CampusKultur

„Mein Leben soll nur von mir selbst bestimmt sein!“

Gespräch mit DDR-Zeitzeugin Manuela Polaszczyk

Donnerstag, 23. Mai, 18.00 Uhr
Gebäude 86, Raum 104 (Davenportplatz 12)

In der DDR aufgewachsen, passte Manuela Polaszczyk – stolz und nach Freiheit strebend – nie ins System. Nachdem ihr Vater von einem Aufenthalt in der BRD nicht zurückkehrt, wird ihr das Leben zur Hölle gemacht. Mit 20 Jahren versucht sie mit einer Freundin über die Ostsee in den Westen zu schwimmen. Der Fluchtversuch misslingt und Polaszczyk wird wegen „Republikflucht“ zu mehr als zwei Jahren Haft verurteilt. Sie erlebt daraufhin im Frauengefängnis Hoheneck Folter, Misshandlung, Zwangsarbeit und Schikane. Psychisch und körperlich am Ende, wird sie nach 15 Monaten von der BRD freigekauft. Nach dem Mauerfall erhält sie Einsicht in ihre Stasi-Akte, beginnend mit ihrem 12. Lebensjahr. Sie erfährt, dass ihr Vater und ihre Stiefmutter jahrelang als Inoffizielle Mitarbeiter (IM) der Staatssicherheit gegen Geld Informationen über ihre Tochter weitergegeben haben.

In einem Gespräch mit CampusKultur-Geschäftsführerin Ulrike Annecke beschreibt Manuela Polaszczyk die Grausamkeit und Entmenschlichung der DDR-Diktatur. Freiheit und Demokratie sind nicht selbstverständlich. Manuela Polaszczyk ist lebender Beweis dafür, wie existenziell wichtig es ist, für freiheitliche Werte zu kämpfen.

Der Eintritt ist frei.
Alle Interessierten sind willkommen.

Zum Seitenanfang