS

Die ISGS (International School for Graduate Studies) ist auf dem Campus die zentrale Anlaufstelle, wenn es um Internationalisierung geht. Sie unterstützt die Fachbereiche und die Hochschulleitung dabei, neue internationale Strategien zu entwickeln und umzusetzen. Dies reicht etwa von der Einwerbung von Drittmitteln über die Konzeption und Durchführung von internationalen Projekten bis zur Einführung von Förderstrukturen. Vor allem liegt der Fokus ihrer Arbeit aber auf der Rekrutierung, Beratung und Betreuung von internationalen Studierenden und Forschern. Ziel ist es, Studium, Lehre und Forschung an der TU Kaiserslautern international auszurichten. Zu den Hauptaufgaben der ISGS gehören:

  • Abwicklung, Pflege und Vermittlung von Hochschulpartnerschaften,
  • Förderung des Auslandsaufenthaltes und der EU-Bildungsprogramme (Erasmus u.a.),
  • Einwerbung und Abwicklung von DAAD-Programmen und -Projekten (StiBet, PROMOS u.a.),
  • logistische Betreuung internationaler Studierender und (Post-)Graduierter,
  • Konzeption und Bereitstellung von Angeboten der zielgruppenspezifischen Orientierungs- und Deutschkurse/-Prüfungen sowie integrativer Maßnahmen,
  • Konzeption und Bereitstellung von Angeboten zur überfachlichen und interdisziplinären Weiterbildung der (inter)nationalen Studierenden & (Post-)Graduierten,
  • Einwerben, Verwalten von entsprechenden Drittmitteln sowie Stipendien und Umsetzung der Förderprojekte,
  • Rekrutierung hochqualifizierter internationaler Studierender und (Post-)Graduierter sowie Gastwissenschaftler,
  • internationale Alumni-Arbeit und -Networking.


Schon früh erkannte die Universität, wie wichtig es war, eine zentrale Betreuungsstelle für die Belange der ausländischen Studierenden einzurichten. Diese Aufgabe hatte zunächst das Studentensekretariat übernommen. Im Mai 1976 eröffnete die Universität aber das Akademische Auslandsamt (AAA). Es war am Anfang mit nur einem Beamten besetzt, der sich um die sozialen, kulturellen oder auch persönlichen Probleme der zum Sommersemester 1977 insgesamt 151 internationalen Studierenden kümmerte. Hier punktete das Amt mit Angeboten wie Einführungsveranstaltungen, fachbezogenen Seminaren und Arbeitsgemeinschaften sowie Freizeitveranstaltungen und einem Clubraum speziell für die internationalen Studierenden. Zu seinen Aufgaben zählte es des Weiteren, Kontakte zu anderen ausländischen Hochschulen und Institutionen zu vermitteln. Neben dem Bereich „Deutsche ins Ausland“ (1979) kam später die Vermittlung der deutschen Sprache bzw. „Deutsch als Fremdsprache (DaF)“ zur Studienvorbereitung hinzu.

Ab Mitte bzw. Ende der 90er boten die Fachbereich Mathematik sowie Elektrotechnik und Informationstechnik die beiden ersten englischsprachigen Masterprogramme an. Hinzu kam zum Anfang der 2000er Jahre der erste deutsch-französische Studiengang, bei dem die TUK mit der „École Nationale des Ingénieurs de Metz (ENIM)“ kooperiert. 2003 unterzeichneten die TUK und das rheinland-pfälzischen Wissenschaftsministerium eine Vereinbarung, auf dem Campus eine fachbereichsübergreifende, hochschulweite „International School for Graduate Studies“ zu schaffen. Ziel war es, u.a. mehrere internationale Programme einzurichten und die bestehenden stärker und zentral zu unterstützen. Daher beschloss der Senat im Mai 2004, die ISGS zu gründen. Damit trug er auch dem ersten Hochschulentwicklungsplan Rechnung, der vorsah, die Akquise und Betreuung von internationalen Spitzenforschern und Studierenden zu forcieren. Seitdem setzt die TUK hier auf ihre eigene Marke, die zentrale Einrichtung „ISGS“.

