CampusKultur

Plagiat in der Wissenschaft

Vortrag von Prof. Dr. phil. Thomas Rommel


Donnerstag, 19. April, 18.00 Uhr
Gebäude 42, Raum 110


Das Plagiat, verführerisch leicht und schnell am Computer erstellbar, läuft dem westlich geprägten Wissenschaftsverständnis grundlegend zuwider.
Es repräsentiert wie kaum eine andere Handlung die Übernahme fremden Gedankenguts mit dem Ziel der Täuschung über eigene Leistung. Die Reaktionen auf das Plagiat veranschaulichen, in welchem Maße Kopieren und Einfügen für den Verlust akademischer Integrität verantwortlich gemacht werden.
Aber das Abschreiben – und somit die Kopie – zählt zu den prägenden Elementen westlicher Kultur und Wissenschaft. Wie selbstverständlich wird akzeptiert, dass wir einen „New Beetle“ fahren, die Neunte in der 12. Coverversion hören, auf unserem Kalender ein gemalter Strauß Sonnenblumen zu sehen ist und wir uns immer wieder freuen können, dass jedem Anfang ein Zauber innewohnt. Was bedeutet das für das Plagiat in der Wissenschaft?

 

 

Prof. Dr. phil. Thomas Rommel ist Literaturwissenschaftler und Autor zahlreicher Bücher zur Literatur und literarischen Klassikern. Er ist Herausgeber von „Plagiate – Gefahr für die Wissenschaft?“ (2011). Professor Rommel lehrt an der FU Berlin.

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