Jubiläum 2020

Grußworte

Malu Dreyer, Ministerpräsidentin des Landes Rheinland-Pfalz

Sehr geehrte Herren und Damen,

50 Jahre TU Kaiserslautern! Das ist wahrlich ein Grund zum Feiern. Gegründet 1970 als Teil der Doppeluniversität Trier-Kaiserslautern, hat sie sich binnen eines halben Jahrhunderts zu einer Vorzeigeuniversität mit internationalem Renommee entwickelt, deren zukunftsweisende Forschung Antworten auf die brennenden Fragen dieses Jahrhunderts findet. Die TU Kaiserslautern ist eine Universität, auf die wir RheinlandPfälzer und Rheinland-Pfälzerinnen stolz sein können.

Als die Universität vor 50 Jahren gegründet wurde, waren 191 Studierende immatrikuliert. Heute studieren dort fast 80-mal so viele Menschen. Die Nachfrage nach naturwissenschaftlich-technischen Studiengängen war so groß, dass die Universität innerhalb kürzester Zeit so stark wuchs, dass die Doppeluniversität 1975 getrennt wurde und beide Universitäten seitdem eigenständig forschen und lehren. Seitdem bietet die Technische Universität in zwölf Fachbereichen ein breit gefächertes Studienangebot mit zumeist interdisziplinärem Ansatz. Die Forschung und Lehre der Universität genießt weit über die Landesgrenzen hinaus eine so hohe Reputation, dass Kaiserslautern heute überregional als Innovationsstandort gilt. Die enge Zusammenarbeit zwischen der TU und den örtlich angesiedelten externen Forschungseinrichtungen, wie den beiden Fraunhofer-Instituten, dem Max-PlanckInstitut für Softwaresysteme oder dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz, befruchtet Forschung und Lehre gleichermaßen und macht die Universität so attraktiv für Studierende. Sie bietet damit optimale Bedingungen für Studium und Spitzenforschung, denn sie fördert die Arbeit ihrer Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen strategisch und nachhaltig.

Liebe Lehrende, Studierende, Alumni, Freunde und Freundinnen der Technischen Universität Kaiserslautern, ich gratuliere Ihnen und der Universität zu diesem wunderbaren Jubiläum und wünsche der TU für die Zukunft auch weiterhin alles Gute!

Malu Dreyer
Ministerpräsidentin des Landes Rheinland-Pfalz
 


Prof. Dr. Konrad Wolf, Staatsminister des Landes Rheinland-Pfalz

Sehr geehrte Damen und Herren,

als mit dem Memorandum der Landesregierung die Gründung einer zweiten Universität im Juli 1969 angekündigt wurde, lag Rheinland-Pfalz mitten im Trend der Gründungswelle der sogenannten Reformhochschulen. Das durch den Wissenschaftsrat initiierte Vorhaben des Ausbaus von wissenschaftlichen Hochschulen führte Mitte der 1960er bis Mitte der 1970er Jahre dazu, dass über 20 Hochschulen in Deutschland gegründet wurden, um der stetig wachsenden Zahl an Studierenden zu begegnen.

50 Jahre später kann man nicht mehr von Neueinrichtungen sprechen, sondern von fest etablierten Größen im deutschen Wissenschaftssystem. Sie haben über die Jahre ein eigenes Profil entwickelt und leisten einen fundamentalen Beitrag in Forschung und Lehre.

Unstreitig kann die TU Kaiserslautern hierbei auf ihre Forschungsreputation zurückblicken, die sie vor allem in den letzten Jahren vorzuweisen hat. Während für die Wahl des Standortes Kaiserslautern 1969 vor allem noch mit dem Blickwinkel der hochschulfernen Regionen von Rheinland-Pfalz argumentiert wurde, ist die TU Kaiserslautern nun zentral gelegen inmitten renommierter Forschungseinrichtungen, mit denen sie eng verzahnt ist und ihre Forschungsprofile stetig vorantreibt.

Dass die TU Kaiserslautern nicht nur in der Forschung internationale Sichtbarkeit genießt, sondern auch eine starke Verwurzelung in der Region und zu den Unternehmen hat, mag an der Universität kaum jemanden verwundern. Prof. Landfried hatte in seiner Einleitung zum 20-jährigen Jubiläum der TU Kaiserslautern die wachsende gesellschaftliche Verantwortung der Universität schon visionär gesehen und den Technologietransfer durch Wissenschaftsmarketing geprägt.