Als Modellprojekt für interkulturelles Lernen förderte die Stiftung Mercator 2005 das „Pilotzentrum Internationales Doktorandenforum“ auf dem Campus. Hierbei ging es u.a. um Projekte wie Personalentwicklung für junge Forscherinnen und Forscher bzw. akademische Personalentwicklung (2007-2008), gefördert vom deutschen Stifterverband. Im Oktober 2008 wurden die Aufgaben des „Pilotzentrums Internationales Doktorandenforum“ bei der ISGS angesiedelt. Sie war damit die zentrale überfachliche Anlaufstelle für die internationale Doktorandenausbildung an der TUK. Um Ressourcen zu bündeln und Synergien zu schaffen, legte die Universität das AAA und die ISGS 2014 als Abteilung „Internationale Angelegenheiten: ISGS“ zusammen. Mit zahlreichen Ländern und deren Universitäten pflegt sie strategische Partnerschaften, beispielsweise seit 2005 mit Ruanda. Hierbei stehen unter anderem Stipendienprogramme für ruandische Studierende im Vordergrund. Zudem gibt es Kooperationen mit Eliteschulen des afrikanischen Landes. Auch mit Brasilien pflegt sie seit ihrer Gründung enge Beziehungen, unter anderem seit 2007 mit der Universidade Federal do Rio Grande do Sul in Sachen Studierendenaustausch. Heute ist die TUK mit 3.119 ausländischen Studierenden und Post-Doktoranden (PhDs) aus 116 Ländern (Stand: 14.10.2019) sowie mit 362 internationalen Abkommen mit 221 Partnerhochschulen so international wie noch nie.


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Ausländische Studierende in Zahlen:
3.119 Studierende aus 116 Ländern, Tendenz weiterhin stark steigend (Stand: Okt. 2019)


Ausländische Studierende in Prozenten:
circa 21,5% der Studierenden


Top-10-Herkunftsländer:

Indien, China, Luxemburg, Türkei, Kamerun, Iran, Syrien, Österreich, Ruanda, Pakistan


Top-10-Herkunftsländer inkl. Aufenthaltsdefinition:
Indien (FM-DS), China (FM-DS & KOPS-DS), Luxemburg (FM-DS), Kamerun (FM-DS), Türkei (FM-DS & KOPS-NDS) , Iran (FM-DS), Syrien (FM-DS), Österreich (FM-DS & FS), Ruanda (KOPS-DS), Frankreich (FM-DS & KOPS-NDS)


Top-5-Herkunftsregionen (2017):
Asien (46%), Europa (34%), Afrika (14%), Südamerika (4%), Nordamerika (2%)


Abkürzungen: DS - Degree-Seeking students, NDS - Not-Degree-Seeking bzw. Kontaktstudierende, z.B. gefördert durch eine TU-Erasmus-Kooperation/-Förderung, KOPS - Kooperation Student, Studienbeginn/-fortsetzung an der TU erfolgt auf Basis einer Kooperation mit einer Partneruniversität, FM - Freemover students

Ein Beitrag von Prof. Dipl.-Ing. Hanns Stephan Wüst

Es gibt ein Land, welchem man in der Stadt Kaiserslautern, aber auch auf dem Campus der TU Kaiserslautern, immer wieder begegnet. Ein Land, mit dem mich persönlich sehr viel Herzblut und Engagement verbindet und dessen Begegnungen mich immer wieder mit Faszination und Begeisterung erfüllen.

