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Visiting-Lecture: Vortrag im Rahmen der Martin Graßnick Visiting-Professur von Dr. sc. ETH Britta Hentschel

Der Fachbereich Architektur präsentiert am 6. Juli um 18:00 Uhr im Rahmen der Martin Graßnick Visiting-Professur die Visiting-Lecture von Dr. sc. ETH Britta Hentschel unter dem Titel "Neue Bautypologien. Armenfürsorge in der Renaissance".

Das Fürsorgewesen des 15. Jahrhunderts suchte intensiv nach neuen wirtschaftlichen, funktionalen und architektonischen Entwürfen, um die Flut an Bedürftigen zu kanalisieren und die Armen erstmals zu kategorisieren. Sozialeinrichtungen wie das berühmte Findelhaus von Filippo Brunelleschi oder Filaretes Ospedale Maggiore in Mailand markieren diesen Wendepunkt in der europäischen Fürsorgearchitektur. Als Vexierspiegel neuer sozialer, moralischer, architektonischer und erziehungstheoretischer Überlegungen definieren die großdimensionierten Bauensembles der Renaissance die Stellung der Armen in der Gesellschaft neu und fordern dazu auf, nach möglichen Ideenkatalysatoren zu fahnden: Dezidierte Machtvisualisierung, stadtgestalterische Ambitionen und die mögliche Adaption außereuropäischer Architekturmuster werfen spannende Fragen nach Kontakten mit der islamischen Welt auf.

Beginn:

6. Juli 2016 um 18 Uhr, TU Kaiserslautern, Fachbereich Architektur, Gebäude 1, Raum 106

Dr. Britta Hentschel

Britta Hentschel studierte Kunstgeschichte, Philosophie und Kirchengeschichte in München, Rom und Bonn und promovierte 2009 an der ETH Zürich mit einer Arbeit zu Gaetano Koch (1849-1910) und der Architektur des Dritten Rom. Sie war Stipendiatin an der Bibliotheca Hertziana, Max-Planck-Institut für Kunstgeschichte in Rom und am internationalen Graduiertenkolleg „Stadtformen. Bedingungen und Folgen“ an der ETH Zürich sowie wissenschaftliches Mitglied am Schweizerischen Institut in Rom. Seit 2007 ist sie als wissenschaftliche Assistentin und Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Kunst- und Architekturgeschichte an der ETH Zürich in Lehre und Forschung tätig und widmet sich aktuell einem Habilitationsprojekt zur Architekturgeschichte der Armut.

2011/12 war Britta Hentschel Postdoctoral Fellow an der Harvard Graduate School of Design in Cambridge/Mass., USA. Sie ist gegenwärtig zudem Lehrbeauftragte der Universität Zürich.

Die TU Kaiserslautern ist die einzige technisch-ingenieurwissenschaftlich ausgerichtete Universität in Rheinland-Pfalz. Zukunftsorientierte Studiengänge, eine praxisnahe Ausbildung und eine moderne Infrastruktur sind die Rahmenbedingungen, die Studierende an der Campus-Universität vorfinden. Die TU Kaiserslautern wurde beim bundesweiten Wettbewerb "Exzellente Lehre" mit dem Exzellenz-Preis für Studium und Lehre ausgezeichnet. Damit stellt die TU den hohen Stellenwert ihrer Studienangebote unter Beweis. Darüber hinaus profitieren die Studierenden und Wissenschaftler von den zahlreichen international renommierten Forschungseinrichtungen, die im Bereich der angewandten Forschung eng mit der TU Kaiserslautern kooperieren.

 

 

Katrin Müller
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