Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Arbeitsrechtliche Regelungen während der Corona-Krise an der TUK (Stand 01.04.2020)

Das Corona Virus breitet sich weiter aus. Die Ansteckungsgefahr ist sehr hoch, wie man an den zuletzt sehr stark angestiegenen Zahlen auch in RLP erkennen kann. Wir sind gehalten diesem Trend entgegen zu wirken und alles zu tun, um die Ausbreitung einzudämmen. Dies erfordert drastische Mittel und Maßnahmen des Arbeitsschutzes und der Fürsorge hinsichtlich unserer Beschäftigten. Die TUK stellt deshalb auf einen Betrieb mit minimaler Anwesenheit für die Beschäftigten am Campus um.

Vor diesem Hintergrund gelten in Übereinstimmung mit den aktuellen Vorgaben des Innen-und Finanzministeriums (Schreiben ISM vom 10.03. und 16.03.2020) folgende Regelungen:

1. Mitarbeitende der Risikogruppe gem. Robert Koch Institut und siehe Homepage: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Steckbrief.html legen über ihre Vorgesetzten der HA 3 ein Attest des Betriebsarztes Dr. Fischer oder ihres Hausarztes vor. Das weitere Vorgehen wird mit dem Vorgesetzten im Detail abgestimmt. Es besteht eine Entbindung von der Anwesenheitspflicht an der TUK. Die Arbeitsleistung ist in Heimarbeit zu erbringen.

Wenn dies nicht möglich ist, wird die Erreichbarkeit während der festgelegten üblichen Arbeitszeit sichergestellt, indem das Diensttelefon auf einen privaten Telefonanschluss bzw. auf das Diensthandy umgestellt ist. Auch über E-Mails wird Kontakt gehalten.

2. Mitarbeitende die aufgrund von Schließungen von Schulen und Kitas Kinder unter 12 Jahren betreuen müssen, können in besonderen Härtefällen von der Anwesenheitspflicht an der TUK durch ihre Vorgesetzten entbunden werden. Die Details werden zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitenden abgestimmt. Die Arbeitsleistung ist in Heimarbeit zu erbringen.

Wenn dies nicht möglich ist, wird die Erreichbarkeit während der festgelegten üblichen Arbeitszeit sichergestellt, indem das Diensttelefon auf einen privaten Telefonanschluss bzw. auf das Diensthandy umgestellt ist. Auch über E-Mails wird Kontakt gehalten.

3. Im Falle einer behördlich angeordneten Quarantäne durch Verfügung einer Behörde gem. IfSG und IfSGDV RP sind die Mitarbeitenden nicht krankgeschrieben. Die behördliche Verfügung wird über die Vorgesetzten an die Personalabteilung geschickt. Es erfolgt Heimarbeit als Regelbetrieb. Die Details werden zwischen den Mitarbeitenden und dem Vorgesetzten festgelegt.

Wenn dies nicht möglich ist, wird die Erreichbarkeit während der festgelegten üblichen Arbeitszeit sichergestellt indem das Diensttelefon auf einen privaten Telefonanschluss bzw. auf das Diensthandy umgestellt ist. Auch über E-Mails wird Kontakt gehalten.

4. Im Falle eines positiven Corona-Tests sind die Mitarbeiter krankgeschrieben. Über ihre Vorgesetzten legen sie der Personalabteilung die Verfügung der Behörde vor. Die Mitarbeitenden haben keine Dienstleistungspflicht.

5. Bei allen übrigen Mitarbeitenden sind die Vorgesetzten angehalten, mobiles Arbeiten zu ermöglichen um eine Anwesenheit an der TUK zu vermeiden.

Für Mitarbeitende, die die Voraussetzung für Heimarbeit nicht erfüllen und die von zu Hause aus keine Alternativaufgaben übernehmen können, kann durch die jeweiligen Vorgesetzten die Aussetzung der Anwesenheitspflicht an der TUK unter Fortzahlung der Bezüge verfügt werden. In diesen Fällen entfällt eine Nacharbeitspflicht.
Die Erreichbarkeit während der festgelegten üblichen Arbeitszeit wird sichergestellt, indem das Diensttelefon auf einen privaten Telefonanschluss bzw. auf das Diensthandy umgestellt ist. Auch über E-Mails wird Kontakt gehalten.

 

In der jetzigen Krisen-Situation bedeutet Heimarbeit, dass während der persönlich festgelegten Arbeitszeit von zu Hause gearbeitet wird, soweit dies möglich ist. Die Vorgesetzten entscheiden wer noch am Arbeitsplatz zur Aufrechterhaltung des Betriebs benötigt wird. Kontakt zu Vorgesetzten, Kolleginnen und Kollegen sowie Antragstellern wird per Telefon oder E-Mail gehalten. Diensttelefone sind auf private Telefonanschlüsse bzw. auf das Diensthandy umzustellen.