Als langjähriger Inhaber des Lehrstuhls Landschafts- und Grünordnungsplanung von 1978 bis 2006 im Fachbereich Architektur/Raum- und Umweltplanung/Bauingenieurwesen – ARUBI – und auch jetzt als Emeritus stand und steht das Thema Gärten immer auch im Blickpunkt der wissenschaftlichen, planerischen und gestalterischen Tätigkeit im Bereich der Umweltplanung und damit im direkten Bezug zur praxisbezogenen Lehre und Forschung. So nimmt es nicht wunder, dass sich mein Interesse von Anfang an auf die Mitwirkung für das umweltrelevante PPP-Projekt Japanischer Garten fokussiert hat. Doch davon später.

In den vergangenen 20 Jahren sind die Kontakte nach Japan zu einem gewichtigen Element im internationalen Profil der TUK sowie der Universitätsstadt gewachsen. Als Basis und zentraler Baustein und Genius loci ist hier der Japanische Garten zu nennen. Hier hat alles angefangen.

Der Japanische Garten Kaiserslautern ist der größte in Deutschland, Ort vielfältiger Begegnungen für Menschen aller Altersgruppen und – mit allen Elementen einer idealtypischen japanischen Gartenanlage ausgestattet – Symbol der vielseitigen japanbezogenen Verbindungen von der Stadt Kaiserslautern, der Technischen Universität und der regionalen Wirtschaft. Er ist das Ergebnis einer langjährigen, nunmehr 30-jährigen Partnerschaftsbeziehung Kaiserslauterns zu Bunkyo-ku. Diese wurde von dem Kaiserslauterer Diplomaten Dr. Bernd Fischer 1985 initiiert und mitbegründet. Der Verein gleichen Namens existiert seit 1997.

Für dieses originäre Gartenprojekt wurden bereits ab 1993/94 erste Planungsideen und Entwürfe von Seiten des Lehrstuhls mit Studierenden und Mitarbeitern in enger Kooperation mit dem Grünflächen- und Planungsamt der Stadt entwickelt.

Nicht nur an der Universität, auch in der Bürgergesellschaft und im Kulturleben der Stadt hat sich seit 1997 im steten Zusammenwirken mit der Städtepartnerschaft zu Bunkyo-ku und dem Japanischen Garten in Kaiserslautern eine besondere Japan-Affinität entwickelt.

An der A 6 und an der A 63 begrüßen bereits die gemeinsam entwickelten Hinweistafeln Japanischer Garten Kaiserslautern die Besucher der Universitätsstadt.

In diesem dynamischen und international ausgerichteten Planungs- und Entwicklungsprozess waren in all den Jahren viele Mitarbeiter sowie Studierende mehrerer Generationen mit Engagement im interdisziplinären Einsatz, sozusagen im gleichen Boot tätig. Ich erinnere mich an das konstruktive interdisziplinäre Zusammenwirken mit dem Lehrstuhl Tragwerksentwurf und Konstruktion von Prof. Harald Kloft und seinen Mitarbeitern. Hier gab es gemeinsame Arbeitseinsätze, gemeinsame Lehrveranstaltungen und Seminare in Bezug zur japanischen Architektur und Gartenarchitektur der Geschichte Japans.

Zu erwähnen ist auch die Vorbereitung und Durchführung eines gemeinsamen Studentenwettbewerbs für das Projekt Dojo im Japanischen Garten unter Federführung und Betreuung von Prof. Johannes Modersohn, Lehrstuhl für Baukonstruktion und Entwerfen.

In diesem Kontext der wissenschaftlichen Arbeiten zählt auch die Dissertation von Franz große Kohorst, Projektorientierte Kooperation mit dem Fallbeispiel Japanischer Garten, veröffentlicht in Schriften zur Freiraumund Landschaftskultur (2005).

Ferner sind bei uns und allen Teilnehmern in nachhaltiger Erinnerung und – immer noch lebendig – mehrere Exkursionen mit unseren Studierenden nach Japan, so 2001 unter meiner Leitung und 2006 unter der Leitung von Prof. Harald Kloft, diese bereits im Vorfeld und zur Vorbereitung des spektakulären Koinobori-Projekts vor der WM 2006 in Kaiserslautern.

