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ISGS-Interview mit dem ersten Praktikanten der TU Kaiserslautern mit Flüchtlingshintergrund

Ein gelungenes Beispiel der Integration von Flüchtlingen.

Omar Sufi, Cornelie Leopold und Kim Y. Köhler (ISGS), v.l.n.r..

Im Auftrag der Hochschulleitung und als eine Initiative des rheinland-pfälzischen Ministeriums für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur gelang es der TU Kaiserslautern und dem Fachbereich Architektur den ersten Praktikanten mit Flüchtlingsstatus in den Universitätsalltag aufzunehmen.

Der ISGS, als universitätsweiter Ansprechpartner bei Fragen der Internationalisierung, war es nach entsprechender Bedarfs- und Interessenanalyse an den Fachbereichen der TU möglich, Stellen und Partner zur Aufnahme von Flüchtlingen in Praktikantenrollen zu eruieren.

Ergebnis des Vermittlungsprozesses und der formellen Prüfung der erforderlichen Aufenthaltserlaubnis mit Berechtigung zur Aufnahme einer Erwerbstätigkeit ist das erste offizielle Vertragsverhältnis zwischen dem Fachbereich Architektur und Omar Sufi aus Syrien. Unter Betreuung von Cornelie Leopold, Akademische Direktorin und Leiterin des Fachgebiets, war Omar Sufi offiziell als Praktikant im Fachgebiet "Darstellende Geometrie und Perspektive" tätig, was die ISGS zum Anlass nahm, um beide zu einem Interview einzuladen. Beiden Gesprächspartnern gemein war hierbei die Ansicht, dass die Bereitstellung eines Praktikumsplatzes für Flüchtlinge einen wichtigen Schritt im Rahmen der Integration in unsere Gesellschaft und Arbeitswelt darstellt.

"Gerade die Uni ist ein öffentlicher Raum, der eine hervorragende Möglichkeit bietet, andere Leute kennenzulernen und damit für die Integration eine wichtige Basis zu legen", so Leopold, die vor allem den Mehrwert der Arbeit im interkulturellen Team hervorhob. "Es ist so interessant, zu sehen und auch von ihm zu hören, wie die Arbeit in Syrien war, welche Erfahrungen er bereits gemacht hat. Er war ja in Syrien bereits Dozent an der Uni". Auf die Frage hin, was ihrer Meinung nach der Erfolgsfaktor für eine erfolgreiche Integration von Flüchtlingen in den deutschen Arbeitsmarkt sei, unterstrich Cornelie Leopold, dass sie wie Omar Sufi die "Möglichkeiten haben, an ihre Erfahrungen anzuknüpfen. Der Erfolgsfaktor ist meiner Meinung nach, dass Flüchtlinge auch in unserer Gesellschaft in ihr eigentliches Berufsfeld hineinwachsen und nicht nur Hilfsarbeiterjobs erhalten".

Omar Sufi ist dies im Fachbereich Architektur gelungen, weshalb er sein Praktikum als eine "sehr große Chance" beschreibt. "Das Praktikum macht sehr viel Spaß. Es ist eine sehr gute Gelegenheit, um Erfahrung zu sammeln. Ich habe hier so viel kennengelernt, das System der Universität, die Fachsprache, die Arbeitsprogramme und und und…". Im Sinne der Integration seien jedoch laut beiden die "neuen Kontakte" entscheidend, die die TU ermöglicht. "Vor dem Praktikum bin ich nach der Schule nach Hause, da war es sehr schwer, Kontakt mit anderen zu finden. Aber hier habe ich sehr viel Kontakt zu Professoren und Studierenden. Meine Sprache wurde deshalb auch besser. Das Praktikum ist wichtig als Vorbereitung für die Arbeit. Ich habe Architektur studiert und wenn möglich, möchte ich hier als Architekt arbeiten."

Mit dem ersten Praktikumsplatz für einen Flüchtling gilt der Fachbereich Architektur und hier Cornelie Leopold als dessen Betreuerin als Erfolgsbeispiel für die Integration von Flüchtlingen an der TU. Eindringlicher Appell aller Beteiligten war daher, dass dieses Erfolgsbeispiel auch andere Fachbereiche und Einheiten der TU dazu animieren sollte, Gleiches und damit Gutes zu tun, wie Omar Sufi es abschließend auf den Punkt brachte: "Ich bin der erste Flüchtling hier als Praktikant, aber ich hoffe, nicht der letzte"!

Über alle weiteren Aktionen und Entwicklungen zum Thema Flüchtlinge an der TU Kaiserslautern informiert die ISGS unter: http://www.uni-kl.de/international/fluechtlinge/ 

Die TU Kaiserslautern ist die einzige technisch-ingenieurwissenschaftlich ausgerichtete Universität in Rheinland-Pfalz. Zukunftsorientierte Studiengänge, eine praxisnahe Ausbildung und eine moderne Infrastruktur sind die Rahmenbedingungen, die Studierende an der Campus-Universität vorfinden. Die TU Kaiserslautern wurde beim bundesweiten Wettbewerb "Exzellente Lehre" mit dem Exzellenz-Preis für Studium und Lehre ausgezeichnet. Damit stellt die TU den hohen Stellenwert ihrer Studienangebote unter Beweis. Darüber hinaus profitieren die Studierenden und Wissenschaftler von den zahlreichen international renommierten Forschungseinrichtungen, die im Bereich der angewandten Forschung eng mit der TU Kaiserslautern kooperieren.

 

 

Katrin Müller
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