Für Heimarbeit sollen, soweit dies möglich ist, mobile Endgeräte der TUK zum Einsatz kommen. Falls keine mobilen Endgeräte der TUK zur Verfügung stehen, ist der Einsatz privater Endgeräte möglich. Für den Einsatz der privaten Endgeräte gilt die Arbeitsanweisung des RHRK: https://www.rhrk.uni-kl.de/homeoffice

Urlaub

Der Betrieb mit reduzierter Anwesenheit an der TUK führt nicht dazu, dass Mitarbeitende Erholungsurlaub nehmen müssen. Der Urlaubsanspruch bleibt unberührt.

Ein bereits genehmigter Urlaub ist zu nehmen, es sei denn die dienstliche Anwesenheit ist erforderlich.

Überstunden und Mehrarbeit

Bis zum 23.03.2020 angesammelte Überstunden oder Mehrarbeitsstunden wurden zu diesem Termin eingefroren. Ab diesem Zeitpunkt können Über- und Mehrarbeitsstunden nur noch auf schriftliche Anordnung der Vorgesetzten geleistet werden.

 

Diese Regelungen gelten zunächst bis einschließlich 19.04.2020.

 

Stefan Lorenz

Kanzler



Weitere Infos zum Betrieb mit minimaler Anwesenheit:

Vergabe und Beschaffung
Qualitätsmanagement und Personalentwicklung 
Campusmanagement

Für Beschäftigte, welche beruflich Kontakt mit SARS-CoV-2 („Covid19“) infizierten Personen oder Proben haben, kann gesetzlicher Unfallversicherungsschutz bestehen. Bei Infektionen außerhalb des beruflichen Umfelds ist, wie auch z. B. bei grippalen Infekten, die private oder gesetzliche Krankenversicherung ihr Ansprechpartner und Kostenträger. 

Weitere Informationen der Unfallkasse: https://www.ukrlp.de/medien/aktuelle-nachrichten/aktuelles-detail/aktuelles/aktuelle-informationen-zum-corona-virus/cache/no/

Dienstreisen

Alle Auslandsdienstreisen werden bis auf weiteres nicht mehr genehmigt und die bereits erteilten Genehmigungen werden widerrufen. Inlandsdienstreisen können weiterhin getätigt werden, Sie sollten jedoch die Dienstreisen auf das Notwendigste reduzieren.

Deswegen werden nur Dienstreisen in die ausgewiesenen Risikogebiete des RKI nicht erteilt. Bereits genehmigte Dienstreisen in diese Gebiete werden widerrufen. Die möglicherweise entstehenden Stornierungskosten werden zentral übernommen.

Eine tagesaktuelle Auflistung der betroffenen Gebiete finden Sie hier: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete.html

Bei Dienstreisen in Länder mit ausgewiesenen Risikogebieten ist es für die genehmigende Stelle notwendig, das entsprechende Gebiet bzw. den genauen Dienstort auf den Dienstreiseanträgen zu benennen. Bitte informieren Sie sich bezüglich geplanten Dienstreisen auch unter dem genannten Link über die aktuelle Lage und beachten Sie die auf der Homepage der TUK bestehenden allgemeinen Hinweise.

Bei weiteren Rückfragen zu Dienstreisen wenden Sie sich bitte an die Sachbearbeiter*innen der Reisekostenstelle.

 

 

Rückkehrer aus Risikogebieten

Wenn Sie innerhalb der letzen 14 Tage aus dem Urlaub oder von einer Dienstreise aus einem Risikogebiet zurückkehren, dürfen Sie den Campus der TUK nicht betreten. Das gilt für Mitarbeiter*in, Studierende und auch Gäste.

Als Mitarbeiter*in informieren Sie bitte Ihre*n Vorgesetzte*n und besprechen das weitere Vorgehen.
Als Studierende halten Sie bitte Rücksprache mit Ihrem zuständigen Dekanat.

Bitte beachten Sie tagesaktuellen Meldungen des RKI zu den ausgewiesenen Risikogebieten:

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete.html

Arbeiten im Homeoffice

Auf der Webseite des RHRKs finden Sie Informationen, die Sie bei der Arbeit im Homeoffice und der virtuellen Teamarbeit (z.B. Teamchat mit der Plattform Mattermost) unterstützen.

Geänderte Verfahrensabläufe

Geänderte Verfahrensabläufe werden durch die Hauptabteilung Z - zentrale Dienste koordiniert.

weiter Informationen

Auf der Webseite des Robert-Koch-Instituts finden Sie eine interaktive Verdachtsfallabklärung und entsprechende Maßnahmen.

Risikogruppen für schwere Verläufe

Obwohl schwere Verläufe häufig auch bei Personen ohne Vorerkrankung auftreten, haben die folgenden Personengruppen ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe:

  • ältere Personen (mit stetig steigendem Risiko für schweren Verlauf ab etwa 50–60 Jahren)
  • Raucher
  • Personen mit bestimmten Vorerkrankungen:

    • des Herzens (z.B. koronare Herzerkrankung),
    • der Lunge (z.B. Asthma, chronische Bronchitis),
    • Patienten mit chronischen Lebererkrankungen)
    • Patienten mit Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
    • Patienten mit einer Krebserkrankung.
    • Patienten mit geschwächtem Immunsystem (z.B. aufgrund einer Erkrankung, die mit einer Immunschwäche einhergeht oder durch Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr schwächen, wie z. B. Cortison)

Quelle: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Steckbrief.html

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