Zahlreiche Einladungen – oft im Gegenstromprinzip – zu Gastvorträgen, Seminaren, Besuchen von Messen und japanbezogenen Ausstellungen runden das Bild ab. In besonderer Erinnerung bleibt die Vortragsveranstaltung im Audimax mit Prof. Mamoru Kawaguchi aus Tokyo im Juni 2005: Let fly the Jumbo Carp in the sky of Kaiserslautern. Im Jahre 2006 wurden dank des unermüdlichen Einsatzes aller Beteiligten die angedachten Visionen zur Realität. Eingebunden waren in dieses Netzwerk neben der TU zahlreiche Unternehmen und Institutionen, so die Volksbank und die Sparkassen.

All dies wäre nicht möglich gewesen, wenn wir vor Ort nicht auf tatkräftige Unterstützer hätten zählen können. Besonders aktiv war hier beispielsweise die Kreissparkasse Kaiserslautern, die einem Ondit nach als die japanischste in Deutschland gilt.

Hier trafen, nur um ein Beispiel zu nennen, im Jahr 2011 auf Einladung des Vorstandsmitglieds Franz Link als Gastgeber der Botschafter Japans, Dr. Takahiro Shinyo mit geladenen Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, Kultur und Medien im internationalen Bezug zu einem breiten Informations- und Meinungsaustausch zusammen – ein Startpunkt für zahlreiche weiterführende und in die Zukunft weisende Kontakte und Verbindungen, die auch weit in die Bereiche von Politik und Diplomatie reichen.

Davon profitiert auch die Wissenschaft. Es sind dadurch über die Jahre hin nachhaltig wertvolle Kooperationen entstanden, dies gilt sowohl für die Fachbereiche der TUK als auch für die Institute und Partner der Science and Innovation Alliance Kaiserslautern (SIAK), vor allem mit Blick auf weitere Projekte im IT-Bereich und bei der Energie- und Umwelttechnik.

Als ein weiteres Beispiel der japanbezogenen Aktivitäten in Lehre und Forschung sind, von der TUK ausgehend und initiiert, die derzeitigen und sehr aktuellen Überlegungen und Fragestellungen des Lehrstuhls Tragwerk und Material, Prof. Jürgen Graf, mit Forschungsaktivitäten zur Inwertsetzung des nachhaltigen Rohstoffes Holz zu nennen. Hier gab es 2018/2019 von uns gemeinsame Beiträge zum Thema der Ausstellungen „Handwerkskunst – Kunsthandwerk – Japan trifft Pfalz“, sowohl im Haus der Nachhaltigkeit als auch wiederum in der Kreissparkasse Kaiserslautern und darauf folgend auch in Koblenz im Zusammenwirken mit den Handwerkskammern des Landes und mit Landesforsten. Diese Forschungstätigkeit erfährt ihren Niederschlag und Fortsetzung in den angewandten Bezugsfeldern des Holzbaus, beispielsweise auch sichtbar im Umfeld der Villa Denis.

Auch der TÜV Rheinland ist für uns über viele Jahre zu einem wichtigen Partner geworden. Zu ihm bestehen seitens der TUK und der Institute der SIAK sehr enge, auch wirtschaftliche Kontakte und langjährige, vielfältige Verbindungen in Wissenschaft und Technik. Daraus resultieren über den TÜV ganz aktuell auch neue Impulse zum Fraunhofer IESE.

Die Zusammenarbeit des TÜV in Japan mit meinem Lehrstuhl und der Landesregierung war für das Zustandekommen und die erfolgreiche Präsentation der Ausstellung UNESCO-Welterbe in Rheinland-Pfalz maßgebend. Diese Ausstellung, die 2007/2008 an verschiedenen Standorten in Japan mit großer Resonanz gezeigt wurde, stieß dort auf ein immenses Interesse und war zudem ein bedeutender Werbeerfolg für das Land und zugleich auch insgesamt für den Wissenschaftsstandort Kaiserslautern.

