Lehre Plus-Projekte 2015

Laborbank vs. Schulbank – Was leistet forschungsorientierte Lehre?

Wissenschaftliche Einheiten: Biologie, Chemie, Raum- und Umweltplanung
Verantwortliche(r): Dr. Christoph Thyssen, apl. Prof. Dr. Gabriele Hornung, Prof. Dr. Sascha M. Henninger

Kurzbeschreibung: Authentizität, Interesse und Motivation sind Faktoren, die das Lernen beeinflussen. Lehramtsstudierende können diese Effekte an SchülerInnen erforschen, die wiederum selbst in Kooperation mit der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft Trippstadt forschen. Parallel zu Kontrollgruppen untersuchen sie in wie fern Ascherückführung zur Wiederherstellung ausgelaugter Waldböden tauglich sein könnte und welche Auswirkungen Ascheeintrag im Ökosystem Wald mit sich bringt.

„PlanShrinking“- research meets Comparative Urban Development Lab

Wissenschaftliche Einheit: Raum- und Umweltplanung
Verantwortliche(r): Prof. Dr. Karina Pallagst

Kurzbeschreibung: "Das EU-Projekt Planshrinking" Planning Cultures in the USA and Germany in Comparison - the example of Shrinking Cities" wurde vom Team des Fachgebietes IPS bearbeitet 2010-2014), um aktuelle Veränderungstendenzen in Planungskulturen vertieft zu untersuchen. Wesentliche Forschungsergebnisse und -methoden, die im Projekt erarbeitet bzw. angewandt wurden, sollen den Masterstudierenden des Studiengangs Stadt- und Regionalentwicklung im Wahlpflichtmodul "Comparative  Urban Development" ermöglichen, innerhalb eines authentischen wissenschaftlichen Kontextes zu lernen. Besonderer Wert wird darauf gelegt, den Studierenden keine vorgefertigten Lösungen zu präsentieren, sondern im Sinne eines offenen Prozesses die eigene analytische Reflexion innerhalb des Lernprozesses zu ermöglichen."

Wärmedämmverbundsysteme: Gestalterische Machbarkeitsstudien von expandierten Polystyrol-Hartschaum (EPS) im Kontext der Architektur

Wissenschaftliche Einheit: Architektur
Verantwortliche(r): Dipl.-Ing. Maximilian Wienecke, Prof. Dipl.-Ing Dirk Bayer 

Kurzbeschreibung: Wärmedämmverbundsysteme (WDVS) zählen gegenwärtig zu den am meisten eingesetzten Fassadenkonstruktionen, dennoch stoßen sie wegen technischer und gestalterischer Bedenken auf Ablehnung. Das Projekt möchte sich auf architektonischer Sicht nähern und ist auf der Suche nach einer eigenen gestalterischen Logik von WDVS. Abseits der Gestaltungsvarianten (Putze, Riemchen, Farben) verschiedener Systemhersteller dient die Dämmebene selbst als Untersuchungsgegenstand. Hierzu werden mehrere Prototypen im Maßstab 1:1 entwickelt und auf ihre praxistaugliche Machbarkeit untersucht.

Brandfall bei Befestigungen im Mauerwerk – Eine Herausforderung für junge Forschende

Wissenschaftliche Einheit: Bauingenieurwesen
Verantwortliche(r): JProf. Dr. Catherina Thiele

Kurzbeschreibung: Die Bemessung von Befestigungen im Mauerwerk für den Brandfall erfordert die Definition von Widerstandswerten, welche dann mit den einwirkenden Kräften verglichen werden müssen.

Zur Beurteilung des Tragewiderstands und damit zur Definition von Widerstandswerten von Befestigungen im Mauerwerk im Brandfall fehlen jedoch die wissenschaftlich abgesicherten Grundlagen.

Im Rahmen des Lehre plus Projektes haben die Studierenden die Möglichkeit sich an ein derzeit unerforschtes Thema heranzuarbeiten und dabei die Faszination der Brandversuche zu erleben.   

