CampusKultur

Der Junge, der zu viel fühlte

Lesung und Signierstunde mit Lorenz Wagner

Donnerstag, 15. November, 18.00 Uhr
Gebäude 42, Raum 110

Henry Markram zählt zu den renommiertesten Hirnforschern der Welt. Als sein Sohn Kai auf die Welt kommt, wird schnell deutlich: Irgendetwas stimmt nicht mit ihm. Es dauert Jahre, bis Henry erkennt, worunter Kai leidet: Er ist Autist. Von da an stürzt sich der Hirnforscher auf die Frage, was Autismus wirklich ist und seine Antworten stellen alles auf den Kopf, was man über die Störung zu wissen glaubte. Autisten fehle es an Empathie, sie hätten kaum Gefühle, heißt es in Expertenkreisen. Doch nach intensiver Forschung ist Henry Markram vom Gegenteil überzeugt: Sein Sohn fühlt nicht zu wenig, er fühlt zu viel. Seine Sinne, sein Hören, Fühlen und Sehen sind zu fein für diese Welt. Er muss sich zurückziehen, um sich vor dem Übermaß an Eindrücken zu schützen. Eine Theorie, die immer mehr Anhänger findet und die Autismusforschung revolutioniert. Journalist Lorenz Wagner hat die Familie Markram über Monate begleitet und erzählt in "Der Junge, der zu viel fühlte" eine berührende Vater-Sohn-Geschichte, die unser Bild von Autisten für immer verändern wird.

Lorenz Wagner war viele Jahre Chefreporter der Financial Times Deutschland, bevor er 2013 zum Süddeutsche Zeitung Magazin wechselte. Er zählt zu den profiliertesten Portrait- und Reportageschreibern Deutschlands und wurde mit einer Vielzahl von Preisen ausgezeichnet.

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