Ein besonderes Highlight der Japanbeziehungen in Kaiserslautern war sicherlich, wie bereits erwähnt, das Koinobori-Projekt anlässlich der WM 2006, in dessen Rahmen ein riesiger aufblasbarerer Koi-Karpfen über der Stadt schwebte. Bedingt durch die begleitende permanente Berichterstattung vor allem auch in den japanischen Medien, werden wir, die Besucher und Gäste der TUK, in Japan oft als „guests and members from KOI-TOWN“ apostrophiert, mit deutlichem Bezug auf dieses Ereignis mit der charakteristischen japanischen Karpfenart.

Ganz aktuell ergeben sich neben der Fortführung, Erweiterung und Vertiefung der aufgezeigten nachhaltigen Beziehungen nach Japan bereits einige neue Akzente und Entwicklungen, die ich auch als Emeritus seit etlichen Jahren verfolge und begleite. Gerade von einer mehrwöchigen Japanreise zurückgekehrt, kann von einer erfolgreichen Vertiefung der Wissenschaftskontakte zur WASEDA-Universität in Tokyo berichtet werden, wo ein ehemaliger Mitarbeiter Christian Dimmer als Assistent Prof. tätig ist. Ein Austausch in Lehre und Forschung ist auch mit der CHIBA-Universität und dem dortigen Center Environment, Health und Field Sciences angestrebt und im Gespräch.

Ein Fazit:

Bei all den aufgezeigten Aktivitäten habe ich als Landschaftsarchitekt und Planer gelernt: Wünsche müssen oft und laut und deutlich ausgesprochen werden, damit sie sich zu Leitbildern verdichten. Dazu gehört auch mein Wunsch nach einem verstärkten Studenten- und Wissenschaftsaustausch mit Japan in der Zukunft.