Vom Boden in die Klinik – Antibiotikaresistenz in Medizin und Landwirtschaft

Wissenschaftliche Einheit: Biologie
Verantwortliche(r): Prof. Dr. Matthias Hahn, Prof. Dr. Nicole Frankenberg-Dinkel, Dr. Christoph Thyssen

Kurzbeschreibung: Resistenzen von Krankheitserregern gegen antimikrobielle Wirkstoffe sind ein weltweit zunehmendes Problem bei der Behandlung von Infektionskrankheiten und beim Pflanzenschutz. In dem Projekt soll die Entstehung und die Ausbreitung von Resistenzen in humanpathogenen Bakterien und in pflanzenpathogenen Pilzen in einem Praktikum von Studierenden untersucht und die daraus resultierenden Gefährungspotentiale für die Wirksamkeit der betroffenen Antibiotika abgeschätzt werden. Hierbei sollen auch Proben aus der Klinik und landwirtschaftlich genutzten Standorten analysiert werden, um praxisrelevante Daten zu erhalten.

„Man ist was man isst“ – Nahrungsmittel unter der Lupe

Wissenschaftliche Einheit: Chemie
Verantwortliche(r): Prof. Dr. Antonio J. Pierik, apl. Prof. Dr. Gabriele Hornung

Kurzbeschreibung: Populäre Presseberichte liefern über Skandale im Lebensmittelbereich aktuelle forschungsrelevante Themen für die Lehre. Die Alltagsnähe spricht Studierende an und bietet einen hervorragenden interdisziplinären Ansatz für forschungsorientierte Lehre. Studierende durchlaufen in einem Seminar mit Praktikum ein 6-phasiges Modell: 1. Themenfindung, 2. Entwicklung von Forschungsfragen, 3. Auswahl von Lösungsansätzen, 4. Auswahl von Forschungsdesigns, 5. Experimentelle Bearbeitung der Fragestellungen und 6. Auswertung der Ergebnisse. Die Dozenten sind dabei Berater und Begleiter.

Quantum Physics Intense Weeks (Quantum-iWeek)

Wissenschaftliche Einheit: Physik
Verantwortliche(r): Prof. Dr. Artur Widera, Prof. Dr. Herwig Ott, Prof. Dr. Michael Fleischhauer
Kurzbeschreibung: Das Lehre plus Projekt Quantum-iWeek wird Studierende der Physik an aktuelle Forschung zur Thematik offener Quantensysteme in Theorie und Experiment heranführen. Dazu werden in einer Woche zum Thema "Laserkühlung" ganztägig sowohl Vorlesungen von Forschern auf diesem Gebiet, Seminarvorträge der teilnehmenden Studierenden als auch praktische Experimente im Labor an Apparaturen nach aktuellem Stand der Technik miteinander kombiniert.

Titanic? – Nein, danke! – Warum man mit Beton nicht untergeht.

Wissenschaftliche Einheit: Bauingenieurwesen
Verantwortliche(r): Prof. Dr. Wolfgang Breit

Kurzbeschreibung: „Bei diesem Projekt geht es darum, die Eigenschaften des Baustoffs Beton - Festigkeit und Dauerhaftigkeit - so mit einer geeigneten Konstruktionsweise zu kombinieren, dass leichte, robuste und gestalterisch anspruchsvolle Kanus entstehen, die unter den Wettbewerbsbedingungen einer Regatta bestehen können. Die Erprobung erfolgt im Rahmen eines internationalen Wettbewerbs durch die Teilnahme an der von der Deutschen Zement- und Betonindustrie ausgeschriebenen Betonkanu-Regatta.

Das Projekt ist gedacht für Studierende der Fachrichtung Bauingenieurwesen im 1. und 2. Fachsemester, die die Vorlesung Werkstoffkunde im Bauwesen hören. Es ermöglicht parallel zur Lehrveranstaltung den Transfer des Vorlesungsstoffs (Werkstoffwissenschaft gepaart mit Baukonstruktion) auf einen realen Anwendungsfall."

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