Dem gegenüber hat die TU Kaiserslautern ihre Wirkung und insbesondere das Studienangebot weit über die Region hinausgetragen. Gerade das Portfolio des Fernstudiums hat hier eine besondere Bedeutung und genießt auch in Rankings besonders hohes Ansehen.

Wenigen Universitäten gelingt die Vereinbarkeit von Forschung, Transfer und Studium so gut wie der TU Kaiserslautern. Ihre Strategiefähigkeit, ihre Vision und der innere Zusammenhalt hat sie in den 50 Jahren Hochschulgeschichte zu einer verlässlichen Partnerin für Studieninteressierte, für die Forschungs-Community, die Wirtschaft und die Gesellschaft gemacht. Dank dieser Strategiefähigkeit gelang es der TU Kaiserslautern, sich nie mit dem Erreichten zufrieden zu geben und zu verharren, sondern gesellschaftliche und wissenschaftspolitische Rahmenbedingungen schnell zu erkennen und sich weiter zu entwickeln.

Aktuell schaffen der demografische Wandel, die Digitalisierung als disziplinübergreifendes gesellschaftliches Mega-Thema sowie der gesellschaftliche Anspruch an fortwährende und hochklassige Weiterbildungsangebote wieder neue Chancen für die TU Kaiserslautern und die gesamte Region. Um sie zu ergreifen und zur eigenen Stärkung zu gestalten, ist die TU Kaiserslautern mit all ihrer Erfahrung hervorragend aufgestellt und wird ihren Platz als feste Größe in der deutschen Hochschullandschaft sicherstellen.

Prof. Dr. Konrad Wolf
Minister für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz


Dr. Klaus Weichel, Oberbürgermeister der Stadt Kaiserslautern

Sehr geehrte Damen und Herren,

als Oberbürgermeister bin ich immer wieder in der angenehmen Situation, dass ich Gästen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft die Geschichte unserer schönen Stadt vorstellen darf. Beginnend mit Kaiser Barbarossa über unseren Kurfürsten Casimir geht die Reise dann in Richtung Gegenwart. Pfaff, K-Town, FCK. Was ich an dieser Stelle jedoch immer vermittele: Kaiserslautern ist heute viel mehr – und das verdanken wir dem wichtigsten Ereignis der vergangenen Jahrzehnte.

Ohne die Gründung der Technischen Universität am 28. Juli 1970 wäre Kaiserslautern nicht die Stadt, die sie heute ist. Aus einem Militär- und Industriestandort ist ein international anerkannter Standort für Forschung und Entwicklung geworden. Menschen aus allen Erdteilen kommen nach Kaiserslautern, um hier zu leben, zu studieren und zu arbeiten. Produkte aus Kaiserslautern sind in aller Welt im Einsatz.

Motor dieser Entwicklung ist die TUK. Mit mehr als 2000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist sie alleine schon einer der größten Arbeitgeber der Stadt. Hinzu kommen jedoch die vielen Arbeitsplätze in den Unternehmen und Institute, die aus der Universität heraus entstanden sind oder die sich nur ihretwegen hier angesiedelt haben. Die TUK bildet damit ohne jeden Zweifel heute das wirtschaftliche Rückgrat Kaiserslauterns.

Allen, die damals vor mehr als 50 Jahren die Weitsicht bewiesen haben, in Kaiserslautern eine Universität zu gründen, gebührt daher der Dank aller Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt. Einst selbst Absolvent an der heutigen TUK freut es mich umso mehr, diesen Dank anlässlich ihres wunderbaren Jubiläums heute als Oberbürgermeister übermitteln zu können. Die Weiterentwicklung der Universität werden wir seitens der Stadt auch künftig voll unterstützen.

Zu ihrem 50-jährigen Jubiläum gratuliere ich der TUK und all ihren Mitarbeitern und Studierenden aufs Allerherzlichste. Auf die nächsten 50 Jahre!

Ihr
Dr. Klaus Weichel
Oberbürgermeister der Stadt Kaiserslautern

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