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1985Vorbereitung der Städtepartnerschaft auf Anregung von Dr. Bernd Fischer, damals bereits an der Deutschen Botschaft in Tokyo tätig, ein gebürtiger Lauterer
1989Formelle Gründung und Besiegelung der Städtepartnerschaft zu Tokyo-Bunkyo-ku Einweihung des von Professor Gernot Rumpf gestalteten Kaiserslautern-Platzes mit dessen Skulpturen in Bunkyo-ku
1993Architektur-Exkursion des Lehrstuhls Baukonstruktion I und Entwerfen
1996Erste Ausstellung Grüne Schiene Lautertal mit ersten Konzepten für einen Japanischen Garten in der Volksbank Kaiserslautern, im Zusammenwirken vom Lehrstuhl Landschafts- und Grünordnungsplanung mit dem Grünflächenamt der Stadt Kaiserslautern
1997Gründung des Vereins Freunde des Japanischen Gartens e.V. mit 18 Gründungsmitgliedern
2000Im April Eröffnung der ersten Landesgartenschau in Rheinland-Pfalz und des Japanischen Gartens durch Ministerpräsident Kurt Beck und OB Bernhard Deubig
2001Erste Exkursion mit Studenten und Mitgliedern des Jap. Gartens nach Japan, zuvor ein mehrmonatiger Japanaufenthalt des Studenten Christian Dimmer durch ein Auslandsstipendium
2002Japanwoche an der TU Kaiserslautern
2003Japanreise Professor Wüst mit offizieller Delegation
2003Besuch des japanischen Botschafters aus Berlin
2005Gemeinsamer Messeauftritt der Stadt und der TUK Kaiserslautern im Vorfeld der WM 2006 mit WM-Koordinator E. Saile und den Kollegen Dengel, Rombach, Kloft und Wüst unter Leitung von OB Deubig beim TÜV Rheinland in Yokohama
2005Verleihung der Ehrendoktorwürde an den Präsidenten der TUK
2005Vortragsveranstaltung mit Professor Mamuro Kawaguchi und Kunihiko Akamatsu im Audimax „Lets fly the Jumbo Carp in the sky of Kaiserslautern“
2005Botschafter Nomura in Kaiserslautern und an der TUK KL
2005Dissertation von Franz Große Kohorst
Projektorientierte Kooperationen - Bedeutung und Perspektiven öffentlich-privater Partnerschaften zur Pflege und Entwicklung des öffentlichen Stadtgrüns mit Veröffentlichung des Fallbeispiels ‚Japanischer Garten‘ in der Schriftenreihe zu Freiraum- und Landschaftskultur
2006Exkursion mit Studenten des Lehrstuhls Tragwerksentwurf und Konstruktion, Professor Harald Kloft, zur Vorbereitung des spektakulären Fluges des Koinobori nach Japan
2006Flug des Koinobori, der „Fliegende Fisch“ über der Stadt KL
Ingenieurmäßige und organisatorische Vorbereitungen und Durchführung Professor Kloft und Professor Wüst im Zusammenwirken mit Professor Kawaguchi und Architekt Akamatsu, extra dafür aus Japan angereist
2006Japan in Kaiserslautern
im Vorfeld der WM 2006, das Koinobori und Medaka-Projekt
2006Spiel der Japanischen Nationalmannschaft gegen Australien bei der WM 2006 Kulturelle Begleitveranstaltungen, japanbezogene Tanz- und Sportveranstaltungen und Ausstellungen an der TUK
2006Besuch von Dr. Eitaro Itoyama von der Itoyama-Shonan-Universität, in internationaler Kooperation mit dem Institut für Verbundwerkstoffe
2007Ausstellung Weltkulturerbe in Japan, Fotografien von Miyoshi, Kuzuyoshi
2007Ausstellung Weltkulturerbe in Rheinland Pfalz präsentiert an 5 Standorten in Japan
2008die gleiche Ausstellung in Morioka, der Partnerprovinz des Landes RH-PF in IWATE
2008Ausstellung 8 Millionen Götter mit Tanz von Megumi Oba in der Kreissparkasse KL
2008Ausstellung Japanische Gärten im Spiegel der Jahreszeiten im Theodor-Zink-Museum KL
2011Vortrag „Fukushima 1“ von Kurt Heinz, TÜV Rheinland, Yokohama, an der TUK
2012Zusammenarbeit mit dem Institut für Verbundwerkstoffe bei der Sanierung der Teichanlage im Japanischen Garten
2016Vortrag „Fukushima 2“ von Kurt Heinz, TÜV Rheinland an der TU
2017Japanreise, Vorträge und Exkursion Professor Wüst
2018Veröffentlichung des Kulturmagazins Lutra 02/18 mit Übersicht über die Japanaktivitäten in der Stadt und der Universität
2018

Ausstellung Handwerkskunst – Kunsthandwerk - Japan trifft Rheinland-Pfalz
im Zusammenwirken mit den Handwerkskammern Pfalz und Koblenz sowie mit dem Umweltministerium und Landesforsten, mit Dr. Hermann Bolz und dem Haus der Nachhaltigkeit, Herrn Leschnig

2019Vortrag „Fukushima 3“ von Kurt Heinz, TÜV Rheinland an der TU
2019Forschungsaufenthalt Professor Wüst in Japan,
Vertiefung der Kontakte mit der WASEDA-Universität und Aufbau neuer Verbindungen zur CHIBA-Universität


In all den Jahren:

  • Gastvorträge und Besuche:
  • Botschafter Dr. Volker Stanzel, Dr. Bernd Fischer, Prof. Dr. Klaus Töpfer, mit Vorträgen an der TU uns in der Villa Denis
  • Ausstellungen und Vorträge im Zusammenwirken mit der TUK und der Science-Alliance zu japanischer Kunst, Geschichte, Musik und Philosophie, vorrangig auch zur Baugeschichte und zur Gartenkultur
  • Ständiges Zusammenwirken mit der Deutsch-Japanischen Gesellschaft DJG in Berlin, Präsident Dr. Bernd Fischer, sowie dem Dachverband der Deutsch-Japanischen Gesellschaften, Botschafter a.D. Dr. Volker Stanzel



Prof. em. Dipl.-Ing. Hanns Stephan Wüst
TU Kaiserslautern
Landschafts- und Grünordnungsplanung


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Enge Zusammenarbeit mit renommierten Einrichtungen für den Forschungstransfer

Die TU Kaiserslautern kooperiert mit renommierten Forschungseinrichtungen, die auf dem Campus oder in direkter Nähe ihren Sitz haben. Ziel ist es, universitäre Grundlagenforschung mit der anwendungsorientierten Forschung außerhalb der Universität zu verbinden. Dies ermöglicht es, Innovationen zu erforschen und zu entwickeln.


KI für den Menschen – Intelligente Lösungen für die Wissensgesellschaft

Ein Beitrag von Christian Heyer, Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz

Am 4. Juli 1988 wurde das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) mit den beiden Standorten Kaiserslautern und Saarbrücken als gemeinnützige Public-Private Partnership (PPP) gegründet. Heute unterhält es zudem einen Standort in Bremen, ein Projektbüro in Berlin, ein Labor in Niedersachsen und eine Außenstelle in St. Wendel und ist auf dem Gebiet innovativer Softwaretechnologien auf der Basis von Methoden der Künstlichen Intelligenz die führende wirtschaftsnahe Forschungseinrichtung Deutschlands. Auf dem Campus wurde es zunächst in Gebäude 57 angesiedelt und hat seit 2006 seinen Sitz in der Trippstadter Straße.

In derzeit 19 Forschungsbereichen und -gruppen, acht Kompetenzzentren und acht Living Labs werden ausgehend von anwendungsorientierter Grundlagenforschung Produktfunktionen, Prototypen und patentfähige Lösungen in der Informations- und Kommunikationstechnologie entwickelt. Die Finanzierung erfolgt über Zuwendungen öffentlicher Fördermittelgeber wie der EU, dem Bundesministerium für Bildung und Forschung, den Bundesländern und der Deutschen Forschungsgemeinschaft sowie durch Entwicklungsaufträge aus der Industrie. Neben den Bundesländern Rheinland-Pfalz, Saarland und Bremen sind im DFKI-Aufsichtsrat viele namhafte deutsche und internationale Hochtechnologie-Unternehmen vertreten.


Das Institut für Oberflächen- und Schichtanalytik IFOS GmbH wurde im Dezember 1989 als gemeinnützige Forschungseinrichtung des Landes Rheinland-Pfalz gegründet. Seit 1996 hat es den Status einer wissenschaftlichen Einrichtung der Technischen Universität Kaiserslautern. Im Jahr 2007 konnte das IFOS nach einjähriger Bauphase sein heutiges Institutsgebäude in der Trippstadter Straße beziehen.

Der Arbeitsschwerpunkt des Instituts ist die Bestimmung der Zusammensetzung, der chemischen Bindungseigenschaften und der Struktur von Festkörperoberflächen und Dünnschichtsystemen.

Das IFOS bietet Nutzern aus der Industrie, aus Universitäten und aus anderen Forschungseinrichtungen direkten Zugang zu den heute verfügbaren, in der Regel sehr aufwendigen und teuren Analysetechniken und stellt so ein Bindeglied dar zwischen universitärer Forschung und marktausgerichteter Wirtschaft.


