Zur Hauptnavigation / To main navigation

Zur Sekundärnavigation / To secondary navigation

Zum Inhalt dieser Seite / To the content of this page

Sekundärnavigation / Secondary navigation

Inhaltsbereich / Content

Qualitätsentwicklung an Universitäten: Wie sich Konkurrenten gegenseitig unterstützen

Eine Tagung des Netzwerks Quality Audit führte jetzt in Berlin mehr als 120 Vertreter von Hochschulen und Organisationen des Hochschulsektors zusammen. Zentrales Thema der Veranstaltung war die Qualitätsentwicklung in Studium und Lehre mit Hilfe von Netzwerken. Neben der TU Kaiserslautern, der Leuphana Universität Lüneburg, der Universität Potsdam und der Universität des Saarlandes gehören dem Netzwerk die Universitäten Bamberg, Greifswald, Kassel und Osnabrück als assoziierte Partner an.

Im Eröffnungsvortrag betrachtete Prof. Dr. Dr. h.c. Antonio Loprieno (ehemaliger Rektor der Universität Basel, Vorsitzender des österreichischen Wissenschaftsrats) das Thema vor dem Hintergrund des seit den 1990er Jahren zu beobachtenden Wandels des Selbstverständnisses der europäischen Universitäten: Aus Wertegemeinschaften haben sich Institutionen entwickelt, die in einem Wettbewerb miteinander konkurrieren. Als Alternative zu den daraus entstandenen "unternehmerischen" Universitäten sprach sich Loprieno für die "kritische" Universität aus. Sie solle eine eigene Stellung in einer sich vielfältig gestaltenden Universitätslandschaft anstreben, Qualitätsentwicklung als identitätsstiftend begreifen und ihr Forschungs- und Lehrangebot ständig überprüfen. -> zur Präsentation

Prof. (HSG) Dr. Sascha Spoun (Präsident der Leuphana Universität Lüneburg) zog in seinem Vortrag eine Parallele zwischen einem guten Studium und dem organisationalen Lernprozess von Universitäten. So wie ein Studium nicht nur von der Notwendigkeit ("Was muss gelernt werden?"), sondern von den Möglichkeiten ("Was kann gelernt werden?") her gedacht werden sollte, fordert er auch Hochschulen dazu auf, sich nicht mit den Mindeststandards der Programm- und Systemakkreditierung zufrieden zu geben, sondern einen selbstgesteuerten und ambitionierten Lernprozess anzustreben. Netzwerke wie Quality Audit sollten seiner Meinung nach nicht nur für die Überprüfung des Notwendigen, sondern vor allem zum Ausloten des Möglichen genutzt werden. -> zum Vortrag

In Form eines Interviews erläuterten Prof. Dr. Joachim Härtling (Vizepräsident der Universität Osnabrück) und Prof. Dr. Markus Reihlen (Vizepräsident der Leuphana Universität Lüneburg) die Idee des Netzwerks Quality Audit sowie die konkrete Zusammenarbeit. Mit Blick auf den Fortgang des Projekts kündigten sie an, dass in der kommenden Förderperiode die bereits entwickelten Lernformate "Beratung", "Benchlearning" und "Audit" im Rahmen von "Lernzyklen" umgesetzt und weiterentwickelt werden sollen.

In Workshops wurden verschiedene Aspekte der Zusammenarbeit in Hochschulnetzwerken vertieft. Die Teilnehmer/innen diskutierten die Chancen, Bedingungen und Wirkungen der Netzwerkarbeit, die Funktionen unterschiedlicher Netzwerkansätze sowie die Rolle von critical friends. In einer abschließenden Podiumsdiskussion erörterten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wie Hochschulnetzwerke den Aufbau von Strukturen, Prozessen und Anreizsystemen zur Verbesserung von Studium und Lehre befördern können.

Hintergrund:

Aus einem Netzwerk mittelgroßer Universitäten heraus hatten sich die Technische Universität Kaiserslautern, die Leuphana Universität Lüneburg, die Universität Potsdam und die Universität des Saarlandes 2011 erfolgreich am Bundeswettbewerb "Für bessere Studienbedingungen und mehr Qualität in der Lehre" beteiligt. Das Verbundprojekt "Quality Audit" unter Federführung der Universität Potsdam erhielt daraufhin eine Förderzusage über bis zu 1,1 Millionen Euro. Ziel der Initiative ist die Weiterentwicklung von Qualitätsmanagementsystemen für Lehre und Studium an Universitäten durch das Modell eines netzwerkorientierten Quality-Audit-Verfahrens. Die erste Förderperiode endet im September 2016. Der Anschlussantrag für die zweite Förderperiode wurde bereits genehmigt. Bis Ende 2020 werden die im Verbundprojekt entwickelten Auditverfahren weiter erprobt und gemeinsam weiterentwickelt.

Mehr Informationen zum vom BMBF geförderten Verbundprojekt finden Sie unter www.quality-audit.de/

Die TU Kaiserslautern ist die einzige technisch-ingenieurwissenschaftlich ausgerichtete Universität in Rheinland-Pfalz. Zukunftsorientierte Studiengänge, eine praxisnahe Ausbildung und eine moderne Infrastruktur sind die Rahmenbedingungen, die Studierende an der Campus-Universität vorfinden. Die TU Kaiserslautern wurde beim bundesweiten Wettbewerb "Exzellente Lehre" mit dem Exzellenz-Preis für Studium und Lehre ausgezeichnet. Damit stellt die TU den hohen Stellenwert ihrer Studienangebote unter Beweis. Darüber hinaus profitieren die Studierenden und Wissenschaftler von den zahlreichen international renommierten Forschungseinrichtungen, die im Bereich der angewandten Forschung eng mit der TU Kaiserslautern kooperieren.

 

 

Katrin Müller
Leitung Hochschulkommunikation

Tel.: +49(0)631/205-4367
Fax: +49(0)631/205-3658
Mail: katrin.mueller[at]verw.uni-kl.de
Web: www.uni-kl.de/pr-marketing