Um die damals neue Klasse der polymeren Verbundwerkstoffe zu erforschen und in die Anwendung zu bringen, wurde 1990 das Institut für Verbundwerkstoffe (IVW) gegründet. Im November 1991 bezog das noch junge IVW mit wenigen Beschäftigten – unter der Leitung von Prof. Manfred Neitzel – das Gebäude 58. Heute forschen über 110 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den Grundlagen für zukünftige Anwendungen von Verbundwerkstoffen, die zum Beispiel für die Mobilität der Zukunft, die Bereiche Energie, Klima und Umwelt, die Produktionstechnologie sowie für das Gesundheitswesen von großer Bedeutung sind. Neue Werkstoffe, Bauweisen und Fertigungsprozesse werden untersucht und – nach der Erarbeitung des Grundlagenverständnisses – für die jeweiligen Produktanforderungen maßgeschneidert.

Aus dem IVW sind bis dato zehn Ausgründungen mit über 200 Arbeitsplätzen im Hochtechnologiebereich hervorgegangen. Durch die enge Zusammenarbeit mit der TUK wurde auch das Lehr- und Forschungsangebot für Studierende maßgeblich erweitert. Darüber hinaus gingen 169 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des IVW in Kooperation mit der TU Kaiserslautern erfolgreich ihrer Promotion nach.


Im März 1995 wurde das Institut für Technologie und Arbeit e.V. (ITA) gegründet. Das ITA ist eine eigenständige wirtschafts- und arbeitswissenschaftliche Forschungsorganisation mit dem Status eines An-Instituts der TUK. Sein Haupttätigkeitsgebiet ist die Forschung und Entwicklung für Menschen und Organisationen. Das bedeutet unter anderem, dass es sich damit beschäftigt, wie Unternehmen, Non-Profit- und öffentliche Organisationen mit aktuellen und künftigen Anforderungen umgehen können. Dazu zählen etwa der digitale und nachhaltigkeitsorientierte Wandel von Arbeits-, Produktions- und Konsumverhältnissen oder der Umgang mit einem veränderten Fachkräfteangebot und -bedarf, denen insgesamt mit Innovationen und neuen Ansätzen der Führung sowie Arbeits- und Organisationsgestaltung zu begegnen ist. Zwischen 25 und 30 wissenschaftliche und nicht-wissenschaftliche Beschäftigte unterschiedlicher Fachdisziplinen wirken vielfältig am ITA zusammen.


1996 als Fraunhofer-Einrichtung für Experimentelles Software Engineering (IESE) gegründet, wurde das Fraunhofer IESE im Jahr 2000 als erstes Institut in Rheinland-Pfalz permanent in die Fraunhofer-Gesellschaft aufgenommen. Schnell entwickelte es sich zu dem Kompetenzzentrum für Software Engineering. Zusammen mit Partnern arbeitet das Fraunhofer IESE an Schlüsseltechnologien für die digitale Zukunft. Es besitzt ein Kontaktbüro in Berlin und eine Außenstelle in den USA.


Im Januar 1996 nimmt das Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM seine Arbeit auf. 2001 wird es in die Fraunhofer-Gesellschaft aufgenommen.

Das Institut arbeitet daran, die Mathematik als Schlüsseltechnologie weiterzuentwickeln und diese auch mit Industriepartnern praktisch umzusetzen. Seine Kunden kommen aus den Bereichen Fahrzeugindustrie, Textil, Energie, Computerindustrie und der Finanzbranche.


Das im Jahre 1998 gegründete Institut für Biotechnologie und Wirkstoff-Forschung (IBWF) befasst sich mit Wirkstoffen, Enzymen und biologischem Pflanzenschutz. Mit modernsten molekularbiologischen Methoden arbeitet es daran, neue Zielstrukturen für Pflanzenschutzmittel zu charakterisieren und geeignete Testmethoden zu entwickeln.


Auf dem Campus der TU Kaiserslautern hat das Institut seinen Sitz. Es beschäftigt sich unter anderem mit Analyse, Modellierung, Sicherheit und Stabilität von computergestützten Systemen, außerdem mit Datennetzen, verteilten Systemen und Programmiersprachen.

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